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"Tatort": TV-Krimi zu teuer? Das denken die Deutschen über die Krimikosten


Das denken die Deutschen über die "Tatort"-Kosten

  • Steven Sowa
Von Steven Sowa

Aktualisiert am 29.08.2021Lesedauer: 2 Min.
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"Tatort": Das Münsteraner Team Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) holt regelmäßig die besten TV-Quoten für die ARD.
"Tatort": Das Münsteraner Team Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) holt regelmäßig die besten TV-Quoten für die ARD. (Quelle: WDR/Martin Menke)
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Die Sommerpause ist vorbei, am Sonntag läuft erstmals seit dem 6. Juni ein neuer "Tatort". Vorab hat t-online eine Umfrage in Auftrag gegeben und wollte wissen, wie Zuschauer die Produktionskosten des Prestigekrimis bewerten. Die Ergebnisse lassen aufhorchen.

Zwölf Wochen bekamen "Tatort"-Fans keinen neuen Stoff. Die letzte Krimierstausstrahlung entsprang dem Berliner Team um Meret Becker und Mark Waschke: "Die dritte Haut" lief am 6. Juni im Ersten. Seitdem: Sendepause. Doch hinter den Kulissen wird auch im Sommer fleißig an neuen Geschichten gearbeitet, gedreht und für Nachschub gesorgt. Denn des Deutschen liebster Krimi sorgt regelmäßig für Topquoten am Sonntag – und gilt als großes Prestigeprojekt der ARD.


Das verdienen die "Tatort"-Stars

70.000 Euro: So viel verdienen Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer laut Brancheninsidern beim ORF.
75.000 Euro: Das sollen Miroslav Nemec und Ivo Batic laut Brancheninsidern pro "Tatort" verdienen.
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Recherchen von t-online zeigen, dass die neun Rundfunkanstalten zwar alle gleich viel Geld für die Produktionen zur Verfügung haben – aber ganz unterschiedlich damit haushalten. Wie bei den Dreharbeiten getrickst wird, um Geld zu sparen und welcher Sender das größte Budget zur Verfügung hat, lesen Sie hier.

1,6 Millionen Euro für viele "Tatort"-Zuschauer zu viel Geld

Feststeht: Ein "Tatort" kostet durchschnittlich 1,6 Millionen Euro. Wir wollten von den ARD-Zuschauern wissen, wie sie diese Kosten bewerten. Im Auftrag von t-online hat das Meinungsforschungsinstitut civey eine Umfrage gestartet und die Menschen gefragt: "Halten Sie die Produktionskosten für einen 'Tatort' mit rund 1,6 Millionen Euro für zu hoch?"

Mehr als 65 Prozent denkt, dass die Kosten für einen "Tatort" zu hoch sind.
Mehr als 65 Prozent denkt, dass die Kosten für einen "Tatort" zu hoch sind. (Quelle: Civey/t-online)

Eine deutliche Mehrheit ist demnach der Meinung, dass für den "Tatort" zu viel Geld aufgewendet wird: Mehr als 65 Prozent beantworteten die Frage mit "ja, auf jeden Fall" oder "eher ja". Nur 18,1 Prozent sind nicht dieser Ansicht, rund 16 Prozent können sich nicht entscheiden. Das Ergebnis der Umfrage ist repräsentativ. Insgesamt haben knapp 20.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen.

Eine Partei liegt bei Kostendebatte unangefochten vorne

Interessant ist, dass mehr Frauen die Kosten für zu hoch halten. Knapp über 70 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen beantworteten die Frage mit ja, bei den Männern waren es 61 Prozent der Befragten. In der Parteienzusammensetzung gibt es ebenfalls eine klare Präferenz. 84,3 Prozent der AfD-Wähler hält 1,6 Millionen Euro für einen "Tatort"-Film von 90 Minuten für zu hoch. Dahinter folgen Anhänger von FDP und CDU/CSU mit 69,5 und 69 Prozent. Bei den Grünen sind es nur 52,8 Prozent der Befragten, die ARD-Krimis zu teuer findet, bei der SPD sind es 59,4 Prozent.

Im Vergleich zu Kinoproduktionen ist der Kostenfaktor für einen "Tatort" allerdings nicht als übermäßig hoch zu bewerten. Deutsche Filme, wie die Komödie 25 km/h mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel, die eine ähnliche Laufzeit aufweisen, kosten schon mal gut fünf Millionen Euro. Der wesentliche Unterschied ist jedoch, dass die Deutschen den "Tatort" mit ihrem monatlichen Rundfunkbeitrag quasi mitfinanzieren.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
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