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TV-Tipp: Curling für Eisenstadt

TV-Tipp  

Curling für Eisenstadt

16.10.2019, 00:03 Uhr | dpa

TV-Tipp: Curling für Eisenstadt. Die "Chicken Nugget Queens" wollen die Curling-Weltmeisterschaft ins Burgenland holen.

Die "Chicken Nugget Queens" wollen die Curling-Weltmeisterschaft ins Burgenland holen. Foto: Hubert Mican/MDR/ORF/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Vier müssen wirklich hart im Nehmen sein: In absurden Outfits mit Hühner-Kamm auf der Kapuze betreten die "Chicken Nugget Queens" das Eisfeld, die Spielfläche.

Als Curling-Mannschaft wollen sie die Weltmeisterschaft ins österreichische Burgenland holen. Und nehmen dafür auch Spott und Häme in Kauf. Das Erste zeigt die Komödie "Curling für Eisenstadt" am Mittwochabend (16. Oktober, 20.15 Uhr).

Strippenzieherin ist Vicky, die als Touristik-Managerin ein Projekt vergeigt hat und von ihrem Papa aus dem Haus gescheucht wird, der ihr bislang mit Geld, Namen und Einfluss zur Seite stand. Selbst ein herzerweichendes "Papsili" kann ihn nicht umstimmen. Was folgt, ist irgendetwas zwischen Schnapsidee und Trotzreaktion: Vicky will die Curling-Frauen-WM nach Eisenstadt holen und so den Wintertourismus in der burgenländischen Hauptstadt ankurbeln.

Dafür braucht sie neben 2500 Euro und einer Halle: vier freiwillige Frauen für eine Mannschaft. Mit ihrer besten Freundin Melanie, Putzfrau Emma und der mal eben aufgegabelten und extrem-entspannten, weil dauerkiffenden Surflehrerin Geri hat sie ihre Teammitglieder schnell zusammen. Nur hat keine so richtig einen Plan.

Bei der Recherche stößt Vicky auf den Namen Petra Glewitz, einst erfolgreiche Curlerin in der DDR und durch eine Intrige aus dem Profisport geflogen. Dank ihrer Überredungskunst gelingt es der engagierten Frau, die erfahrene Sportlerin als Coach zu gewinnen. Glewitz wappnet das Quartett in einer Kühlhalle einer Hähnchenfirma für ein entscheidendes Duell gegen die Mannschaft aus Kitzbühel.

Die 90-minütige Produktion von ORF und MDR lebt dabei vor allem von den Schauspielerinnen. Unter den Darstellerinnen der vier Teammitglieder, die in Deutschland eher unbekannt sein dürften, sticht vor allem Katharina Strasser in der Hauptrolle hervor. Als Vicky erlebt sie tollpatschige Momente, zeigt keine Scheu vor Neuem, belebt mit kessen Sprüchen ("Influencer san sowas von vorgestern!") und setzt andere mit ihrem rasanten Fahrstil in Angst und Schrecken.

Hierzulande deutlich bekannter dürfte Maria Simon ("Polizeiruf 110") sein, die sehr stark Coach Glewitz samt Alkoholproblem spielt und in breitestem Sächsisch der Mannschaft einheizt. Da alle anderen in dem Film einen fürs hochdeutsche Ohr eher ungewohnten österreichischen Dialekt sprechen, wirkt es umso absurder, dass die Spielerinnen beim Vorstellen ihrer Trainerin tuscheln: "Warum redet die so komisch?"

Der Film setzt vor allem auf Slapstick-Momente und sketchartige Szenen - so rutschen die Spielerinnen natürlich andauernd auf dem Eis aus und bei einer Werbeveranstaltung zum Thema Curling sitzt Vicky statt erwartungsfrohen Neu-Curlerinnen älteren Damen gegenüber, die eigentlich auf einen Heizdeckenanbieter warten. Der Präsident des österreichischen Curlingverbands ist Presse- und Stadionsprecher in Personalunion und wohnt zu Hause bei Mutti. Und Vicky lässt für ihre Trainingseinheiten Curlingsteine von einem heimischen Steinmetz kostengünstig aus Abfallprodukten schleifen: fehlerhafte Grabsteine.

Ganz nebenbei haben alle Frauen eine persönliche Geschichte, die für die eine oder andere Wendung entscheidend ist. Der Zuschauer wiederum erfährt nebenbei vom "Spirit of Curling" und bekommt einige Regeln des "Spiels der Könige" erklärt - ideale Vorbereitung für die anstehende Wintersportsaison. Und wer sich ein bisschen auskennt, entdeckt unter den Schauspielern auch die österreichische Ex-Nationalmannschaft-Curlerin Karina Toth.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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