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Volkswagen steht kurz vor Zukäufen in China

Umweltfreundliche Fahrzeuge  

Volkswagen steht kurz vor Zukäufen in China

27.05.2020, 13:57 Uhr | rtr

Volkswagen steht kurz vor Zukäufen in China. VW Logo: Die Wolfsburger wollen bis 2025 in China jährlich 1,5 Millionen umweltfreundliche Fahrzeuge verkaufen. (Quelle: imago images/Susanne Hübner)

VW Logo: Die Wolfsburger wollen bis 2025 in China jährlich 1,5 Millionen umweltfreundliche Fahrzeuge verkaufen. (Quelle: Susanne Hübner/imago images)

Volkswagen befindet sich Insidern zufolge kurz vor zwei großen Deals. Der Autobauer möchte sich an einem chinesischen Autohersteller beteiligen. Auch einen Batteriehersteller hat der Konzern im Blick.

Volkswagen geht Insidern zufolge in China, dem Schlüsselmarkt für Elektroautos, auf Shoppingtour. Der Autobauer befinde sich in letzten Gesprächen über eine 50-prozentige Beteiligung an der Muttergesellschaft seines chinesischen Elektrofahrzeug-Partners JAC Motors, sagen zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. 

Zudem seien die Wolfsburger auf dem Weg, auch der größte Anteilseigner des Batterieherstellers Guoxuan High-Tech zu werden. Beide Deals sollen bereits am Donnerstag Thema im VW-Aufsichtsrat sein, wie zwei Insider sagten. Details des Abschlusses könnten Freitagfrüh bekanntgeben werden.

VW will Beziehungen zu lokalen Partnern festigen

VW, der größte ausländische Autohersteller in China, würde mindestens sieben Milliarden Yuan (umgerechnet knapp 900 Millionen Euro) für den 50-prozentigen Anteil an Anhui Jianghuai Automobile zahlen, sagen die Insider. Ein Sprecher wollte sich zu den Deals nicht äußern, erklärte aber: "Volkswagen sucht nach wie vor konsequent nach Wegen, um die Beziehungen zu lokalen Partnern zu stärken und zu vertiefen. In diesem Zusammenhang werden wir gemeinsam mit allen Beteiligten mögliche Optionen prüfen, um den langfristigen Erfolg in China sicherzustellen."

JAC hatte vergangene Woche mitgeteilt, der Mutterkonzern Anhui Jianghuai plane, einen strategischen Investor zu gewinnen. Er ist zu 100 Prozent im Besitz der lokalen Regierung und hält einen Anteil von gut 25 Prozent an der in Shanghai notierten JAC mit einem Marktwert von 1,67 Milliarden Dollar. JAC lehnt einen Kommentar ab.

Deal mit einem chinesischen Batteriehersteller?

VW arbeitet den Insidern zufolge außerdem daran, größter Anteilseigner der an der Börse Shenzhen notierten Guoxuan High-Tech zu werden, die wie JAC ihren Sitz in der ostchinesischen Stadt Hefei hat. Damit würde erstmals ein ausländischer Investor direktes Eigentum an einem chinesischen Batteriehersteller erwerben, sagten zwei der Insider. Guoxuan ist hierzulande kaum bekannt, gehört aber neben CATL und BYD zu den führenden Batterieherstellern in der Volksrepublik.

Die Wolfsburger planten, die Aktien über eine ermäßigte Privataktienplatzierung wie auch von Guoxuans Hauptaktionären zu erwerben, sagt eine Person. Derzeit hält ein von Guoxuan-Gründer Li Zhen kontrolliertes Unternehmen 18,55 Prozent. Li selbst hält knapp zwölf Prozent, sein Sohn 2,52 Prozent. Nach dem Deal wird VW voraussichtlich rund 27 Prozent an Guoxuan besitzen. Guoxuan hat den Aktienhandel seit dem 20. Mai wegen einer bevorstehenden Mitteilung über eine Aktientransaktion eingestellt. Das Unternehmen lehnt einen Kommentar ab.

Die Wolfsburger wollen bis 2025 in China jährlich 1,5 Millionen umweltfreundliche Fahrzeuge (NEV) verkaufen, dazu zählen in China neben rein batteriegetriebenen Fahrzeugen auch Plug-in-Hybridautos, die an der Steckdose aufgeladen werden können, und Wasserstoffautos.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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