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Elektroauto: Riesige Lücken im Ladenetz

Das sind Europas Schlusslichter  

Elektroauto: Riesige Lücken im Ladenetz

12.11.2020, 14:16 Uhr
Elektroauto: Riesige Lücken im Ladenetz. Mobipunkt MOBI bündelt die stadt- und umweltverträglStrom tanken: Vor allem im Südosten Europas müssen Fahrer eines Elektroautos viel Geduld beweisen.ichen Mobilitätsangebote Straßenbahn, Bus, Leihrad und -auto sowie (Quelle: imago images/Sylvio Dittrich)

Mobipunkt MOBI bündelt die stadt- und umweltverträgStrom tanken: Vor allem im Südosten Europas müssen Fahrer eines Elektroautos viel Geduld beweisen.lichen Mobilitätsangebote Straßenbahn, Bus, Leihrad und -auto sowie (Quelle: Sylvio Dittrich/imago images)

Ganze 61 Ladesäulen fürs E-Auto gibt es derzeit in Griechenland – also je eine für 180.000 Einwohner. Ganz anders sieht es beim Spitzenreiter, den Niederlanden, aus. Das zeigt ein neuer Bericht.

Das Ladenetz für Elektroautos wächst und wächst. Aber eben nicht überall. Noch immer würde es den Bedarf an Ladesäulen bei Weitem nicht decken können. Das besagt ein Report von Europas großem Auto-Lobbyverband ACEA (European Automobile Manufacturers’ Association).

Der Absatz wächst stärker als das Ladenetz

Demnach wird das Netz an Ladestationen zwar immer dichter. Gleichzeitig werde der Abstand zum Bedarf aber immer größer. Das erscheint zunächst widersinnig, ist aber einfach erklärt:

  • In den vergangenen drei Jahren wuchs die Zahl der Ladestationen um 58 Prozent auf knapp 200.000 Säulen.
  • In der selben Zeit hat sich aber die Zahl der Elektroautos mehr als verdoppelt: um 110 Prozent.

Der Ausbau hinkt also dem Bedarf hinterher – und zwar immer mehr. Mit gefährlichen Folgen, warnt der ACEA: "Der Anstieg des E-Auto-Absatzes könnte zum Stillstand kommen, wenn die Kunden zu dem Schluss kommen, dass es dort einfach zu wenig Ladestationen gibt, wo sie hinreisen – oder dass sie an einem Schnell-Lader sehr lange anstehen müssten", sagt ACEA-Generaldirektor Eric-Mark Huitema.

Denn laut dem Verband ist nur eine von sieben Ladestationen in der EU und Großbritannien ein Schnell-Lader. Die große Mehrzahl von mehr als 170.000 Ladepunkten sei nicht in der Lage, ein E-Auto in hinnehmbarem Tempo aufzuladen.

Der Report offenbart außerdem eine erhebliche Ungleichverteilung der Stationen über die EU und Großbritannien hinweg. In gerade einmal vier Ländern stehen 75 Prozent aller Ladesäulen:

  • Niederlande
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Großbritannien

Am dichtesten ist das Netz demnach in den Niederlanden. Dort stehen mehr als 1.000-mal so viele Ladestationen wie im Schlusslicht Zypern mit lediglich 38 Ladepunkten. Bei unseren Nachbarn teilen sich derzeit etwa 450 Einwohner einen Ladepunkt. In Zypern hingegen sind es 32.500 Einwohner.

Das sind die Flop Five

LandLadepunkteEinwohner pro Ladepunkt
Litauen20213.800
Bulgarien13551.800
Malta1025.000
Griechenland61176.000
Zypern3832.500

Deutschland fördert private Ladestationen

In Deutschland (rund 14.000 Ladepunkte) sieht die staatliche Förderbank KfW neben dem öffentlichen Raum auch viel Potenzial für private Ladesäulen. Fast jeder zweite Haushalt (43 Prozent) hätte einen Stellplatz, der eine Ladestelle möglich mache.

"Die Voraussetzungen für die Errichtung von privater Ladeinfrastruktur sind sehr gut", sagt KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Das gelte insbesondere auf dem Land, wo das Auto ohnehin eine größere Rolle spiele als in der Stadt.

Ab dem 24. November fördert die KfW fördert private intelligente Ladestationen mit einem Zuschuss von 900 Euro.

Verwendete Quellen:
  • ACEA
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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