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Ausbau von Schnell-Ladesäulen für Elektroautos stockt


Gesetzensentwurf fehlt  

Ausbau von Schnell-Ladesäulen für Elektroautos stockt

03.12.2020, 17:58 Uhr | rtr

Ausbau von Schnell-Ladesäulen für Elektroautos stockt. Strom fürs E-Auto: Ein geplantes Förderprogramm des Bundes hinkt dem Zeitplan hinterher. (Quelle: imago images/Mario Hösel)

Strom fürs E-Auto: Ein geplantes Förderprogramm des Bundes hinkt dem Zeitplan hinterher. (Quelle: Mario Hösel/imago images)

Mit zwei Milliarden Euro wollte der Bund des Ausbau des Ladenetzes noch in diesem Jahr fördern. Doch daraus wird nichts. Bislang gibt es das entsprechende Gesetz nicht einmal als Entwurf. Wie es nun weitergeht.

Der Aufbau der öffentlichen Schnell-Ladesäulen für Elektroautos stockt. Die Ausschreibung für 1.000 Ladestationen an Autobahnen und Schnellstraßen kann anders als geplant dieses Jahr nicht mehr auf den Weg gebracht werden, wie das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag bestätigte. Zwei Milliarden Euro sind für das Programm vorgesehen. Das Verfahren soll nun 2021 starten. Allerdings müssen zuvor auch noch gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, die zum Beispiel ein einheitliches Bezahlsystem regeln sollen. Auch wegen einer Reihe rechtlicher Probleme zum Wettbewerb unter den Bietern ist bislang noch kein Entwurf des Gesetzes vorgelegt worden.

Ladenetz erst im Aufbau

Das Fehlen von Lademöglichkeiten gilt immer mehr als Nadelöhr für den Ausbau der Elektromobilität. Während die jüngst erhöhten und verlängerten Kaufprämien die Nachfrage nach Fahrzeugen angeschoben haben, ist das Ladenetz erst im Aufbau. Wirtschaftsminister Peter Altmaier verwies nach einer Konferenz mit Vertretern von Energiewirtschaft und Automobilindustrie sowie der Kommunen darauf, dass bereits 500.000 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf den Straßen unterwegs seien: "Die Initialzündung ist geglückt. Deshalb ist es so wichtig, dass der Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur mit diesem Hochlauf der Elektromobilität Schritt hält."

Fördermittel für private Stationen

Verkehrsminister Andreas Scheuer betonte, es gebe bereits 33.000 öffentliche Ladepunkte. Vor allem aber seien innerhalb von zehn Tagen fast 100.000 Anträge auf die Förderung einer privaten Ladestation gestellt worden. Diese unterstützt der Bund mit 900 Euro. Es wird davon ausgegangen, dass 80 Prozent der Ladevorgänge privat sein werden und 20 Prozent öffentlich. "Ich glaube, 2021 kann das Jahr der Elektromobilität werden", sagte der CSU-Politiker.

Auf öffentlichem Gelände hatte der Staat Ladesäulen bislang mit festen Zuschüssen von der Hälfte der Kosten gefördert. Dies erwies sich jedoch gerade in eher dünn besiedelten Regionen mit wenig Nachfrage als unzureichend. Die Vielzahl unterschiedlicher Anbieter führte zudem zu einem Tarif-Wirrwarr mit erheblichen Preis-Differenzen beim Strom. Mit der Ausschreibung sollen Ladesäulen nun vom Bund geplant und zielgerichtet aufgebaut werden. Wer die geringsten Zuschüsse verlangt, erhält den Zuschlag. Allerdings dürften diese erheblich über den bisherigen liegen.

Zu den offenen Fragen gehört auch, ob Bau oder Betrieb oder beides gefördert werden kann. Die Ladesäulen sollen jeweils mehrere Ladepunkte haben, so dass es um mehrere Tausend Lademöglichkeiten geht. Die Autos sollen an diesen Säulen in wenigen Minuten geladen werden, um schnell längere Distanzen elektrisch überbrücken zu können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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