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Flugauto darf in Europa abheben

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Verwandlung in drei Minuten: Dieses GefÀhrt ist Sportwagen und Flugzeug zugleich. (Quelle: Glomex)
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Starterlaubnis fĂŒr Europas erstes Flugauto: Das Aircar des Unternehmens Klein Vision ist offiziell lufttauglich. Auf dem Weg zur begehrten Lizenz ging es aber nicht immer nur aufwĂ€rts.

Seit vielen Jahren kĂŒndigen Berichte das fliegende Auto an. Und ebenfalls seit vielen Jahren wurde daraus nichts. Wie viele Autofahrer sich die Starterlaubnis ĂŒberhaupt herbeisehnen – unklar. Nun aber wurde eine wichtige Lizenz vergeben: Der slowakische Hersteller Klein Vision erhielt nach eigenen Angaben von der dortigen Flugaufsicht das LufttĂŒchtigkeitszeugnis. Demnach ist sein Flugauto in Europa fĂŒr den Luftverkehr freigegeben.

Laut einer reprÀsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2020 lehnt die Mehrheit der Deutschen den Einsatz von Flugtaxis grundsÀtzlich ab. Lediglich bei einem medizinischen Notfall könnte sich eine Mehrheit vorstellen, dass Flugtaxis Erkrankte transportieren.

Vorausgegangen seien 70 Stunden Tests gemĂ€ĂŸ der Standards der EuropĂ€ischen Agentur fĂŒr Flugsicherheit (EASA). Dabei seien mehr als 200 Starts und Landungen absolviert worden.

Abgehoben: Die Firma Klein Vision aus der Slowakei will Autos das Fliegen beibringen.
Abgehoben: Die Firma Klein Vision aus der Slowakei will Autos das Fliegen beibringen. (Quelle: Hersteller-bilder)

"Die Zertifizierung öffnet die TĂŒr fĂŒr die Massenproduktion", sagt Aircar-Erfinder, Entwicklungsleiter und Testpilot Stefan Klein. Zumindest er steckt offenbar voller Überzeugung von fliegenden Autos.

Denn auf dem Weg zur Lizenz ging es nicht immer nur nach oben: Ein frĂŒheres Flugauto von ihm (damals noch mit dem Namen "Aeromobil") stĂŒrzte im Jahr 2015 bei einem Test in der Slowakei ab. Klein konnte sich mit einem Fallschirmsprung aus einer Höhe von 300 Metern retten.

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Platz fĂŒr Zwei und HandgepĂ€ck

Inzwischen hat sich aber nicht nur der Name geĂ€ndert, sondern auch das Auto. Die aktuelle Aircar-Version – es ist die vierte – wird von einem 160 PS starken BMW-Motor angetrieben. Sie hat eine Reichweite von 1.000 Kilometern und erreicht im Flug ein Reisetempo von 190 km/h. Innerhalb von weniger als drei Minuten soll das Fahrzeug vom Auto zum Flugzeug werden.

Wie sich das Auto verwandelt und wie es sich als Flugzeug macht, sehen Sie hier oder oben im Video.

Es bietet Platz fĂŒr Zwei und eine Zuladung von 200 kg. Demnach reist man am besten nur mit HandgepĂ€ck. Darin sollte sich aber ein gĂŒltiger Pilotenschein befinden. Andernfalls nĂ€mlich muss das Aircar am Boden bleiben.

Übrigens: Dass Sie auf der Autobahn von einem Flieger ĂŒberholt werden, wird in naher Zukunft nicht geschehen. Und auch nicht in ferner. Eher werden Flugautos auf festgelegten Routen zum Einsatz kommen, beispielsweise entlang von Pendler-Strecken mit Dauer-Stau – etwa als Taxi fĂŒr FahrgĂ€ste, denen es viel Geld wert ist, ein paar Minuten frĂŒher anzukommen.

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Von Christopher Clausen
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