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Die wichtigsten Verkehrsregeln für Fahrradfahrer

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Licht, Promille, Einbahnstraße  

Die wichtigsten Bußgelder für Fahrradfahrer

16.04.2018, 14:42 Uhr | Hanne Lübbehüsen, SP-X, AM, dpa-tmn

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Fahrradfahrer. Fahrrad fahren in der Einbahnstraße: Hier gelten bestimmte Regeln, auf die mit Schildern aufmerksam gemacht wird. Bei Verstoß droht ein Verwarnungsgeld. (Quelle: imago)

Fahrrad fahren in der Einbahnstraße: Hier gelten bestimmte Regeln, auf die mit Schildern aufmerksam gemacht wird. Bei Verstoß droht ein Verwarnungsgeld. (Quelle: imago)

Wann muss man den Radweg benutzen, wann darf man nebeneinander fahren und was passiert, wenn man sich nicht an die Regeln hält? Eine kurze Auffrischung der Verkehrsregeln für Radfahrer.

Sie brauchen zwar keinen Führerschein, aber auch Fahrradfahrer müssen sich an Verkehrsregeln halten. Der Auto- und Reiseclub Deutschland klärt über die wichtigsten Regeln auf.

Auch Radler können Bußgeld und Punkte bekommen

Halten sich Radfahrer nicht an das Verkehrsrecht, kann das nicht nur gefährlich sein, es drohen auch Bußgeld oder Punkte.

Folgende Bußgelder drohen Radfahrern bei Fehlverhalten:

TatbestandBußgeld
Fahrrad ohne Licht bzw. defektes Licht20 Euro
Beschilderten Radweg nicht benutztab 20 Euro
Beschilderten Radweg in falscher Richtung befahrenab 20 Euro
Rechtsfahrverbot missachtetab 15 Euro
Unerlaubtes Fahrradfahren auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzoneab 15 Euro
Nebeneinander Rad fahren und dadurch andere behindernab 20 Euro
Freihändig fahren 5 Euro
Falsch in die Einbahnstraße einfahrenab 20 Euro
Abbiegen ohne Handzeichen10 bis 35 Euro
Fehlende Klingel / defekte Bremse

20 bis 35 Euro

Fahrradfahrer, die mit 1,6 Pormille oder mehr erwischt werden, müssen laut Bußgeldkatalog mit 3 Punkten in Flensburg, einer Geldstrafe sowie der Androhung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) rechnen. Ab 0,3 oder mehr Promille kann es zu einer Strafanzeige kommen.

Auf der Straße fahren 

Einfach auf der Straße zu fahren, ist nicht immer erlaubt: Radwege und Radfahrstreifen, die mit einem durchgezogenen Breitstrich und den runden blauen Schildern mit einem stilisierten Fahrrad gekennzeichnet sind, benutzt werden. Es sei denn, der Weg ist objektiv nicht befahrbar – das gilt, wenn er beispielsweise von geparkten Autos oder mit Müllcontainern zugestellt ist.

Schild "Radfahrer frei" hat seine Tücken

Immer häufiger fällt diese Benutzungspflicht weg: In einigen Städten wurden etwa in vielen Fällen die blauen Schilder abmontiert und teilweise gegen das Zusatzschild "Radfahrer frei" auf einem beschilderten Gehweg ausgetauscht. Wer dort fährt, muss sich an die Geschwindigkeit von Fußgängern anpassen, die außerdem Vorrang haben.

Auf Fußgänger achten

So ist das auch bei gemeinsamen Geh- und Radwegen geregelt. Schutzstreifen mit unterbrochener Leitlinie sind ebenfalls keine Radwege, Radfahrer müssen sie wegen des Rechtsfahrgebots dennoch nutzen.

Wann Kinder auf dem Gehweg fahren dürfen

Andere Regeln gelten für Rad fahrende Kinder: Bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen sie Gehwege benutzen, danach dürfen sie es bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr.

Nicht in die falsche Richtung fahren

Radwege entgegengesetzt zu befahren ist nur erlaubt, wenn sie mit dem Zusatzzeichen "Radverkehr frei" oder einem Radweg-Zeichen für beide Richtungen freigegeben sind. Sonst können 10 bis 15 Euro Verwarnungsgeld fällig werden. Dieser Betrag gilt übrigens auch fürs verbotene Radeln auf Gehwegen. In manchen Einbahnstraßen ist Radverkehr in der Gegenrichtung zugelassen, wenn ein Zusatzschild dies anzeigt.

Fahrradstraße sind neu

Eine Besonderheit im Straßenverkehr stellt die Fahrradstraße dar, auf der Fahrradfahrer nebeneinander fahren dürfen. Per Zusatzzeichen kann sie auch für andere Fahrzeuge freigegeben werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.

Relativ neu ist das Zeichen "durchlässige Sackgasse". Es besagt, dass ein Geh- oder Radweg weiterführt, wenn es für Autofahrer nicht mehr weitergeht.

Das E-Bike muss auf die Straße

Bei den so genannten E-Bikes wird zwischen Pedelecs (25 km/h schnell) und S-Pedelecs (45 km/h schnell) unterschieden. Bei Pedelecs, für die weder Führerschein noch Versicherungskennzeichen vorgeschrieben sind, gelten die gleichen Verkehrsregeln wie bei herkömmlichen Fahrrädern. S-Pedelecs zählen im Straßenverkehrsrecht dagegen zu Kraftfahrzeugen und haben auf Radwegen in der Stadt nichts verloren.

Wann ein Radfahrer für einen Unfall haftet

Kommt es zwischen Fahrrad- und Autofahrer zu einem Unfall, haftet in der Regel immer auch der Autofahrer mit. Das gilt selbst dann, wenn der Radler verkehrswidrig fuhr. Das liegt an der sogenannten Betriebsgefahr des Autos, das grundsätzlich gefährlicher als ein Fahrrad ist. Liegt aber ein erhebliches Verschulden des Radlers vor, kann auch diese Mithaftung aus der Betriebsgefahr entfallen. 

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