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Blitzmarathon 2019: In zehn Bundesländern kontrolliert die Polizei

Temposünder aufgepasst  

Blitzermarathon: In diesen Bundesländern müssen Autofahrer aufpassen

03.04.2019, 20:00 Uhr | sm, t-online.de

Blitzer – überflüssig oder gerechtfertigt? (Quelle: imago/Manngold/Getty Images)
Blitzer – überflüssig oder gerechtfertigt?

Millionen Autofahrer kennen den Moment, in dem der Tritt auf die Bremse nichts mehr bringt das teures Foto längst im Kasten ist. t-online.de erklärt, wo es besonders teuer werden kann und welche Rechte Ihnen zustehen.

Achtung, Blitzer: t-online.de erklärt, wo es besonders teuer werden kann und welche Rechte Ihnen zustehen. (Quelle: t-online.de)


Heute sollten Autofahrer besonders vorsichtig unterwegs sein. Die Polizei geht erneut mit verschärften Tempokontrollen gegen Raser vor. Wir sagen, welche Bundesländer beim Geschwindigkeitsmessen dabei sind.

Mit einem Blitzmarathon nimmt die Polizei heute Raser ins Visier. Nach Angaben des europaweiten Polizei-Netzwerks TISPOL startete der 24-Stunden-Marathon gegen Raser um 0.00 Uhr in der Nacht auf Mittwoch in 26 Ländern Europas. 

Zehn Bundesländer beteiligen sich an der Aktion und blitzen auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen aber auch malerischen Alleen oder auf Autobahnen. Auf die Einhaltung der Geschwindigkeit sollte auch im Bereich von Baustellen sowie Schulen und Kindergärten geachtet werden.

Folgende Bundesländer beteiligen sich am Blitzermarathon:

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Rheinland-Pfalz
  • Thüringen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt

Die Temposünder dürfen sich zugleich auf ein Gespräch mit den Polizeibeamten freuen. Um dem Vorwurf der Abzocke entgegenzuwirken, werden die Fahrer vor Ort über die Folgen von Geschwindigkeitsverstößen aufgeklärt. Denn: Erhöhte Geschwindigkeit ist oft die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten.

In Bayern werden etwa 2.000 Messstellen eingerichtet. Besonders viele Blitzer wird es auf den Landstraßen geben. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte, überhöhte Geschwindigkeit sei oft lebensgefährlich. Alle Messstellen sind auf der Webseite des Innenministeriums verzeichnet. Ziel des Blitzmarathons sei nicht, so viele Raser wie möglich zu stoppen, sondern auf die Gefahren von zu schnellem Fahren aufmerksam zu machen, sagte Herrmann.

Einen örtlichen Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz gibt es nach Angaben des von TISPOL nicht. In und um Mainz sollen insgesamt neun Blitzer aufgestellt werden. Das Polizeipräsidium Westpfalz beteiligt sich demnach mit drei Kontrollen.

In Hessen nehmen rund 700 Polizeibeamte und kommunale Mitarbeiter Temposünder in den Blick, Beamten haben rund 260 Blitzer aufgestellt – vor allem auch an besonders unfallträchtigen Orten. Im Internet auf der Seite der Polizei Hessen sind die Messstellen der Aktion aufgelistet. 


Traurige Bilanz im vergangenen Jahr

Bereits vor einem Jahr startete die Polizei eine 24-Stunden-Blitzer-Aktion und zog Tausende Raser aus dem Verkehr. Die Bilanz war beängstigend. Hier die Tiefpunkte:

  • Hessen: 170 km/h in der 70er-Zone.
  • Brandenburg: 157 km/h in einer Autobahn-Baustelle. Erlaubt waren 60 km/h.
  • Hamburg: 124 km/h auf einem Autobahnzubringer. Hier waren nur 40 km/h erlaubt.

Allein im kleinen Saarland erwischte die Polizei weit mehr als 2.000 Raser, in Brandenburg waren es sogar 7.000 Autofahrer.


Anstieg der Verkehrstoten in Deutschland

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt im Februar 2019 in Wiesbaden mitteilte, starben 2018 bundesweit 3.265 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. Dies waren 85 Todesopfer oder 2,7 Prozent mehr als im Jahr 2017. Die Deutsche Verkehrswacht forderte mehr Schutz für Radfahrer und Fußgänger.

Damit stieg die Zahl der Verkehrstoten laut dem Bundesamt nach zwei Jahren des Rückgangs wieder an. Dennoch war es der drittniedrigste Stand seit 1950. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr nahm 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf 394.600 Menschen zu.

Höhere Strafen für Raser, Drängler und Poser

Übrigens: Autofahrer, die gerne rasen und drängeln, müssen sich auf eine weitere Erhöhung der Bußgelder gefasst machen. Die Verkehrsminister der Länder wollen bei ihrer am Donnerstag beginnenden Konferenz einen entsprechenden Beschluss fassen. Dabei geht es auch um sogenannte Auto-Poser.


Bereits im Oktober 2018 hatten die Minister den Bund zu einem Maßnahmenkatalog für eine Reform des Bußgeldkatalogs aufgefordert. Seitdem sei aber nichts passiert, so dass nun eine Arbeitsgruppe dazu beitragen solle, "schnellstmöglich zu handeln", hieß es von Insidern. Ziel sei weiter, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren.

Verwendete Quellen:

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