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Bonus-Malus-Regelung bei Neufahrzeugen: CSU und ADAC dagegen

CSU-Fraktionsvize kritisiert  

Preisaufschlag für Spritfresser: "Das bringt uns doch nicht ernsthaft weiter"

02.02.2020, 12:32 Uhr | Andreas Hoenig, dpa

Bonus-Malus-Regelung bei Neufahrzeugen: CSU und ADAC dagegen . CO2-Debatte: Greenpeace-Aktivisten protestierten im letzten Jahr vor der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) mit einem Monstertruck gegen SUVs. (Quelle: imago images/CoverSpot)

CO2-Debatte: Greenpeace-Aktivisten protestierten im letzten Jahr vor der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) mit einem Monstertruck gegen SUVs. (Quelle: CoverSpot/imago images)

Umweltministerin Schulze ist dafür, den Kauf schwerer Autos teurer zu machen. Kritik von der CSU gibt es prompt. Auch der ADAC warnt davor, den Bogen zu überspannen.

Die CSU und der ADAC haben sich ablehnend gegenüber einer Bonus-Malus-Regelung bei Neufahrzeugen geäußert, die den Kauf schwerer Autos mit hohem Spritverbrauch teurer machen würde.

Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) sagte: "Dieses pauschale Urteil – 'große Autos sind böse, kleine Autos, aber bitte nur solche mit Elektromotor, sind gut' – bringt uns doch nicht ernsthaft weiter. Entscheidend ist, dass wir im gesamten Verkehrssektor Emissionen einsparen – mit den Fahrzeugen, die die Menschen auch kaufen, weil sie sie fahren wollen."

ADAC warnt: Bogen nicht überspannen

Der ADAC-Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, sagte: "Mit einem Bonus-Malus-System verbinden viele eine sehr starke Spreizung der Kfz-Steuer und hohe Belastungen für größere Fahrzeuge, wie sie auch Familien benötigen. Ich warne davor, angesichts der absehbaren CO2-Bepreisung den Bogen zu überspannen." Dies schließe eine CO2 orientierte Weiterentwicklung der Kfz-Steuer für Neufahrzeuge in gewissen Grenzen aber nicht aus.

Svenja Schulze: "Sehr, sehr gute Idee"

Umweltministerin Svenja Schulze will für mehr Klimaschutz den Kauf schwerer Autos mit hohem Spritverbrauch teurer machen. Elektrofahrzeuge dagegen sollen günstiger werden. Die SPD-Politikerin sagte, sie finde ein solches "Bonus-Malus-System" eine "sehr, sehr gute Idee". Dies sei auch Beschlusslage der SPD.

Nüßlein verwies auf die Förderung der Elektromobilität, die bereits auf den Weg gebracht worden sei. Zudem müssten herkömmliche Kraftstoffe durch synthetische ersetzt werden, die kaum mehr CO2 ausstoßen. "Aber da tritt Frau Schulze bisher beharrlich auf die Bremse."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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