HomeAutoRecht & Verkehr

Anschnallpflicht in Deutschland: Wann gilt sie? Was sind die Ausnahmen?


Der größte Irrtum um die Anschnallpflicht

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 08.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Anschnallen vor dem Starten: Nur in wenigen Situationen gilt diese Pflicht nicht.
Anschnallen vor dem Starten: Nur in wenigen Situationen gilt diese Pflicht nicht. (Quelle: Panthermedia/Hersteller-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextNord Stream: Probleme an beiden PipelinesSymbolbild für einen TextKubicki beschimpft Erdoğan: "Kanalratte"Symbolbild für einen TextPalast enthüllt Charles' MonogrammSymbolbild für einen TextWende in DFB-Gruppe: Erster verliertSymbolbild für ein VideoDiese Regionen erwartet arktische LuftSymbolbild für einen TextMessners Ehefrau kämpfte mit VorurteilenSymbolbild für einen TextUmfrage: Union verliert, AfD legt zuSymbolbild für einen TextSamenspender: Stellen Sie Ihre FragenSymbolbild für einen TextARD-Krimiserie wird verlängertSymbolbild für einen TextPorsche-Aktien sehr beliebtSymbolbild für einen TextPolizei stoppt Fluggast in LebensgefahrSymbolbild für einen Watson TeaserPhilipp Lahm geht auf Bayern-Star losSymbolbild für einen TextQuiz – Macht Milch die Knochen stark?

Seit fast 50 Jahren gilt die Gurtpflicht. Und bei Verstößen gibt es ein Bußgeld. Aber wer muss es eigentlich bezahlen? Und in welchen Ausnahmen gilt die Pflicht zum Anschnallen nicht?

Das Wichtigste im Überblick


  • Anschnallpflicht: Diese Ausnahmen gelten
  • Gurtpflicht: Wer muss Bußgeld bezahlen?
  • Wie hoch ist das Bußgeld?

Allen Airbags und Assistenten zum Trotz: Der Gurt ist im Auto der wichtigste Lebensretter. Und zwar schon seit mehr als 60 Jahren. Wobei bis zu dieser Einsicht viel Zeit verging: Obwohl der Sicherheitsgurt schon 1959 erfunden wurde, dauerte es noch 15 Jahre, bis er im Jahr 1974 in der BRD zur Pflicht in allen Neuwagen wurde. Zwei Jahre später folgte die Anschnallpflicht – allerdings ohne Konsequenzen bei Verstößen. Erst seit 1984 ist dafür ein Bußgeld fällig. Allerdings wissen viele Autofahrer nicht: Es gibt auch Situtionen, in denen die Anschnallpflicht nicht besteht.


Sie wurden geblitzt? Das passiert jetzt

Verkehrsrecht
Verkehrsrecht
+4

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Charlène von Monaco: Die Fürstin nahm einen Termin ohne ihren Mann wahr.
Fürstin Charlène zeigt sich in transparenter Bluse
Proteste in Russland: Auch in St. Petersburg wächst in der Bevölkerung der Unmut gegenüber dem Kreml.
Symbolbild für ein Video
"Jetzt machen die Russen ihrem Ärger Luft"

Anschnallpflicht: Diese Ausnahmen gelten

"Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen während der Fahrt angelegt sein", heißt es in Paragraph 21 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Dort sind aber auch Ausnahmen von dieser Vorschrift aufgeführt. Sie gelten für:

  • Paketboten, die ständig anhalten und ihr Auto verlassen müssen
  • Fahrten mit Schrittgeschwindigkeit (7 km/h), etwa beim Rangieren oder auf dem Parkplatz
  • Begleiter von besonders betreuungsbedürftigen Gruppen, wenn sie für ihre Arbeit den Sitzplatz verlassen müssen
  • Sitzende im Linienbus, in dem es auch Stehplätze gibt
  • Fahrer der Linienbusse

Im Reisebus hingegen gilt seit 1999 die Anschnallpflicht. Allerdings dürfen die Fahrgäste natürlich kurzzeitig ihren Sitzplatz verlassen und sich dazu abgurten.

Übrigens: Früher mussten sich auch Taxifahrer nicht anschnallen, um bei einem Überfall schneller flüchten zu können. Als sich aber zeigte, dass die Gefahr eines Verkehrsunfalls größer ist als die eines Überfalls, kam auch für Taxifahrer die Pflicht zum Anschnallen.

Gurtpflicht: Wer muss Bußgeld bezahlen?

Wer ohne Gurt am Steuer sitzt, muss ein Bußgeld bezahlen – so viel ist klar. Aber was gilt, wenn sich beispielsweise der Beifahrer nicht angeschnallt hat?

Häufig heißt es: Der Fahrer ist dafür verantwortlich, dass alle Passagiere angeschnallt sind. Das stimmt aber nicht. Jeder Erwachsene ist dafür selbst verantwortlich und muss dementsprechend auch selbst das Bußgeld bezahlen. Anders sieht es aus, wenn Kinder im Auto mitfahren. Dann muss der Fahrer dafür sorgen, dass sie der Vorschrift entsprechend gesichert sind – sonst zahlt er die Buße. Das bedeutet: Bis zum Alter von zwölf Jahren oder bis zu einer Größe von 1,50 Metern gehören sie in einen Kindersitz. Erst danach genügt der normale Gurt.

Wie hoch ist das Bußgeld?

Ohne Gurt zu fahren oder mitzufahren, kostet ein Bußgeld von 30 Euro. Das gilt auch, wenn Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert sind. Im Falle mehrerer Kinder steigt die Buße auf 35 Euro. Falls das Kind völlig ungesichert ist, liegt die Buße bei 60 Euro und einem Punkt in Flensburg (mehrere Kinder: 70 Euro und ein Punkt).

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SP-X
  • Straßenverkehrsordnung
  • Eigene Recherche
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk
Auto-Themen
AutogasAutotestsBenzinpreisvergleichDieselFührerschein-UmtauschKontrollleuchtenMotorradReifenWinterreifenpflicht

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website