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Corona-Effekt: Zahl der Verkehrsunfälle von Kindern erreicht 2020 Tiefstand

Corona-Effekt  

Zahl der Verkehrsunfälle von Kindern erreicht Tiefstand

20.09.2021, 09:47 Uhr | AFP, dpa

Corona-Effekt: Zahl der Verkehrsunfälle von Kindern erreicht 2020 Tiefstand. Verkehr: 21 Prozent der Kinder, die 2020 im Straßenverkehr verunglückten, waren laut Statistik zu Fuß unterwegs. (Symbolbild) (Quelle: Getty Images/KatarzynaBialasiewicz)

Verkehr: 21 Prozent der Kinder, die 2020 im Straßenverkehr verunglückten, waren laut Statistik zu Fuß unterwegs. (Symbolbild) (Quelle: KatarzynaBialasiewicz/Getty Images)

Geschlossene Schulen und Freizeiteinrichtungen: Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr einen positiven Effekt auf die Zahl der Verkehrsunfälle gehabt. Weniger Kinder wurden verletzt oder getötet.

Im Jahr 2020 sind in Deutschland so wenige Kinder im Verkehr verunglückt wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Das coronabedingt geringe Verkehrsaufkommen habe sich besonders stark auf die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern ausgewirkt, erklärt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Demnach kamen im vergangenen Jahr 22.500 Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden. Zwar wurde durchschnittlich alle 23 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet. Doch die Zahl der verunglückten Kinder unter 15 Jahren lag fast 20 Prozent niedriger als im Jahr 2019.

Damit sei die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren auch stärker gesunken als die der Unfallopfer insgesamt, die um 15 Prozent zurückgegangen war. Auch die Zahl der getöteten Kinder ging zurück: von 55 im Jahr 2019 sank sie auf 48 im vergangenen Jahr. 

Corona-Pandemie könnte Entwicklung bestimmt haben

Diese Entwicklung wird auf die zeitweiligen Schließung der Schulen sowie vieler Freizeiteinrichtungen zurückgeführt. So verunglückten während des ersten Lockdowns ab Mitte März 2020 weniger Kinder als in den Vorjahresmonaten auf den Straßen. Von Mai bis Juli stieg die Zahl zwar wieder, sie lag aber nach Angaben der Behörde noch deutlich unter dem Niveau der Vorjahresmonate.

"Wir wissen, dass die Sechs- bis 14-Jährigen in der Zeit von sieben bis acht Uhr sowie zwischen 13 und 14 Uhr besonders häufig im Vergleich zu anderen Uhrzeiten im Straßenverkehr verunglücken", erklärt Stefanie Rink, Expertin für Verkehrsunfallstatistik. "Also zu den Zeiten, in denen sie normalerweise auf dem Weg zur Schule oder zurück sind."

41 Prozent der Kinder, die 2020 im Straßenverkehr verunglückten, waren laut Statistik mit dem Fahrrad unterwegs. Knapp 33 Prozent saßen demnach in einem Auto und 21 Prozent gingen zu Fuß, als der Unfall passierte. Insgesamt hätten Kinder im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil ein geringeres Unfallrisiko als andere Altersgruppen, hieß es weiter.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

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