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Umfrage zur MobilitÀt: Wonach treffen Menschen ihre Wahl?

Von dpa
Aktualisiert am 16.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Umfrage zeigt: Bei der eigenen MobilitÀt ist vielen Menschen in Deutschland FlexibilitÀt und UnabhÀngigkeit wichtiger als Umweltfreundlichkeit.
Umfrage zeigt: Bei der eigenen MobilitĂ€t ist vielen Menschen in Deutschland FlexibilitĂ€t und UnabhĂ€ngigkeit wichtiger als Umweltfreundlichkeit. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa)
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Lieber flexibel als umweltfreundlich? Mit Blick auf das eigene Verhalten machen Verbraucher widersprĂŒchliche Aussagen. Sicher ist: Der ÖPNV muss sich anstrengen, um wieder attraktiv zu werden.

Bei der eigenen MobilitĂ€t ist vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern FlexibilitĂ€t und UnabhĂ€ngigkeit wichtiger als die Umweltfreundlichkeit. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der TĂŒv-Verband vorgestellt hat. Danach befragt, was ihnen bei der eigenen MobilitĂ€t besonders wichtig ist, gaben rund 56 Prozent der Menschen an, dass sie möglichst unabhĂ€ngig und flexibel unterwegs sein wollen.

Außerdem war fĂŒr sie entscheidend, dass sie schnell ans Ziel kommen (43 Prozent), verlĂ€sslich und planbar unterwegs sind (38 Prozent) und dass es wenig kostet (26 Prozent). Nur 19 Prozent der Befragten gab an, dass ihnen auch die Umweltfreundlichkeit wichtig sei. Keine andere Option erhielt demnach so wenige Stimmen.

Allerdings Ă€ußerten sich die Teilnehmenden in anderen Fragen zu diesem Aspekt widersprĂŒchlich. Direkt danach befragt, welche Rolle der Umwelt- und Klimaschutz bei ihrer Verkehrsmittelwahl oder bei neuen Anschaffungen spiele, gab mehr als die HĂ€lfte der Befragten an, dass diese "eher groß" oder sogar "sehr groß" sei.

Individueller Verkehr gewinnt

Trotzdem bleibt das eigene Auto das Verkehrsmittel Nummer eins. Rund 72 Prozent sagten, das Auto an einem gewöhnlichen Werktag zu nutzen. Vor der Corona-Krise lag dieser Anteil bei einer weiteren TĂŒv-Umfrage noch bei 65 Prozent. Der Anteil derjenigen, die im Alltag auch in Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) steigen, ging im selben Zeitraum von 32 auf 25 Prozent zurĂŒck.

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"Der individuelle Verkehr per Auto, Fahrrad oder MotorrĂ€dern gewinnt", sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des TĂŒv-Verbands, Joachim BĂŒhler. "Dagegen haben viele Menschen wĂ€hrend der Pandemie Busse und Bahnen aus Sorge vor Ansteckung vermieden." Das heiße aber nicht, dass die Befragten sich keinen attraktiveren ÖPNV wĂŒnschten.

E-Autos sind nicht sehr gefragt

Mit Blick auf Elektroautos bleiben die Verbraucherinnen und Verbraucher skeptisch. Nur rund jeder vierte Befragte denke ĂŒber eine Anschaffung nach oder halte diese sogar fĂŒr "sehr wahrscheinlich", heißt es in der Umfrage. FĂŒr alle anderen kommt ein E-Auto derzeit nicht infrage.

GrĂŒnde dafĂŒr bleiben nach wie vor die aus Sicht der Befragten zu geringe Reichweite sowie hohe Anschaffungskosten. Auch die Ladeinfrastruktur halten rund 44 Prozent fĂŒr nicht ausreichend.

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