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Was taugt ein Porsche als Gebrauchter?

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 09.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Porsche 911: Die Variante mit der Werksbezeichnung 991 ist der VorgÀnger des aktuellen Modells.
Porsche 911: Die Variante mit der Werksbezeichnung 991 ist der VorgÀnger des aktuellen Modells. (Quelle: /Hersteller-bilder)
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Porsche-Fans pflegen ihre Autos mehr als andere Autofahrer. Und die Preise der Gebrauchten sinken – zwar langsam, aber stetig. Ist ein 911er aus zweiter Hand also ein guter Kauf?

Er ist der Inbegriff des Sportwagens: Seit fast 60 Jahren und in nunmehr achter Generation verkauft Porsche seinen Traum an alle, die sich einen 911er leisten können und wollen. Andere mĂŒssen vom "Elfer" weiter trĂ€umen. Oder sich nach einem Gebrauchten umsehen, etwa nach der siebten Generation (Typ 991, von 2011 bis 2019 gebaut). Worauf Sie dabei achten sollten.

Karosserie und Innenraum

Manche Kritiker meinen, ein 911er sehe aus wie der andere – völlig gleich, um welche Generation es sich handele. In gewissem Sinne haben sie damit auch Recht: Abmessungen und Details der Gestaltung haben sich immer wieder geĂ€ndert, die Technik sowieso, aber die Grundform blieb immer erhalten. Und das ist wiederum gleichzeitig eine der großen StĂ€rken dieser Sportwagen-Legende: Einen 911er erkennt man auf den ersten Blick. Darin liegt ein Teil seines jahrzehntelangen Erfolgs.

Auch die Generation 991 ist in verschiedenen Karosserievarianten gebaut worden, darunter der Targa, das Cabrio und die Version mit festem Dach.

Cockpit: Der Innenraum vereint Sportlichkeit und Luxus.
Cockpit: Der Innenraum vereint Sportlichkeit und Luxus. (Quelle: /Hersteller-bilder)
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Traditionspflege ebenfalls im Innenraum: ZĂŒndschloss links vom Lenkrad, fĂŒnf Rundinstrumente dahinter, in der Mitte der Drehzahlmesser – wer einmal in einem 911er saß, wird sich auch in jedem anderen schnell zurecht finden. Ein Modell mit Basisausstattung ist eher die Ausnahme, eine lange Liste an Komfort-Extras hingegen keine Seltenheit. Weniger komfortabel ist natĂŒrlich das Platzangebot. Die RĂŒckbank will man höchstens kleinen Kindern zumuten, ohnehin dient sie meist eher als ErgĂ€nzung des Kofferraums, der nĂ€mlich nur 125 Liter fasst.

Bei einem Facelift im Jahr 2015 wurden unter anderem Scheinwerfer, RĂŒckleuchten und SchĂŒrzen ĂŒberarbeitet. Nichts Weltbewegendes also. Wer auf diese Änderungen verzichten kann, wĂ€hlt einen Jahrgang bis 2015 und spart dadurch etliche Euro.

Motoren und Antrieb

Bis zu 13 Varianten und verschiedene Motoren mit eigenem Charakter vom Alltagsauto bis zum Rennwagen werden einige Zeit erfordern, um den passenden 911er zu finden. Die Auswahl vom Alltagsauto ĂŒber Extremsportler wie den 911 GT2 RS mit 700 PS bis hin zu limitierten Sondermodellen, die gebraucht noch teurer sind als neu.

Bei der Suche nach einem Gebrauchten werden Ihnen das Basis-Modell 911 Carrera und seine Derivate am hĂ€ufigsten begegnen. Sie sind der geeignetste und vernĂŒnftigste Einstieg in die Elfer-Welt.

Ausstattung und Sicherheit

Viele Porsche-Fans veredeln ihren 911er mit einer Reihe mehr oder weniger nötiger Annehmlichkeiten. LED-Scheinwerfer etwa sind ein sinnvolles Extra, teure Keramikbremsen ein verzichtbares. Schauen Sie mit der nötigen Geduld nach einem Modell, das Ihren Vorstellungen entspricht. Denn schon die Basisausstattung lĂ€sst kaum WĂŒnsche offen. Und manches Extra macht nicht nur den Neuwagen schier unbezahlbar. Sondern auch den Gebrauchten.

In puncto Sicherheit ist der 911 stets auf der Höhe seiner Zeit. Allerdings: Daten zum Crash-Verhalten gibt es nicht. Die zustÀndige Sicherheitsorganisation Euro NCAP hat den teuren und raren 991 nie gegen die Wand gefahren.

Große Vielfalt: Neben der Version mit festem Dach gibt es das Cabrio und den Targa (vorne), von unzĂ€hligen Motorisierungen ganz abgesehen.
Große Vielfalt: Neben der Version mit festem Dach gibt es das Cabrio und den Targa (vorne), von unzĂ€hligen Motorisierungen ganz abgesehen. (Quelle: /Hersteller-bilder)

QualitÀt

RĂŒstig bis ins hohe Alter: Die vielgerĂŒhmte LangzeitqualitĂ€t des Elfers ist ein weiterer Grund fĂŒr seine WertstabilitĂ€t. Die Daten der TĂŒv-PrĂŒfer bestĂ€tigen diesen Ruf. Selbst im Alter von sechs bis sieben Jahren kommt fast jeder 911 (93,8 Prozent) mangelfrei durch die Hauptuntersuchung – ein Traumwert.

Das liegt nicht allein an der hohen Porsche-QualitĂ€t, sondern auch daran, dass 911er-Fahrer ihre Autos gut in Schuss halten. Die meisten jedenfalls. Um nicht ans falsche Exemplar zu geraten, sollten Sie den Gebrauchten deshalb vor dem Kauf in einer Fachwerkstatt prĂŒfen lassen. Denn MĂ€ngel am 911er werden teuer.

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Auch gebraucht kein SchnÀppchen

Ein gebrauchter 911 sieht nicht alt aus, sondern zeitlos. Ein feiner Unterschied, der sich auch auf dem Preisschild widerspiegelt. Ab etwa 53.000 Euro fĂŒr den Carrera geht es los, der sportlichere Carrera S kostet ab 60.000 Euro. Hinzu kommen hohe Unterhaltskosten, an denen man nicht sparen sollte. Dann nĂ€mlich können Sie den weiteren Wertverlust gering halten. Und so mancher Elfer wird im Alter sogar immer kostbarer – nicht nur fĂŒr seinen Besitzer.

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