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Entwickler sendet Antikriegsbotschaften per Code nach Russland


Entwickler sendet Antikriegsbotschaften per Code nach Russland

Von t-online, sha

19.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Nach dem Einmarsch in die Ukraine ist für Russland kein Platz mehr auf der internationalen Fußballbühne.Vergrößern des BildesRussland-Fahne hinter Stacheldraht: Ein Entwickler hat Antikriegsbotschaften in das Land gesandt. (Quelle: -/Ukrinform/dpa./dpa)
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Der Entwickler einer beliebten Open-Source-Anwendung hat sein Programm so verändert, dass es Dateien von russischen Entwicklern löscht. Stattdessen erscheinen Friedensbotschaften.

Der Entwickler des Open-Source-Programms "node-ipc" soll seine Anwendung aus Protest gegen den Ukraine-Krieg so verändert haben, dass sie Friedensbotschaften nach Russland und Weißrussland sendet. Das berichtet unter anderem das britische IT-Magazin "The Register".

Millers Programm erkenne die IP-Adresse von Nutzern, heißt es. Mit der Adresse lässt sich herausfinden, wo sich ein Computer befindet. Sei der Rechner in Russland oder Weißrussland, überschreibe die Anwendung alle möglichen Dateien mit einem Herzsymbol.

Millionen Downloads wöchentlich

Miller ist als "RIAEvangelist" auf der Softwareplattform "Github" bekannt, die zu Microsoft gehört. Dort wird seine kostenlose Anwendung wöchentlich Millionen Mal heruntergeladen. "Github" warnte mittlerweile vor dem Programm, weil es eine kritische Sicherheitslücke enthalte.

In einer neueren Version von "node-ipc" sei ein Programm namens "Peacenotwar" enthalten. Das erstelle auf den Rechnern Dateien mit dem Namen "with-love-from-america.txt". Darin enthalten sein soll eine Botschaft des Entwicklers, in der es heißt: "Krieg ist keine Lösung, egal wie schlimm alles ist".

"Node-ipc" wird unter anderem vom "vue.js"-Framework verwendet. Das ist ein beliebtes Programm, mit dem sich Webseiten erstellen lassen und das von Entwicklern weltweit genutzt wird.

"Großer Schaden" für die Open-Source-Gemeinschaft

Millers Protestaktion gegen den Ukraine-Krieg kommt nicht überall gut an. "Die Aktion sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt", schreibt das IT-Magazin Golem.de. Weil Millers Programm Dateien unwiderruflich löscht, habe ein Github-Nutzer die Aktion des Entwicklers als "großen Schaden" für die Glaubwürdigkeit der gesamten Open-Source-Gemeinschaft bezeichnet.

Millers Schadsoftware hat auch schon einen eigenen Namen bekommen: Protestware – in Anlehnung an den englischen Begriff Malware. Damit werden Programm bezeichnet, die fremde Systeme ohne Wissen des Nutzers infiltrieren.

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