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Ausstieg aus ISS-Projekt: Russland stellt eigene Raumstation vor


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Russland stellt eigene Raumstation vor

Von dpa, reuters, sha

Aktualisiert am 16.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Russische Raumstation "ROSS": Die Station soll nur zweimal im Jahr besetzt werden.
Russische Raumstation "ROSS": Die Station soll nur zweimal im Jahr besetzt werden. (Quelle: REUTERS / Maxim Shemetov)
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Russland hat ein Modell einer eigenen Raumstation präsentiert. Diese könne nicht nur für friedliche Zwecke eingesetzt werden, stellt Moskau klar.

Russland hat ein Modell einer geplanten eigenen Raumstation vorgestellt und damit Spekulationen über einen baldigen Ausstieg Russlands aus der ISS genährt. Das bei einer Rüstungs- und Industriemesse in der Nähe von Moskau von der Raumfahrtbehörde Roskosmos vorgestellte Modell wird von russischen Staatsmedien als "ROSS" bezeichnet. Die Station soll nach aktueller Planung nicht ständig, sondern nur zweimal im Jahr für einen längeren Zeitraum bemannt werden.

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Roskosmos hatte zuvor erklärt, die Station werde den russischen Kosmonauten einen viel breiteren Blick auf die Erde zu Überwachungszwecken bieten, als sie derzeit auf der ISS hätten. Dmitri Rogosin, der als Hardliner geltende frühere Chef von Roskosmos, hatte angedeutet, die neue Raumstation könne bei Bedarf auch einen militärischen Zweck erfüllen.

Russland will die Zusammenarbeit mit der Nasa beenden

Die russische Weltraumagentur Roskosmos hatte vor wenigen Wochen erklärt, die Zusammenarbeit mit der Nasa gekündigt zu haben und sich nach 2024 aus der Internationalen Weltraumstation (ISS) zurückziehen zu wollen. Nach Angaben der Nasa soll die Kooperation jedoch bis mindestens 2028 weitergehen.

Bereits seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine war gerätselt worden, wie die Zusammenarbeit im Weltraum weitergehen würde. Traditionell haben die USA und Russland auch in Zeiten politischer Spannungen ihre Raumfahrtkooperation aufrechterhalten. Doch die Präsentation der von russischen Staatsmedien als "ROSS" bezeichneten russischen Raumstation deutet nun in eine andere Richtung.

Die ISS ist ein gemeinsames Projekt der USA, Kanadas, Japans, der Europäischen Weltraumbehörde (Esa) und Russlands. Sie ist in ein russisches und ein US-Segment unterteilt.

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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