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Bis zu 47 Sekunden Unterschied: Wo Fußball-Gucker EM-Tore zuerst sehen

Bis zu 47 Sekunden Unterschied  

Wo Fußball-Gucker das Tor zuerst sehen

11.06.2021, 18:33 Uhr | jnm, t-online

Bis zu 47 Sekunden Unterschied: Wo Fußball-Gucker EM-Tore zuerst sehen. TV-Zuschauer: Wer ein Spiel streamt, schaut Fußball mit bis zu 50 Sekunden Verspätung. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

TV-Zuschauer: Wer ein Spiel streamt, schaut Fußball mit bis zu 50 Sekunden Verspätung. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Wer jubelt während der EM als erstes? Das hängt auch bei diesem Wettbewerb davon ab, wie man das TV-Signal empfängt. Im schlimmsten Fall fällt das Tor 47 Sekunden später als bei den Nachbarn.

Wann bei der Fußball-EM das erste Tor fällt, hängt für die Zuschauer vor allem davon ab, auf welchem Weg sie das TV-Bild empfangen. Denn ob man die Spiele terrestrisch, per Satellit, über Kabel oder über einen der vielen Streaming-Dienste empfängt, macht teilweise einen deutlichen Unterschied.

Auch in diesem Jahr hat die c't-Redakteurin und TV-Technik-Expertin Ulrike Kuhlmann wieder nachgemessen – uns teilweise überraschende Unterschiede zur Fußball-WM vor drei Jahren gefunden, wie sie schreibt.

Fußballfans können die meisten der EM-Spiele in diesem Jahr kostenfrei auf ARD und ZDF verfolgen – deshalb verglich die TV-Expertin, wie schnell die jeweiligen Fernsehsignale der beiden Sender über die verschiedenen Übertragungswege empfangen wurden.

Wirklich alle Spiele gibt es in diesem Jahr nur bei MagentaTV, dem TV-Angebot der Telekom. Was das kostet und welche Vor- und Nachteile es bietet, erklären wir Ihnen hier.

MagentaTV zeigt die Spiele je auf zwei HD und zwei UHD-Kanälen. Wie schnell diese im Vergleich zur Übertragung von ARD und ZDF sind, ließ sich an dieser Stelle noch nicht nachmessen. Auf Nachfrage erklärte Telekom Sprecher Malte Reinhardt: "Bei der Latenz ist nach wie vor die gute alte Satellitentechnik überlegen". Wie groß der Unterschied ist und mit welcher Verzögerung Fußball-Fans bei MagentaTV zu rechnen haben, lasse sich jedoch nicht pauschal in Sekunden beziffern, da Faktoren wie die verwendete Hardware und Technik einen großen Einfluss haben.

Satellit ist noch immer am schnellsten

Eines bleibt allerdings wie gehabt: Wer Fußball per Satellit schaut, erhält das TV-Signal als erstes. Am schnellsten sei dabei das schlechter aufgelöste SD-TV-Signal. Es diente der c't deshalb als Referenzwert,  an dem sich die anderen Übertragungswege messen mussten. Wer das schärfere HD-Signal per Satellit empfängt warte allerdings nur wenige Millisekunden länger – also nicht wirklich wahrnehmbar.

Kaum später fallen die Tore über Stabantenne bei DVB-T2 HD, hier habe die Verzögerung nur 0,5 bzw. 1,5 Sekunden beim ARD- und ZDF-Empfang betragen. Kabelempfang ist hier schon deutlich langsamer: mindestens vier Sekunden muss hier gewartet werden – ob SD oder HD sei dabei egal.

Die große Überraschung im Vergleich zur zurückliegenden WM habe es allerdings bei den Messungen der Streaming-Angebote gegeben. Denn während die von der c't gemessenen Streaming-Apps MagentaTV, Waipu und Zattoo oft deutlich im zweistelligen Sekundenbereich zurücklagen, erwiesen sich die Streaming-Apps von ARD und ZDF teilweise als blitzschnell.

Überraschung bei Streaming-Apps und Abspielgeräten

Eine große Rolle spielten laut c't aber offenbar erneut die Abspielgeräte. Die c't hat alles für ARD- und ZDF-Signal durchgemessen – hier seien der Einfachheit nur die Ergebnisse für das ARD-Signal wiedergegeben.

Die Waipu-App etwa zeigte auf Amazons Fire TV Cube, dem Chromecast mit Google TV, einem Android-Smartphone, einem Smart-TV sowie einem Windows-PC stets ein um 26 bis 30 Sekunden verzögertes Signal. Einzig auf dem Apple TV 4K schrumpfte dieser Wert auf 14,5 Sekunden.

Die App vom Zattoo zeigte sich insgesamt schneller: Auf Fire TV Cube, Chromecast, Android-Smartphone, Smart-TV und unter Windows im Browser maß die c't lediglich 15 Sekunden Verzögerung. Ausgerechnet auf dem Apple TV betrug die Verzögerung 20 Sekunden.

Die größte Spannbreite bei den Messergebnissen fand die c't bei der MagentaTV-App. Denn während MagentaTV als IPTV-Inhalt über den Telekom-Media Receiver und Telekom-Internetanschluss mit acht Sekunden sehr flott ausgeliefert wurde, kam das Signal der App meist mit bis zu 47 Sekunden Verzögerung an. Hier war das Apple TV 4K erneut deutlich schneller: Die Verzögerung war hier mit 17 Sekunden nicht einmal halb so lang.

Am schnellsten zeigten sich durchweg die Apps von ARD und ZDF beim Streaming: Durch die Bank ergaben sich hier lediglich Verzögerungswerte von drei bis 6,5 Sekunden. Auf dem Apple TV 4K maß die c't sogar nur 2,5 Sekunden für die ZDF-App.

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