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Warntag – Katwarn, Nina und Co.: So funktionieren die Katastrophen-Apps

Katwarn, Nina und Co.  

So funktionieren die Katastrophen-Apps

09.09.2020, 13:32 Uhr | avr, str, t-online

Warntag – Katwarn, Nina und Co.: So funktionieren die Katastrophen-Apps. Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam: Am 10. September um 11.00 Uhr wird flächendeckend Alarm über Sirenen, Warnapps sowie Radio- und Fernsehsender gegeben. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)

Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam: Am 10. September um 11.00 Uhr wird flächendeckend Alarm über Sirenen, Warnapps sowie Radio- und Fernsehsender gegeben. (Quelle: Jens Kalaene/dpa)

Am Donnerstag um 11 Uhr schrillen bundesweit die Alarmglocken – aber nur zum Test. Beim ersten Warntag seit der Wiedervereinigung sollen auch Katastrophen-Apps wie Nina auf die Probe gestellt werden. Wir erklären, welche Anwendungen es gibt und was sie leisten. 

Smartphone-Anwendungen wie Katwarn und die Nina Warnapp können ihre Nutzer vor drohenden Katastrophen in ihrer Region warnen – egal, ob Unwetter, Chemieunfall oder Überschwemmung. Auch angesichts der aktuellen Verbreitung des neuartigen Coronavirus können diese Apps nützlich sein. 

Wer wissen will, wie diese Apps funktionieren, kann dies am Donnerstag um 11 Uhr beim ersten bundesweiten Probealarm live erleben. Der sogenannte Warntag soll sich nämlich auch in Form von Push-Meldungen auf den Smartphones bemerkbar machen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt dazu die eigene Warnapp Nina. Eine Beschreibung der App-Funktionen finden Sie unten im Text. 

Neben Nina gibt es noch weitere Apps, die vor verschiedenen Gefahrensituationen warnen und eine wichtige Ergänzung zu den Nachrichten in TV, Radio und Web bieten. Hier ist eine Übersicht über die drei wichtigsten Programme:

Nina

Nina steht für "Notfall-Informations- und Nachrichten-App". Die App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bezieht ihre Informationen aus dem Modularen Warnsystem. Darüber verteilt das BBK bundesweit Warnmeldungen. 

So sieht eine lokale Warnung vor einem Ausbruch des Coronavirus in der Nina-App aus. So sieht eine lokale Warnung vor einem Ausbruch des Coronavirus in der Nina-App aus.

Nutzer können in Nina ihre Stadt beziehungsweise Landkreis hinzufügen und erhalten aktuelle Meldungen von Bund und Ländern. Zudem bekommen Nutzer auch Tipps zum richtigen Verhalten bei Notfällen. Auch liefert die App ausführliche Informationen mit Notfalltipps zu verschiedenen Situation, die Nutzer im Vorfeld lesen können. Und über die Funktion "Notfallkontakte" können Nutzer ihren aktuellen Standort an ausgewählte Kontakte schicken.

Die App ist kostenlos im Google Play Store und App Store erhältlich.

Screenshot aus der Nina-App: Regionen, in denen Coronavirus-Ausbrüche aufgetreten sind, werden auf einer Karte hervorgehoben.  (Quelle: t-online)Screenshot aus der Nina-App: Regionen, in denen Coronavirus-Ausbrüche aufgetreten sind, werden auf einer Karte hervorgehoben. (Quelle: t-online)

Katwarn

Die Gratis-App Katwarn des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme warnt vor verschiedenen Gefahrensituationen wie Großbränden oder Unwettern. Die App bezieht ihre Informationen von öffentlichen Behörden wie der Polizei oder Feuerwehr. Bei einem Notfall vibriert das Smartphone und ein Warnton ertönt. Zudem gibt Katwarn Tipps zum Verhalten in der jeweiligen Situation.

Nutzer können in Katwarn bis zu sieben Standorte für Warnungen wählen. Alternativ informiert die "Schutzengel-Funktion" über Gefahren an der aktuellen Position des Smartphones. Dafür müssen Nutzer die GPS-Funktion ihres Smartphones aktivieren.

Wer kein Smartphone besitzt, kann sich per SMS oder E-Mail warnen lassen. Dafür schicken Nutzer eine SMS an die Katwarn-Servicenummer 0163 755 88 42. Eine Anleitung zum Vorgang hat Katwarn auf seiner Webseite veröffentlicht. Zusätzlich finden Nutzer auf der Seite sogenannte Themenabos für bestimmte Veranstaltungen. Dafür müssen sie einen QR-Code scannen. Katwarn informiert dann über Verhaltensweisen und mögliche Gefahren für die Veranstaltung.

Einige Nutzer bemängeln in den Bewertungen der App, dass sie manchmal nicht gewarnt wurden, oder dass Warnungen zu spät veröffentlicht wurden. Die letzte Aktualisierung der App erfolgte allerdings im Mai 2019.

Die App ist kostenlos im Google Play Store, App Store erhältlich.

Echo 112

Wer selbst in Gefahr gerät, soll mit der App "Echo 112" schnell Hilfe holen können. Dafür müssen Nutzer ihre Telefonnummer eingeben. Bei einem Notfall wählen Nutzer einen Notfalldienst. Die App schickt automatisch die aktuelle Position an echo112.com und wählt den ausgewählten Notruf. Nutzer sollen dem Notfalldienst mitteilen, dass Helfer ihre aktuelle Position auf echo112.com finden.

Die App ist kostenlos im Google Play Store und App Store erhältlich.

Warnungen über soziale Medien und Webseiten

Auch soziale Medien wie Facebook oder Twitter können über aktuelle Notfälle informieren. Achten Sie beispielsweise auf die häufigsten Hashtags auf Twitter. Facebook bietet bei Katastrophen die Option, mit einer Statusänderung Kontakten mitzuteilen, ob man sich in Sicherheit befindet.

Besonders häufig geteilte Beiträge sollte man in Krisensituationen allerdings immer mit Vorsicht genießen: Häufig werden Falschinformationen verbreitet, absichtlich oder unabsichtlich. Besuchen Sie Webseiten ihrer jeweiligen Stadt oder Gemeinde, um aktuelle Informationen zu Warnungen zu erhalten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen

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