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Opensignal-Analyse: Nutzer mit teuren Smartphones surfen schneller

Qualität zahlt sich aus  

Studie: Nutzer mit teuren Smartphones surfen schneller

10.09.2019, 09:11 Uhr | str, t-online.de

Opensignal-Analyse: Nutzer mit teuren Smartphones surfen schneller. Mädchen mit Smartphone: Filme sehen Sie nur mit einem schnellen LTE ohne Verzögerungen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/PASCAL SKWARA)

Mädchen mit Smartphone: Filme sehen Sie nur mit einem schnellen LTE ohne Verzögerungen. (Quelle: PASCAL SKWARA/Thinkstock by Getty-Images)

Für Downloads, Musik- und Videostreaming von unterwegs braucht das Smartphone eine gute Netzwerkverbindung. Eine Analyse von Opensignal zeigt: Wie schnell Nutzer surfen, hängt auch davon ab, wie viel sie für ihr Smartphone ausgegeben haben.

Smartphones unterschiedlicher Preisklassen unterscheiden sich nicht nur in Punkten wie Leistung und Kameraauflösung. Eine umfassende Analyse von Opensignal zeigt, dass sich die Qualitätsunterschiede zudem auch beim Surfen bemerkbar machen. Beim Vergleich verschiedener Modelle fiel nämlich auf, dass sich einige Geräte offenbar besser mit dem lokalen LTE-Netz vertragen als andere. 

So erleben deutsche Nutzer mit einem Smartphone von OnePlus, Apple oder Google die schnellste Download-Geschwindigkeit im deutschen LTE Netz. Generell zeichne sich ab, dass die aktuellen Geräte der Top-Marken deutlich bessere Messergebnisse lieferten als die Mittel- oder Einsteigerklasse. Opensignal führt das auf eine besser auf das deutsche Mobilfunknetz abgestimmte Hardware zurück.

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In preisgünstigen oder älteren Modellen seien hingegen weniger leistungsfähige Chipsets und Modems verbaut. Das wirke sich unmittelbar auf die Surfgeschwindigkeit aus, die von durchschnittlich 19,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bis 40,2 Mbit/s reicht. 

LTE-Netzabdeckung nicht überall gleich gut

Opensignal misst die Downloadraten mithilfe einer App direkt auf den Geräten. Dadurch erhält das Unternehmen Daten, die die tatsächlich vom Nutzer erlebte Surfgeschwindigkeit widerspiegeln. Dabei spielt allerdings auch die stark schwankende LTE-Netzabdeckung in Deutschland eine Rolle. So kann sich eine unzureichende Mobilfunkinfrastruktur ebenso negativ auf die Downloadraten auswirken, wie eine hohe Zahl an Geräten in einer Funkzelle. 

Zur LTE-Netzabdeckung hat Opensignal bereits umfassende Analysen vorgelegt. In der aktuellen Studie, die am 9. September veröffentlicht wurde, konzentriert sich das Unternehmen auf den Herstellervergleich.

Dazu wurden die Geräte in drei Klassen unterteilt: in Premium-, Mittel- und Einsteigermodelle. Entscheidend sind hier die Hardware-Ausstattung und LTE-Fähigkeiten des Geräts. So sieht der Kunde auf einen Blick, welche Hersteller im Leistungsvergleich unter gleichwertigen Modellen am besten abschneiden. Schließlich wäre der Vergleich eines 200-Euro-Handys mit einem Top-Smartphone im Wert von 1.000 Euro nicht gerade fair.

Samsung und Huawei dominieren die Top 50 

Die Liste der Premium-Modelle führen OnePlus, Apple und Google an. In der Mittelklasse surft man mit den Geräten von HTC, Google und der Marke Nokia (hergestellt von HMD Global) am schnellsten. Unter den Billig-Smartphones schneiden Modelle von ZTE, Sony und HTC am besten ab. In den Top 50 tauchen die Markennamen Samsung und Huawei besonders häufig auf. Samsung ist die in Deutschland führende Smartphone-Marke. 


Die Geschwindigkeitsunterschiede sind zum Teil beachtlich. Nutzer eines Topmodells von OnePlus etwa sind der Analyse zufolge mit durchschnittlich 40,2 Mbit/s mehr als doppelt so schnell unterwegs als die eines günstigen LG-Smartphones (19,4 Mbit/s). Auch innerhalb der Geräteklassen machen sich die unterschiedlichen Downloadraten bemerkbar, am deutlichsten in der Mittelklasse, wo der Testsieger gut 10 Mbit/s mehr erbringt als der Letztplatzierte. 

Dabei sollte man aber eines nicht vergessen: Deutsche Nutzer wählen sich nicht nur mit unterschiedlichen Geräten ins mobile Internet ein, sondern auch mit unterschiedlichen Verträgen. Sparsame Nutzer greifen dabei häufig auf einen Vertrag oder Prepaid-Tarif vom Discounter zurück, die eine reduzierte Datenrate vorsehen. Für 50 Mbit/s oder mehr muss der Kunde erst einen entsprechend teureren Tarif wählen. 

LTE-Verträge mit Tempolimit können Ergebnisse verzerren

Dabei ist es nahe liegend, dass Käufer eines teuren Smartphones auch bei der Tarifauswahl eine größere Zahlungsbereitschaft an den Tag legen als Nutzer eines Einsteigergeräts. Anders gesagt: Wer ein iPhone XS Max kauft, möchte nicht mit einer lahmen Internetverbindung ausgebremst werden und hat vermutlich auch das Budget für ein besseres Surferlebnis. Dieser Umstand wurde in der Opensignal-Analyse wahrscheinlich nicht berücksichtigt und könnte die Aussagekraft der Studie zur LTE-Qualität einzelner Gerätetypen verzerren. 


Unter der Nutzerschaft der Opensignal-App scheinen billige Smartphones mit geringen LTE-Fähigkeiten jedenfalls nicht sehr weit verbreitet zu sein. Laut Opensignal handelte es sich bei etwa der Hälfte der analysierten Geräte um aktuelle Top-Smartphones. Weitere 48 Prozent nutzten ein Mittelklasse-Modell. Ob diese Grundgesamtheit allerdings repräsentativ für die deutsche Nutzerschaft ist, bleibt unklar. 

Verwendete Quellen:

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