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Hongkong: Apple entfernt App aus AppStore – nach Kritik aus China

Auf Druck von China  

Apple entfernt umstrittene Anwendung aus AppStore

10.10.2019, 17:58 Uhr | jnm

Hongkong: Apple entfernt App aus AppStore – nach Kritik aus China. Hong Kong Protests Apple (Quelle: AP/dpa/Vincent Yu)

Ansicht aus der gesperrten App HKmap.live (Quelle: Vincent Yu/AP/dpa)

Apple hat nach massiver Kritik durch chinesische Staatsmedien ein Programm aus seinem AppStore entfernt, mit dem Demonstranten die Bewegungen der Polizei verfolgen konnten.

Die App "HKmap.live" ist nicht mehr in Apples AppStore verfügbar. Das berichtet die "New York Times". Die Anwendung erlaubte es Nutzern in Hongkong sowohl die Bewegungen der Protestierenden als auch die der Polizei zu verfolgen. Das Programm war laut einem Bericht des "Guardian" erst am 5. Oktober im AppStore veröffentlicht worden und avancierte innerhalb weniger Tage zur beliebtesten App in der Kategorie "Reise" in Hongkong.

Scharfe Kritik in chinesischen Staatsmedien an Apple

In chinesische Staatsmedien wurde Apple deshalb scharf attackiert, wie der "Guardian" weiter berichtet. Das Unternehmen, so der geäußerte Vorwurf,  mache sich zum Komplizen der Protestierenden und erlaube ihnen "offen Verbrechen zu begehen und sich der Verhaftung zu entziehen".

Als Reaktion hat Apple am Mittwoch die App aus seinem Angebot entfernt. In einem Statement erklärte das Unternehmen, dass man erfahren habe, dass die App "in einer Art genutzt wurde, die Gesetzeshüter und Einwohner von Honkong gefährde".

Druck aus China auch auf andere Unternehmen und Branchen

Zudem habe man gemeinsam mit "Hongkongs Cybersicherheit der Technik-Kriminalitätsabteilung der Sicherheitsbehörden verifiziert, dass die App dazu genutzt wurde um Polizeikräfte anzugreifen und ihnen aufzulauern." Das widerspreche den eigenen Richtlinien und örtlichen Gesetzen, weshalb man die App entfernt habe.

Apple ist nur eines von mehreren Technik-Unternehmen, die im Zusammenhang mit den Honkong-Protesten Druck aus China zu spüren bekamen. Kurz vorher hatte der US-Spielekonzern Blizzard einen E-Sportler gesperrt, nachdem dieser seine Unterstützung für die Bewegung in Hongkong erklärt hatte.

Übertragung von NBA-Spiel in China abgebrochen

Allerdings sind nicht nur Technik-Konzerne vom Druck betroffen: Erst vor wenigen Tagen hatte die Volksrepublik die Übertragung einiger Spiele der amerikanischen Basketball-Liga NBA abgebrochen, nachdem Daryl Morey, der Manager des US-Basketballteams Houston Rockets, auf Twitter seine Unterstützung für die Proteste in Hongkong erklärt hatte.

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