Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

So gelingen Einsteigern tolle Fotos

Von dpa
Aktualisiert am 27.06.2019Lesedauer: 3 Min.
Immer wieder die Perspektive Àndern, lautet die Devise.
Immer wieder die Perspektive Àndern, lautet die Devise. Diese kleine Blume lÀsst sich am besten in Bauchlage ablichten. (Quelle: Andrea Warnecke./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Ob auf Instagram, bei Flickr oder Pinterest – die Welt scheint voller schöner Bilder zu sein. Doch wie viel harte Arbeit hinter einem richtig guten Foto steckt, erfahren Hobbyfotografen schnell am eigenen Leib.

Viele moderne Smartphones haben recht gute Kameras. Das reicht fĂŒr schöne SchnappschĂŒsse. Wer mehr AnsprĂŒche an die FotoqualitĂ€t stellt und mehr Möglichkeiten fĂŒr Aufnahmen möchte, kommt aber weiterhin nicht um Spiegelreflex- oder Systemkameras mit Wechselobjektiven herum.


Acht Tipps fĂŒr filmreife Smartphone-Videos

Mit dem Smartphone lassen sich schnell und unkompliziert Videos machen. Damit keine AnfÀngerfehler den Film unschaubar machen, gibt es einige Tricks.
Einfach mal laufen lassen: Wer am Anfang und am Ende jeder Einstellung drei bis vier Sekunden extra aufnimmt, hat spĂ€ter genug Extramaterial fĂŒr den Schnitt.
+5

Doch der Umgang mit ihren vielen Optionen will gelernt und vor allem trainiert sein. Eine Frage, die sich viele Hobbyfotografen zu Beginn stellen, lautet: manueller Modus oder Automatik? "Generell sind die aktuellen Kameramodelle stark im Automatikmodus", erklĂ€rt Fotografin und Trainerin Alexandra Evang. FĂŒr einen blutigen AnfĂ€nger sei diese Einstellung daher auf jeden Fall geeignet.

Fotografischer Blick

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Bayern-Wende im Fall Lewandowski"
Robert Lewandowski hat einen Vertrag bis 2023, will den FC Bayern aber am liebsten sofort verlassen.


Denn etwas Anderes ist zunÀchst wichtiger: "Es geht erst einmal darum, den typischen fotografischen Blick zu bekommen", findet Jan Becker von der Zeitschrift "Computer Bild".

Auf Dauer sollte der Anspruch aber sein, selbst die Einstellungen vorzunehmen. Weg vom "Knipsen im Automatikmodus" hin zum "bewussten Fotografieren", so formuliert es Fotograf Manuel Oyen , der Workshops fĂŒr AnfĂ€nger gibt. Er meint: Die Entscheidung, was korrekt belichtet oder was scharf werden soll, sollte man nicht der Kamera ĂŒberlassen.

DafĂŒr muss man bereit sein, sich die Grundlagen zu erarbeiten und einzuĂŒben. Hier helfen Videoanleitungen im Netz ebenso wie BĂŒcher oder Workshops. Dabei geht es etwa um Themen wie Belichtungs- oder Verschlusszeit, Blende, Motivauswahl, Komposition und Bildaufbau.

Belichtungszeit und TiefenschÀrfe

Mit Hilfe der Belichtungszeit lassen sich Motive einfrieren oder Bewegungen darstellen. Je offener die Blende, desto mehr Licht fĂ€llt ins Bild. So kann der Fotograf gleichzeitig die TiefenschĂ€rfe beeinflussen. "Hier ist es oft schwer nachvollziehbar, dass sich bei geschlossener Blende die Zahl erhöht", sagt Oyen. Das bedeutet: Eine grĂ¶ĂŸere Blendenzahl ist eher fĂŒr Landschaftsaufnahmen geeignet, bei PortrĂ€ts wĂ€hlt man eine kleinere Zahl, also eine offenere Blende – damit steht das Gesicht im Fokus, der Hintergrund verschwimmt.

Das Scharfstellen ĂŒberlĂ€sst man besser der Kameraautomatik (Autofokus), meint Evang. Wer sich mit seinem GerĂ€t aber schon gut auskennt, dem rĂ€t Becker, den Fokuspunkt manuell dorthin zu setzen, wo man ihn haben will.

FĂŒr den Einstieg ins Fotografieren wĂ€hlt man als Motive lieber Stillleben. "Hier kann man sich alle Zeit der Welt nehmen", erklĂ€rt Oyen. Menschen oder Tiere als Modelle verlieren schnell die Geduld.

Lieber kleiner denken

Generell will ein Foto gut geplant sein. Oft ist es nicht damit getan, einfach auf den Auslöser zu drĂŒcken, betont Becker. Wie fĂ€llt das Licht? Stört etwas im Hintergrund? Am besten schaut man sich vor Ort die Bilder auf dem Display an, um gegebenenfalls zu korrigieren.

Bei der Motivwahl gilt die Regel: Lieber kleiner denken und nicht alles in eine Aufnahme packen wollen, erklÀrt Evang. "Wichtiger sind die Emotionen." Oyen regt an, beim Fotografieren durch den Sucher und nicht auf das Display zu schauen. "Man setzt sich intensiver mit dem Moment auseinander", meint er.

Ein Tipp von Evang: Wer mit einer Festbrennweite fotografiert, also ohne Zoom, geht ganz anders an die Motive ran. "Man bewegt sich mehr und fotografiert kreativer", erlÀutert sie.

Das Bild bekommt Leben

Bei Landschaftsaufnahmen lohnt es sich, Bezugspunkte mit ins Bild einzubeziehen, um die Tiefe und Dimensionen einzufangen – und auf den sogenannten Goldenen Schnitt zu achten. Hier ist das Hauptmotiv nicht mittig, sondern im rechten oder linken Drittel des Bildes platziert. Diese Herangehensweise kann auch bei PortrĂ€ts sinnvoll sein, bei denen der Mensch sonst oft intuitiv in die Mitte gestellt wird.

Bei Tieren oder Kindern begibt man sich am besten auf Augenhöhe. Damit wirken Proportionen echt, die Beine werden nicht abgeschnitten. "Das Bild bekommt viel mehr Leben", erklÀrt Becker.

Mut zu Experimenten

Und warum nicht auch mal die Perspektive wechseln und ein Motiv aus der Bauchlage, kniend oder aus ein paar Metern mehr Entfernung aufnehmen? Fotografie lebt vom Experimentieren.

  • Schon entdeckt? Vier coole Tricks mit der Foto-App fĂŒr Windows 10
  • Fotografieren im Dunkeln: Das Handy macht die besten Nachtaufnahmen
  • Pannen auf Instagram: Diese Bilder sind ĂŒbertrieben schön

Deshalb appellieren die Profis, das gewĂ€hlte Motiv hĂ€ufiger zu fotografieren und zu beobachten, wie sich die LichtverhĂ€ltnisse im Laufe eines Tages verĂ€ndern. Allerdings ist das Mittagslicht eher zu meiden. "Das erzeugt harte Kanten und Schatten", sagt Evang. Besser sei es, frĂŒh am Morgen loszuziehen, dann sei das Licht weicher.

"Da muss man sich dann eben rausquÀlen", sagt Becker. "Denn die schönen Fotos macht man nicht im Vorbeigehen."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website