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Gefährliche Gewässer: Reddit will Hass bekämpfen - und sperrt Pro-Trump-Gruppe

Gefährliche Gewässer  

Reddit will Hass bekämpfen - und sperrt Pro-Trump-Gruppe

30.06.2020, 15:22 Uhr | dpa

Gefährliche Gewässer: Reddit will Hass bekämpfen - und sperrt Pro-Trump-Gruppe. Spätes Durchgreifen: Die Online-Plattform Reddit hat neue Regeln gegen Hass und Fake News verhängt.

Spätes Durchgreifen: Die Online-Plattform Reddit hat neue Regeln gegen Hass und Fake News verhängt. Foto: Christoph Dernbach/dpa. (Quelle: dpa)

Washington (dpa) - Die Online-Plattform Reddit will die Verbreitung von hasserfüllten Inhalten bekämpfen und hat daher eine bei vielen Unterstützern von US-Präsident Donald Trump beliebte Gruppe geschlossen.

Neuen Regeln zufolgesollen Nutzer, die hasserfüllte Botschaften wie zum Beispiel rassistische Inhalte posten, künftig gesperrt werden,wie die Plattform am 29. Juni erklärte. Zunächst würden 2000 Gruppen gesperrt, von denen die meisten inaktiv seien.

Wiederholte Regelverstöße

Die bei Trumps Anhängern beliebte Gruppe "The_Donald" habe wiederholt gegen die Regeln des Forums verstoßen, erklärte Reddit weiter. Die Moderatoren hätten sich geweigert, "unsere einfachsten Erwartungen zu erfüllen". Der "New York Times" zufolge hatte die Gruppe zuletzt knapp 800 000 Mitglieder.

Eine weitere große und eher linkslastige Gruppe ("Chapo Trap House") werde ebenfalls wegen anhaltenden Verstößen gegen die Richtlinien gesperrt. Die Plattform betonte, alle politischen Meinungen seien auf Reddit willkommen, aber alle Nutzer müssten sich an die Regeln halten.

Druck auf Plattformen steigt

Soziale Netzwerke waren zuletzt verstärkt unter Druck geraten, gegen Rassismus, Diskriminierung und Hassbotschaften vorzugehen. Besonders viel Aufmerksamkeit zog dabei Facebook auf sich. Zahlreiche Firmen - darunter auch bekannte Namen wie Coca Cola, Honda, Unilever und Starbucks - kündigten an, ihre Werbung in sozialen Netzwerken infolge der Debatte um Hassbotschaften bis auf weiteres auszusetzen.

Facebook war unter anderem dafür kritisiert worden, dass das Unternehmen - anders als Twitter - nicht gegen umstrittene Posts von Trump vorging. Zudem haben der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai in Minneapolis und die darauffolgenden landesweiten Proteste der Debatte zu Rassismus in den USA deutlich Schwung verliehen.

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