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Corona-Warn-App: Neues Update behebt Probleme auf iPhones

Corona-Warn-App  

Neues Update behebt Probleme auf iPhones

27.07.2020, 19:05 Uhr | str, jnm, t-online.de

Video erklärt: So einfach benutzen Sie die Corona-App

Die Corona-App soll helfen, Infektionsketten möglichst einzuschränken. Mittlerweile ist das Programm auf Handys in ganz Deutschland im Einsatz. Wie die App funktioniert, erklärt t-online.de in einer anschaulichen Animation.

Im Video erklärt: Wie die Corona-App funktioniert und wie Sie sie benutzen. (Quelle: t-online.de)


Die Corona-Warn-App soll Nutzer aktiv warnen, wenn sie Kontakt zu einem Infizierten hatten. Sowohl auf Android- als auch auf iOS-Geräten funktionierte das nicht zuverlässig. Ein Update behebt das Problem nun auch für iPhones.

Die Kritik an der Corona-Warn-App der Bundesregierung reißt nicht ab. Grund sind zahlreiche Fehlermeldungen von Nutzern. So kommt es auf auch bei iPhones seit Wochen immer wieder zu Ausfällen bei der Kontaktüberprüfung, wenn die App im Hintergrund ausgeführt wird.

Erst wenn der Nutzer die App öffnet, findet ein Datenabgleich statt und die Risikobewertung wird aktualisiert. Dadurch besteht die Gefahr, dass Nutzer viel zu spät von einem möglichen Infektionsrisiko erfahren, berichtet Tagesschau.de. Das Problem liegt ursächlich bei Apple – der sogenannte Scheduler führt Aktualisierungen von Apps, die im Hintergrund laufen, nicht immer ordnungsgemäß aus.

Jetzt liegt allerdings ein Update der Corona-Warn-App für iOS-Geräte vor. Es soll das Problem umgehen, bis Apple die eigentliche Ursache mit einem Update behoben hat. Zuerst hatte das ARD-Webportal tagesschau.de über den Fehler berichtet. 

Hintergrundaktualisierung funktioniert nicht zuverlässig 

Sinn und Zweck der Corona-Warn-App ist es, Begegnungen mit anderen App-Nutzern via Bluetooth-Signal aufzuzeichnen. Meldet sich eine der Kontaktpersonen später als infiziert, wird das in der App-Anzeige als "Risiko-Kontakt" vermerkt. Stuft der Algorithmus die Ansteckungsgefahr als "hoch" ein, wird die Risikoanzeige rot. Im Idealfall weist das Handy seinen Besitzer mit einer Push-Mitteilung auf die Gefahr hin.

Für diese Risikobewertung nimmt die App einmal täglich Kontakt zu einem Server auf und ruft eine aktuelle Liste mit den Infektionsmeldungen ab. Eigentlich sollte die App in der Lage sein, den täglichen Datenabgleich auch dann vorzunehmen, wenn sie nur im Hintergrund ausgeführt wird. Doch der sogenannte "Scheduler" im Kontaktprotokoll der Apple-Schnittstelle, der das veranlassen soll, habe regelmäßig "Schluckauf", sagte der Chefentwickler der Deutschen Telekom Peter Lorenz zu tagesschau.de.

Unklar ist, wie viele iPhone-Nutzer davon betroffen waren. Das Problem tritt nicht auf allen Geräten gleichermaßen auf. In den Einstellungen können Nutzer unter dem Punkt "Kontaktüberprüfungen" einsehen, an welchen Tagen ein Datenabgleich stattgefunden hat. Wer die App seit zwei Wochen oder mehr nutzt, sollte pro Tag 13 bis 14 heruntergeladene Datensätze vorfinden. Eine Anleitung finden Sie hier

Android-Nutzer können Probleme bei der Hintergrundaktualisierung beheben

Zuvor hatte "Bild" über ein ähnliches Problem bei der Hintergrundaktualisierung auf Android-Geräten berichtet. Auch dort weist das Kontaktprotokoll Lücken auf, wenn Nutzer die App im Hintergrund laufen lassen. Schuld daran sind die strengen Stromspar-Einstellungen auf den Geräten. Diese können die Nutzer jedoch mit wenigen Klicks in den Systemeinstellungen anpassen. Mehr dazu hier

Viele Nutzer wussten nichts von den Einschränkungen der Corona-Warn-App und sind jetzt überrascht. Auch das Problem mit der App-Aktualisierung auf iPhones war laut tagesschau.de schon länger bekannt und hätte besser kommuniziert werden können. Die Entwickler hätten jedoch das Ausmaß unterschätzt. 

Abgesehen von den Problemen bei der Hintergrundaktualisierung sollen sowohl die Android- als auch die iOS-App jedoch ordnungsgemäß funktioniert haben. Wer die App also regelmäßig geöffnet hat, wurde rechtzeitig über mögliche Risiko-Kontakte informiert. Man sollte sich nur nicht darauf verlassen, dass sich die App im Ernstfall von selbst meldet. 

Verwendete Quellen:

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