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Cyberkriminelle locken Opfer auf gefÀlschte Marken-Websites

Von dpa
01.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Cyberkriminelle locken Anwender im Web verstÀrkt auf gefÀlschte Websites von Marken-Unternehmen.
Cyberkriminelle locken Anwender im Web verstĂ€rkt auf gefĂ€lschte Websites von Marken-Unternehmen. (Quelle: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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MĂŒnchen (dpa) - Cyberkriminelle locken Anwender im Web verstĂ€rkt auf gefĂ€lschte Websites von großen internationalen Marken-Unternehmen und Zahlungsdienstleistern. Das geht aus einer Untersuchung des Cybersicherheitsunternehmens Palo Alto Networks hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Die Angreifer lassen dafĂŒr Internet-Adressen ("Domains") registrieren, die den Namen der Marken enthalten oder Tippfehler der Anwender fĂŒr einen Angriff ausnutzen. Besonders hĂ€ufig wĂŒrden dabei die Webseiten von PayPal, Apple, Royalbank, Netflix, LinkedIn, Amazon, Dropbox, TripAdvisor, Bank of America und der mexikanischen Bank Banorte gefĂ€lscht.

Mit dem sogenannten Squatting von Domains versuchen die Cyberkriminellen, die Benutzer zu verwirren, damit sie glauben, sie wĂŒrden sich auf einer legitimen Seite befinden. Im zweiten Schritt gehe es darum, Zugangsdaten abzufischen und den Opfern finanziell zu schaden. Allein im Dezember 2019 seien knapp 14.000 Squatting-Domains entdeckt worden, durchschnittlich 450 pro Tag. Die Forscher von Palo Alto Networks fanden heraus, dass knapp 2600 (18,6 Prozent) besetzte Domainnamen bösartig sind und hĂ€ufig Schadprogramme verbreiten oder Phishing-Angriffe durchfĂŒhren.

Eine Domain im Zusammenhang mit Samsung habe eine beispielsweise die gefĂ€hrliche Malware "Azorult" zum Stehlen von Kreditkarteninformationen gehostet. Mehrere Phishing-Websites im Zusammenhang mit Netflix seien eingerichtet worden, um die Opfer zum erneuten Bezahlen einer Rechnung zu bewegen. Das Geld landete dann bei den BetrĂŒgern.

In anderen FĂ€llen hĂ€tten die Angreifer ihre Opfer zunĂ€chst ĂŒberzeugen können, eine kleine Anfangszahlung fĂŒr ein Abonnement fĂŒr ein Produkt wie Gewichtsabnahmepillen zu leisten. Wenn Benutzer das Abonnement jedoch nach dem Aktionszeitraum nicht kĂŒndigen, werden ihre Kreditkarten mit viel höheren Kosten belastet, in der Regel 50 bis 100 US-Dollar. Die Forscher raten den Anwendern, besonders bei Domainnamen vorsichtig zu sein, die bekannte Finanz-, Einkaufs- und Bankangebote aufrufen sollen.

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