Sie sind hier: Home > Digital > Corona-Krise >

Corona-Warn-App: Neue Version dient jetzt auch als Kontakttagebuch

Neue Version verfügbar  

Corona-Warn-App dient jetzt auch als Kontakttagebuch

29.12.2020, 11:28 Uhr | str, t-online

Video erklärt: So einfach benutzen Sie die Corona-App

Die Corona-App soll helfen, Infektionsketten möglichst einzuschränken. Mittlerweile ist das Programm auf Handys in ganz Deutschland im Einsatz. Wie die App funktioniert, erklärt t-online.de in einer anschaulichen Animation.

Im Video erklärt: Wie die Corona-App funktioniert und wie Sie sie benutzen. (Quelle: t-online.de)


Das Smartphone kann dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen, indem es Nutzer vor Risikokontakten warnt. Jetzt haben die Entwickler der Corona-Warn-App zudem eine Empfehlung des Virologen Christian Drosten eingebaut. 

Die neue Version 1.10 der Corona-Warn-App beinhaltet jetzt auch ein Kontakttagebuch. Nutzer können in der App also notieren, mit wem sie sich in den vergangenen 14 Tagen getroffen haben oder wo sie waren. Das kann einerseits als persönliche Gedächtnisstütze dienen. Das Protokoll soll sich aber auch im Fall einer Infektion direkt an das zuständige Gesundheitsamt übermitteln lassen. 

Die Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern sind unter anderem dafür zuständig, nach einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion die Kontakte der betroffenen Person zu ermitteln und gegebenenfalls in Quarantäne zu schicken oder weitere Tests zu veranlassen. Die Corona-Warn-App kann dabei helfen, da sie per Funk auch zufällige Begegnungen mit Fremden ermittelt und diese per Push-Mitteilung warnt, falls von einem hohen Infektionsrisiko auszugehen ist. Erst kürzlich wurde beim Kontaktprotokoll nachgebessert und die App aktualisiert. Sie soll jetzt Risikokontakte noch präziser erfassen.  

Drosten: Tagebuch führen ist sinnvoll

Jetzt steht bereits das nächste Update vor der Tür und bringt die Tagebuchfunktion. Das Führen eines Kontakttagebuchs ist schon lange eine zentrale Empfehlung des Berliner Virologen Christian Drosten. Menschen, die sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben, sind nämlich schon mehrere Tage vor Erkrankungsbeginn ansteckend. Das heißt, auch wer sich gesund fühlt und keine Symptome zeigt, kann das Virus weitergeben. 

Die Gesundheitsbehörden versuchen daher, die Infektionsketten zu unterbrechen, indem sie nach einem positiven Corona-Test den Ansteckungsort sowie ebenfalls gefährdete Personen ausfindig machen und isolieren. Doch häufig können sich Betroffene nicht mehr genau an jede Risikosituation und relevante Begegnung der vergangenen Wochen erinnern.

Laut offiziellen Zahlen kann nur für ein Drittel aller Infektionen der Ansteckungsort ermittelt werden. Dadurch fehlen nicht nur für die Kontaktnachverfolgung wichtige Daten, sondern auch für die Forschung. Das Aufspüren und Verhindern von Superspreading-Events wird zusätzlich erschwert. 

Diese Informationen sind relevant

Drosten empfiehlt, dass sich die Deutschen insbesondere Situationen merken oder in einem Kontakttagebuch notieren sollten, die als möglicher Ansteckungsort in Frage kommen. So weiß man beispielsweise, dass sich das Coronavirus vor allem über Aerosole, also winzige Atempartikel in der Luft, überträgt. Daher gelten längere Aufenthalte in geschlossenen Räumen oder an belebten Orten als besonders riskant. Auch wenn Masken entweder gar nicht oder falsch getragen werden, erhöht das ein Infektionsrisiko. 

Das Kontakttagebuch in der Corona-Warn-App, das unten auf der Startseite aufgerufen werden kann, beschränkt sich jedoch auf rudimentäre Angaben. Nutzer können hier die Kontaktpersonen und den Ort der Begegnung notieren. Platz für weitere Informationen zur Dauer oder den genauen Umständen der Begegnung ist nicht vorgesehen. Jeder Eintrag lässt sich nachträglich bearbeiten oder löschen. Die Daten werden lokal auf dem Gerät gespeichert und nach 16 Tagen automatisch gelöscht. 

Nutzung ist freiwillig

Die Nutzung der Tagebuchfunktion ist genauso freiwillig wie die Übermittlung der Daten an das Gesundheitsamt. Allerdings werden Betroffene im Fall einer Infektion ohnehin aufgefordert, ihre jüngsten Kontakte mündlich oder schriftlich offenzulegen. Über die App könnte das in Zukunft schneller und bequemer erledigt werden. Nach einem positiven Labortest können Nutzer ihre Tagebucheinträge aus der App in eine Liste exportieren und diese an das Gesundheitsamt schicken. 

Das Update steht für iPhone-Nutzer bereits zur Verfügung. Auch im Google Play Store soll die neue Version der Corona-Warn-App demnächst auftauchen. Nutzer können die App entweder manuell aktualisieren oder das automatische Update abwarten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal