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Probleme bei Übermittlung von Corona-Fallzahlen

Von dpa
Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Bei der von GesundheitsÀmtern genutzten Software zur Meldung von Corona-FÀllen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich.
Bei der von GesundheitsÀmtern genutzten Software zur Meldung von Corona-FÀllen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich. (Quelle: Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Berlin/Frankfurt (dpa) - Seit Tagen melden StĂ€dte und Kreise Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen. Bei der von GesundheitsĂ€mtern genutzten Software sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich.

Es gehe "neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der BenutzerfĂŒhrung, damit VorgĂ€nge einfacher und schneller bearbeitet werden können", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit.

DarĂŒber hinaus gehe es "um technische ErtĂŒchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewĂ€ltigt werden können". Das RKI sei in engem Austausch mit den GesundheitsĂ€mtern und unterstĂŒtzte sie.

Beschwerden ĂŒber "SurvNet"

Mitarbeiter in etlichen GesundheitsĂ€mtern hatten sich in den vergangenen Wochen beschwert, dass "SurvNet" zum Teil so langsam auf Eingaben reagiere, so dass die Software oft unbrauchbar sei. Außerdem stĂŒrze sie hĂ€ufig ab. Das SurvNet-System wird von vielen der rund 400 GesundheitsĂ€mter verwendet, um ihre Daten an 16 LandesgesundheitsĂ€mter zu ĂŒbermitteln. Dort werden die Daten noch einmal aufbereitet, bevor sie dann an das RKI gehen.

Die RKI-Sprecherin betonte, das Institut habe den Überblick ĂŒber die ĂŒbermittelten FĂ€lle, könne jedoch "keinen systematischen Überblick darĂŒber geben, wie viele Meldungen in den GesundheitsĂ€mtern nicht zeitnah verarbeitet werden können". Es sei dem RKI bekannt, dass es aufgrund der sehr hohen Anzahl der Meldungen in den Ämtern zu einem RĂŒckstau komme. Dies sei auch in den Ämtern ohne eventuelle Softwareprobleme der Fall.

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"Das Programm vom RKI lÀuft bei einigen Anwendungen und vielen gleichzeitigen Anwendern instabil", berichtete beispielsweise das Gesundheitsamt Frankfurt am Main. "Lange Lade- sowie Wartezeiten bei der Falleingabe sind die Folgen und die Bearbeitungszeit pro Fall wird dadurch erheblich erhöht." Die neuen FÀlle könnten nicht mehr tagesaktuell eingegeben werden. Die VerfÀlschung der Sieben-Tage-Inzidenz sei nur ein Teil des Problems: Auch auf die Benachrichtigung von Infizierten leide: Statt zwei bis drei Tagen dauere es derzeit rund sieben Tage, bis das Schreiben ankomme.

Regionale Unterschiede

Auch DĂŒsseldorf klagt ĂŒber anhaltende Probleme mit der Software. Grund sei das bundesweite Update der Meldesoftware, das am 13. Januar eingespielt wurde, berichtete die Stadt. Man arbeite fieberhaft an der Abarbeitung des MelderĂŒckstaus. Nicht nur StĂ€dte sind betroffen: Auch der Landkreis Fulda fĂŒhrt die scheinbar niedrigen Inzidenzen im Kreis auf MeldelĂŒcken zurĂŒck.

"Nicht alle Landkreise haben bzw. hatten die gleichen Fehlermeldungen", hieß es am Donnerstag aus dem Sozialministerium von Baden-WĂŒrttemberg: Einige GesundheitsĂ€mter hĂ€tten keine Probleme bei der FallĂŒbermittlung, andere hatten teilweise Doppelmeldungen, andere wiederum konnten nur teilweise ĂŒbermitteln. "ZusĂ€tzlich fĂŒhrt das aktuell stark erhöhte Fallaufkommen bzw. die zu ĂŒbermittelende Datenmenge teilweise zu Verzögerungen im Webserver des RKI. Dies kann zu verzögerten, lĂŒckenhaften oder teilweise gĂ€nzlich fehlenden Übermittlungen aus den GesundheitsĂ€mtern fĂŒhren."

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