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Russland sperrt europäischen Sender Euronews

Von dpa, sha

Aktualisiert am 22.03.2022Lesedauer: 1 Min.
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Das Euronews-Logo auf einem Smartphone: Russland hat die Seiten des europäischen Senders blockiert. (Quelle: Rafael Henrique via www.imago-images.de)
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Russlands Medienaufsicht hat die Seiten des europäischen Fernsehsenders Euronews blockiert. Der Grund sei die Verbreitung von Falschinformationen über den Ukraine-Krieg.

Nach Twitter und den Diensten des Facebook-Konzerns Meta hat Russland jetzt auch die Webseiten des europäischen Nachrichtensenders Euronews gesperrt. Betroffen von der Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft sei auch das russischsprachige Angebot des Senders, wie aus Angaben der Behörde Roskomnadsor hervorgeht.

Als Grund nannte die Nachrichtenagentur Tass "Falschinformationen" von Euronews über die "Spezial-Operation" in der Ukraine, wie der Krieg gegen das Nachbarland in Russland offiziell genannt wird.

Moskau hatte Anfang März ein neues Mediengesetz eingeführt, das angebliche Falschinformationen über die russischen Streitkräfte mit drastischen Strafen belegt. Am Montag hatte ein Gericht zudem die beiden bereits blockierten Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram als "extremistisch" verboten. Hintergrund ist eine Entscheidung des US-Konzerns Meta, zu dem Facebook und Instagram gehören, Aufrufe zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine zuzulassen.

Russland blockiert Dutzende Medienportale

Vergangene Woche wurden durch die russische Medienaufsicht Roskomnadsor über 30 Webseiten von russischen und internationalen Medien blockiert. Darunter die Enthüllungswebseite "Bellingcat", zwei russischsprachige israelische Nachrichtenseiten und regionale Portale wie "Permdaily.ru".

Ebenfalls gesperrt worden ist die russische Zeitung "Nowyje Iswestija", die seit 2016 aber auch nur noch online zu lesen war. Die britische BBC ist ebenfalls Opfer der Sperre geworden. Mehrere ukrainische Medien und ein estnisches Portal, das ebenfalls Nachrichten auf russischer Sprache anbietet, sind nicht mehr von russischen IP-Adressen aus erreichbar.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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