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Telegram löscht Inhalte aus Verschwörungsgruppen: aus Angst vor Einschränkung?

Umstrittener Messenger  

Telegram löscht sporadisch Inhalte aus Verschwörungsgruppen

13.01.2022, 14:21 Uhr | t-online, sha

Telegram löscht Inhalte aus Verschwörungsgruppen: aus Angst vor Einschränkung?. Telegram führt einen Bezahldienst ein. (Quelle: dpa/Sergei Konkov/TASS/dpa.)

Telegram-App: Der Dienst bietet erneut viele neue Funktionen (Quelle: Sergei Konkov/TASS/dpa./dpa)

Telegram geht laut eines Medienberichts gegen Verschwörungsinhalte in deutschen Gruppen vor. Der Grund sei offenbar die Angst vor Einschränkungen der App-Store-Betreiber Google und Apple.

Der umstrittene Chat-Dienst Telegram geht offenbar gegen einige Inhalte aus der deutschen Verschwörungsszene vor, berichtet Netzpolitik.org. Manche Gruppen ließen sich nicht öffnen und Kommentare in Kanälen seien nicht sichtbar. Ein Grund könne die Angst der Telegram-Entwickler vor einem Rauswurf aus den App-Stores bei Apple und Google sein, vermuten die Autoren des Nachrichtenportals.

Beide Unternehmen verlangten von App-Anbietern, dass sie sich an die Regeln der jeweiligen App-Stores halten. Eine Entfernung des Messengers aus dem Google Play Store oder dem App Store könne "die Reichweite von Telegram deutlich beschneiden", schreibt Netzpolitik.org.

Bei den gelöschten Nachrichten handele es sich offenbar nur um Einzelfälle, schreiben die Autoren. Betroffen seien mindestens sechs Kanäle und Gruppen aus der Verschwörungsszene.

Inhalte nicht überall gelöscht

Allerdings, so die Autoren, gelten die Einschränkungen nur für Nutzer mit der Telegram-Version aus den App Stores von Google und Apple. "Wer Telegram aus anderen Quellen bezieht oder etwa auf dem Laptop nutzt, kann die eingeschränkten Inhalte weiterhin sehen."

Weil Telegram besonders häufig von Rechtsextremisten und Verschwörungsgläubigen zur Mobilisierung genutzt wird, will sich indes die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser den Messengerdienst vornehmen.

Der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte sie: "Wir sind ein Rechtsstaat, aber wir können auch das nicht per se ausschließen. Ein Abschalten wäre sehr schwerwiegend und ganz klar ultima ratio. Vorher müssen alle anderen Optionen erfolglos gewesen sein".

Im Dezember forderten Politiker ein schnelles Eingreifen bei Hassbotschaften im Netz, insbesondere bei Telegram. Nach einem Bericht des ZDF-Magazins "Frontal" waren in dem Netzwerk Äußerungen zu Mordplänen gegen Kretschmer aufgetaucht.

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