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Alternativen zu Google: Fünf Suchmaschinen für fast jeden Zweck

Alternativen zu Google  

Fünf Suchen für fast jeden Zweck

Von Adrian Smiatek

07.11.2018, 17:55 Uhr
Alternativen zu Google: Fünf Suchmaschinen für fast jeden Zweck. Bei der Internet-Recherche sind Suchmaschinen wichtig. Nicht immer muss es Google sein. (Quelle: imago/blickwinkel/McPHOTO/M. Gann)

Bei der Internet-Recherche sind Suchmaschinen wichtig. Nicht immer muss es Google sein. (Quelle: blickwinkel/McPHOTO/M. Gann/imago)

Die meisten Suchen im Internet laufen heute über Google. Dabei gibt es gute Alternativen zum globalen Datenkonzern. Manche sind anonym, andere helfen sogar der Umwelt. t-online.de erklärt die Stärken von fünf alternativen Suchen.

Bing und Yahoo

Die bekannteste Google-Alternative kommt aus dem Hause Microsoft. Optisch unterscheiden sich die beiden Suchmaschinen nur minimal. Beide zeigen neben den Verweisen auf externe Seite auch direkt in die Suchergebnisseite integrierte Informationen an. Suchen Sie bei Google und Bing nach „DFB“ dann erscheint rechts ein Überblick mit allen wichtigen Informationen über den DFB. Außerdem erscheinen in der Mitte noch vor den Suchergebnissen die Spielstände der letzten DFB-Pokal-Runde.

Neben der Standardsuche sucht Bing auch nach Bildern und Nachrichten auf gesonderten Seiten. Bei der Video-Suche wird nur Googles Videodienst YouTube angezapft. Wie Google analysiert auch Bing das Suchverhalten seiner Nutzer. Dadurch kann Bing personalisierte Werbung zwischen den Suchergebnissen ausspielen.

Zwar ist Yahoo die Nummer Drei bei den Suchmaschinen in Deutschland. Dahinter steckt jedoch auch Bing. Denn seit 2009 kooperieren Yahoo mit der Microsoft Tochter bei den Suchergebnissen und -anzeigen und tauschen den erzielten Gewinn untereinander auf.

Fazit: Bing ist nicht wirklich besser als Google, nur anders und sieht mit täglich wechselnden Bilden besser aus.


DuckDuckGo

Die Suchmaschine DuckDuckGo bringt Anonymität und Bing-Suche unter einen Hut. Starten Sie eine Suchanfrage, dann führt DuckDuckGo die Suche stellvertretend für Sie aus. DuckDuckGo erhält anschließend von Bing die Ergebnisse und zeigt sie Ihnen. Dadurch kommt Bing nie direkt mit Ihnen in Berührung. So kann die Suchmaschine keine persönlichen Daten wie Ihren Standort oder IP-Adresse ermitteln.

Auch bei DuckDuckGo wird zwischen den Suchergebnissen Werbung geschaltet. Da die Suchmaschine aus den USA jedoch keine Daten über die Nutzer sammelt, wird auch keine personalisierte Werbung ausgespielt. Suchen Sie nach dem Begriff „Auto“, dann nutzt DuckDuckGo ausschließlich diese Information und schaltet Anzeigen um das Thema „Autos“. Wie die Suchergebnisse stammen auch die Anzeigen von Bing bzw. Yahoo.

Fazit: DuckDuckGo ist wie Bing, aber der Nutzer bleibt anonym.

Startpage

Wer auf Google nicht verzichten will und trotzdem die Anonymität schätzt, wird sich bei “Startpage” wohlfühlen. Ähnlich wie DuckDuckGo setzt Startpage auf eine große Suchmaschine und führt die Suchanfragen stellvertretend aus. Trotzdem sehen die Suchergebnisse anders aus. So werden beispielsweise beim Suchbegriff „DFB“ nicht die Spielstände der letzten DFB-Pokal-Begegnungen direkt vor den Suchergebnissen angezeigt. Bei Startpage erscheinen davor zuerst Werbeanzeigen – ausgeliefert von Googles Werbeplattform “AdWords”. Jedoch wird die Werbung wie bei DuckDuckGo nicht personalisiert geschalten.

Für die Sicherheit außerhalb der Suchmaschine sorgt die Möglichkeit, Suchergebnisse in einer anonymen Ansicht zu öffnen. Dabei werden die Seiten über einen sogenannten Proxy-Server geleitet. Also werden selbst externe Webseiten “stellvertretend” geöffnet.

Da Startpage aus den Niederlanden stammt und die Suchanfragen über dortige Server abgewickelt werden, gilt die EU-Datenschutzgrundverordnung. Außerdem ist Startpage die erste Suchmaschine, die von der Europäischen Union geprüft und mit dem europäischen Datenschutz-Gütesiegel zertifiziert wurde.

Fazit: Startpage nutzt Google als Suche, der Nutzer bleibt aber anonym.

Ecosia

Einen anderen Ansatz wählt das deutsche Unternehmen Ecosia. Mit der gleichnamigen Suchmaschine unterstützt Ecosia gemeinnützige Projekte. Wie andere Suchmaschinen, schaltet auch Ecosia Werbung. Mit dem eingenommen Geld wird unter anderem die Aufforstung der Küstenwälder in Madagaskar oder des Atlantischen Regenwalds in Brasilien vorangetrieben. Ungefähr 40 bis 45 Suchanfragen müssen nach eigenen Angaben getätigt werden, sodass ein Baum gepflanzt werden kann. Eine Zahl am oberen rechten Bildschirmrand verrät die bisher getätigten Suchanfragen.

Die angezeigte Werbung wird von Bing ausgespielt. Doch nicht nur Geld wird ausgetauscht, auch die Nutzerdaten. Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Suchmaschinen, setzt Ecosia nicht auf Anonymität. Persönliche Daten wie IP-Adresse, Sprache, Browser und Suchanfrage werden an Bing weitergereicht.

Fazit: Zwar stammt die Suche ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen von Bing. Mit Ecosia können Sie jedoch nebenbei einen guten Zweck fördern.

MetaGer

Die deutsche Suchmaschine MetaGer entstand vor über 20 Jahren aus einem Projekt der Universität Hannover. Die heute von einem gemeinnützigen Verein getragene Seite ist eine sogenannte Meta-Suchmaschine. Mehrere Datenbanken wie Yahoo und Wikipedia werden durchsucht, doppelte Ergebnisse herausgefiltert und nach einem eigenen Algorithmus sortiert.

Dieser Prozess dauert jedoch länger. Während die Suchanfrage „DFB“ bei Google nur ca. eine Sekunde andauert, muss bei MetaGer acht Sekunden länger gewartet werden. Bei längeren Suchanfragen verstreicht teilweise sogar eine halbe Minute bis die Suchergebnisse erscheinen.


Zwischen den Suchergebnissen wird Werbung von Bing geschaltet. Sowohl deren Herkunft als auch der Suchergebnisse sind auf den ersten Blick erkennbar. Außerdem bietet auch MetaGer eine „anonym öffnen“-Proxy-Funktion, ähnlich wie bei Startpage.

Fazit: MetaGer durchsucht viele verschiedene Datenbanken, der Nutzer bleibt anonym.

Verwendete Quellen:


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