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Wikileaks: Assange fordert 900.000 Euro vom schwedischen Staat

Muss er Ecuadors Botschaft verlassen?  

Assange fordert 900.000 Euro vom schwedischen Staat

05.04.2019, 17:40 Uhr | dpa

Wikileaks: Assange fordert 900.000 Euro vom schwedischen Staat. Proteste vor der Botschaft Ecuadors: Der Wikileaks-Gründer Julian Assange fordert von Schweden eine Entschädigung. (Quelle: imago images/i Images)

Proteste vor der Botschaft Ecuadors: Der Wikileaks-Gründer Julian Assange fordert von Schweden eine Entschädigung. (Quelle: i Images/imago images)

Knapp 900.000 Euro verlangt Wikileaks-Gründer Assange vom schwedischen Staat. Die Summe entspricht rund neun Millionen Kronen. Dem Australier droht ein Verweis aus Ecuadors Botschaft. 

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange fordert nach Informationen einer schwedischen Zeitung umgerechnet rund 890.000 Euro vom schwedischen Staat. Wie das "Svenska Dagbladet" berichtete, geht es Assange um insgesamt 9,25 Millionen Kronen für Rechtskosten im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu gegen ihn erhobenen Vorwürfen von Sexualstraftaten. Wegen einer Gesetzeslücke im schwedischen Recht habe er bislang keine Entschädigung für seine privaten Ausgaben für Anwälte erhalten, berichtete das Blatt.

Demnach hat Assange bereits seit Einstellung der Untersuchungen versucht, Entschädigung von Schweden zu erhalten. Schwedische Gerichte hätten dem bereits eine Abfuhr erteilt, so das "Dagbladet".

Assange droht Verweis aus Botschaft

Assange hatte sich im Juni 2012 in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet, um seiner Festnahme und Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Die schwedische Justiz stellte ihre Ermittlungen später ein.
 

 
Assange befürchtet jedoch eine Strafverfolgung in den USA, wo ihm wegen der Veröffentlichung brisanter Dokumente zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak ein Verfahren und womöglich lebenslange Haft droht. Wikileaks teilte in der Nacht zum Freitag via Twitter mit, Assange drohe "binnen Stunden oder Tagen" der Verweis aus der Botschaft.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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