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Hackerangriff auf Telegram: Attacke aus China gegen den Messengerdienst?


Chinesische Hacker attackieren beliebten Messengerdienst

Von afp
Aktualisiert am 13.06.2019Lesedauer: 2 Min.
Das Logo von Telegram auf einem Smartphone: Betreiber des Messengerdienstes berichten von chinesischen Hackerangriffen.Vergrößern des BildesDas Logo von Telegram auf einem Smartphone: Betreiber des Messengerdienstes berichten von chinesischen Hackerangriffen. (Quelle: Thomas Trutschel/photothek.net/imago-images-bilder)
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Viele Telegram-Nutzer hatten am Mittwochabend keinen Zugriff auf den Messengerdienst. Schuld daran soll ein Angriff chinesischer Hacker gewesen sein – und das nicht zum ersten Mal.

Der Messengerdienst Telegram ist nach eigenen Angaben Ziel eines großangelegten Hackerangriffs geworden. Die Attacke auf das verschlüsselte Netzwerk sei größtenteils von China aus gestartet worden, erklärte Telegram-Gründer Pavel Durov am Donnerstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Er setzte den Vorfall, der zu Störungen des Dienstes führte, in Zusammenhang mit den derzeitigen Massenprotesten in Hongkong.

Telegram machte den Zwischenfall am Mittwochabend öffentlich. Es handelte sich demnach um eine sogenannte DDoS-Attacke, mit der die Angreifer ihr Ziel durch Überlastung lahmlegen wollten. In vielen Regionen der Welt konnte es vorübergehend zu Verbindungsproblemen mit dem Dienst kommen.

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Attacke wegen Protesten in Hongkong

Nach Angaben von Durov hatten sich vergleichbaren Hackerangriffe, in die staatliche Akteure involviert gewesen seien, in der Vergangenheit immer zeitgleich mit Protestbewegungen in Hongkong ereignet. "Dieser Fall war keine Ausnahme."

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Bei den schweren politischen Unruhen in Hongkong organisieren sich viele Aktivisten über Telegram, um so der Überwachung durch die chinesischen Behörden zu entkommen. Auf dem chinesischen Festland ist der Onlinedienst nicht verfügbar, die Bewohner der einstigen britischen Kronkolonie haben jedoch Zugang.

Zehntausende Menschen hatten am Mittwoch aus Protest gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz Hauptverkehrsstraßen und das Regierungsviertel in Hongkong blockiert, es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. 70 Menschen wurden verletzt. Bereits am Sonntag hatten in Hongkong hunderttausende Menschen gegen das geplante Auslieferungsgesetz demonstriert.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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