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EU-Bürger gefährdet: Forscher warnen vor Sicherheitsgefahren in Brexit-App

EU-Bürger gefährdet  

Forscher warnen vor Sicherheitsgefahren in Brexit-App

15.11.2019, 13:23 Uhr | sle , t-online.de

EU-Bürger gefährdet: Forscher warnen vor Sicherheitsgefahren in Brexit-App. Ein Smartphone mit Brexit-App und ein spanischer Pass: Die App könnte Ziel von Hackern werden. (Quelle: imago images/PA Images)

Ein Smartphone mit Brexit-App und ein spanischer Pass: Die App könnte Ziel von Hackern werden. (Quelle: PA Images/imago images)

Eine vom britischen Home Office entwickelte App soll den Antrag auf ein Visum erleichtern. Doch das Programm soll große Sicherheitslücken haben: Hacker könnten an sensible Daten von EU-Bürgern kommen.

Die Brexit-App des britischen Home Office soll zahlreiche Sicherheitslücken haben. Das stellten laut "Financial Times" Wissenschaftler der norwegischen Sicherheitsfirma Promon fest. Demnach sei es für Hacker möglich, von EU-Bürgern eingescannte Daten aus der App abzugreifen.

Brexit-App soll Visa-Antrag erleichtern

Wer mindestens fünf Jahre durchgängig in Großbritannien gelebt hat und aus einem EU-Land wie Deutschland kommt, kann nach dem Brexit den sogenannten "settled status" beantragen und dadurch weiter in Großbritannien leben und arbeiten. Mit der Brexit-App will das britische Home Office es EU-Bürgern erleichtern, ihr Visum zu beantragen.

Antragsteller sollen mit der App zunächst ihren Pass fotografieren und danach ein Foto von sich selbst aufnehmen. Außerdem liest die App den im Pass befindlichen Chip aus. Diese Daten schickt das Programm an die Behörde und prüft den Visa-Antrag.

Hacker könnten Passdokumente kopieren

Die Forscher der norwegischen Sicherheitsfirma haben die Brexit-App für Android nun überprüft. Nach ihren Angaben wäre es für Hacker möglich, mittels Schadsoftware die Fotos der Personen und deren Passdokumente zu kopieren. Home Office hat gegenüber der "Financial Times" erklärt, dass die App regelmäßig von Sicherheitsfirmen überprüft werde und sie sicher genutzt werden könne.


Ob das Problem auch für die iOS-App bestehe, haben die Forscher nicht analysiert. Dennoch ist die App nicht für alle Interessierten zugänglich, kritisiert die Organisation The three Millions, die sich für die Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien einsetzt. Denn die App funktioniert nur auf Apple-Geräten, die neuer sind als das iPhone 7, oder auf anderen Smartphones, die mindestens Android 6.0 installiert haben.

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