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  • Gold, Rohöl und Co.: Wann die Geldanlage in Rohstoffe sinnvoll sein kann


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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie Sie in Öl, Kakao oder Weizen Geld anlegen können

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft, Sabrina Manthey

Aktualisiert am 22.02.2021Lesedauer: 4 Min.
Ölpumpen im Sonnenuntergang: Als Anleger können Sie auch selbst in Rohstoffe wie Öl produzieren.
Ölpumpen im Sonnenuntergang: Als Anleger können Sie auch selbst in Rohstoffe wie Öl produzieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Nicht immer müssen es beim Investieren Aktien sein. Sie können auch in Rohstoffe wie Getreide, Kupfer oder Rohöl investieren. Wann das sinnvoll sein kann, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was sind Rohstoffe?
  • Wie kann man in Rohstoffe investieren?
  • Warum sollte man in Rohstoffe investieren?
  • Welche Risiken gibt es beim Investment in Rohstoffe?

Das ganz klassische Investment sind Aktien, also Anteile von Unternehmen. Doch ebenso können Investoren ihr Geld in Öl, Kupfer, Weizen, ja gar Sojabohnen, stecken. Klingt kurios, doch es gibt mitunter sinnvolle Gründe für eine solche Anlage.


Depot eröffnen in drei Schritten

Sie sind bereit, Ihr Geld zu investieren, statt es auf Girokonto oder Sparbuch zu parken? Das nötige Wissen haben Sie sich auch draufgeschafft? Dann fehlt jetzt nur noch eins: ein Depot für Wertpapiere. Am besten eignen sich dafür Direktbanken im Internet wie die DKB, ING oder Comdirect. Beispielhaft zeigen wir Ihnen im Folgenden anhand der Consorsbank, wie Sie in wenigen Schritten ein Depot eröffnen.
Schritt 1: Depot beantragen. Sie können den Antrag für ein Depot direkt auf der Website Ihres Anbieters ausfüllen. Dafür müssen Sie zunächst ein paar generelle Fragen beantworten – etwa ob Sie bereits Kunde bei der Bank sind.
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  • Börse & Märkte: Alle Kurse der Finanzmärkte

Wir erklären Ihnen, was Sie zu einem solchen Investment wissen sollten, welche Gründe es für ein Investment in Rohstoffe geben kann – und auf welche Risiken Anleger achten sollten.

Was sind Rohstoffe?

Privatanleger können theoretisch in jeden Rohstoff investieren. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen fünf Kategorien:

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  • Agrarprodukte: Landwirtschaftliche Produkte sind der Klassiker des Rohstoffhandels. Das sind etwa Weizen, Baumwolle, Mais, Raps, Sojabohnen, Zucker, Kaffee, Kakao, Holz oder Palmöl.
  • Viehwirtschaft: Auch die Tierproduktion spielt im Rohstoffhandel eine Rolle – so kann man in Mastrinder, Lebendrinder oder Schweine investieren.
  • Industriemetalle: Beispiele für Metalle, die in der Industrie Anwendung finden, sind Blei, Aluminium, Kupfer, Zink, Zinn oder Nickel.
  • Edelmetalle: Auch Edelmetalle wie Gold, Silber, Palladium, Kupfer oder Platin sind Rohstoffe.
  • Energieträger: Hierzu gehört Rohöl mit den Sorten WTI und Brent, sowie Erdgas, Benzin, Kohle oder Ethanol. Aber auch Uran fällt in diese Kategorie.

Wie kann man in Rohstoffe investieren?

Um in Rohstoffe zu investieren, stehen Ihnen mehrere Wege offen – abhängig von dem jeweiligen Rohstoff. Eine Übersicht:

  • Direktanlage: Sie können bei Rohstoffen nur schwer direkt investieren, also etwa ein Silo Getreide oder ein Fass Rohöl kaufen und sich in den Garten stellen. Eine Ausnahme sind die Edelmetalle Gold, Silber oder Platin, die sich auch ein Privatanleger in Form von Münzen oder Barren in den Tresor oder das Schließfach legen kann.
  • Aktien oder Fonds: Mithilfe von Aktien oder Fonds, also Aktienkörben, legen Sie ebenfalls nicht direkt in Rohstoffen an. Stattdessen investieren Sie Ihr Geld in Unternehmen, die ihr Geld wiederum mit Rohstoffen verdienen. Das können etwa Aktien von Goldminen oder von Ölbohrfirmen sein. Die Risiken sind bisweilen aber sehr hoch.
  • ETFs und ETCs: ETFs und ETCs sind passive börsengehandelte Fonds. ETFs ("Exchange Traded Funds") bilden per Computersteuerung einen Rohstoffindex nach – Sie legen also in viele Rohstoffe gleichzeitig an. Doch die Indizes können sich hinsichtlich ihrer Streuung stark unterscheiden. ETFs auf einzelne Rohstoffe sind in Deutschland hingegen nicht erlaubt. Dazu gibt es die ETCs ("Exchanged Traded Commodities"). Bei einem Rohstoff-ETC investieren Sie nicht in einen ganzen Index, sondern nur in eine Rohstoffklasse. Sie erwerben bei einem ETC vom Herausgeber also keinen Fondsanteil, sondern eine Schuldverschreibung. Ein Rohstoff-ETC, etwa ein Gold-ETC, ist also eine Art Lieferschein. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Zertifikate: Zertifikate funktionieren ähnlich wie ETCs. Sie stellen einen Lieferschein für einen Rohstoff dar. Meist meint man mit Zertifikaten einen Rohstoff-Future. Das ist ein Terminkontrakt, mit dem Investoren das Recht erwerben, zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft eine bestimmte Menge des Rohstoffs zu erwerben. Wirklich abnehmen wollen Investoren den Rohstoff aber meist nicht. Stattdessen geht es ihnen darum, auf steigende oder fallende Preise zu setzen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Warum sollte man in Rohstoffe investieren?

Grundsätzlich gilt: Das Investment in Rohstoffe unterliegt hohen Risiken (siehe unten). Die Preise von Rohstoffen können innerhalb kurzer Zeit stark steigen – aber auch ebenso schnell fallen. Sie sind je nach Rohstoff sehr volatil, also schwankungsanfällig.

Dennoch können bestimmte Rohstoffe eine sinnvolle Ergänzung im eigenen Wertpapierdepot sein. Der Grund: Einige Rohstoffe entwickeln sich gegensätzlich zum Markt – allen voran Gold. Das gelbe Edelmetall gilt als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten, wenn Sie erwarten, dass die Inflation anzieht.

Das heißt: Fallen die Aktienkurse, steigt in der Regel der Goldpreis. Wenn Sie also einen Teil Ihres Portfolios in Gold halten, sind Sie gegen etwaige Kursstürze am Aktienmarkt abgesichert.

Goldbarren und Goldmünzen: Investitionen in Rohstoffe können direkt, wie in Gold, getätigt werden. In Agrar- oder Energierohstoffe kann nur indirekt investiert werden.
Goldbarren und Goldmünzen: Investitionen in Rohstoffe können direkt, wie in Gold, getätigt werden. In Agrar- oder Energierohstoffe kann nur indirekt investiert werden. (Quelle: GM Stock Films/getty-images-bilder)

Auf Rohstoffe spekulieren ist nur etwas für Profis

Während die Geldanlage in Gold den Wert des Vermögens absichern soll, spekulieren Anleger bei Erdöl, Industriemetallen oder Weizen in der Regel auf einen steigenden Wert. Sie erwarten zum Beispiel einen erhöhten Energieverbrauch, umfangreiche Infrastrukturprogramme und eine wachsende Weltbevölkerung – wodurch es langfristig höhere Lebensmittelpreise geben könnte.

Ebenso können Investoren auch auf fallende Preise setzen. Solche Spekulationen sind aber eher etwas für erfahrene oder professionelle Anleger – denn die Risiken sind hier sehr hoch.

Welche Risiken gibt es beim Investment in Rohstoffe?

Die Geldanlage in Rohstoffe birgt Risiken. Sie unterliegt vielfältigen – auch politischen und wirtschaftlichen – Einflussfaktoren, die zu stark schwankenden Kursen und damit zu Verlusten führen können.

  • Geopolitische Risiken: Durch Rohstoffe holen sich Anleger oft geopolitische Risiken ins Depot, die sie bedenken sollten. So werden viele Rohstoffe in teilweise instabilen Schwellenländern abgebaut. Zusätzlich werden Stoffe wie das Rohöl von Institutionen wie der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) kontrolliert, die den Preis direkt beeinflussen.
  • Währungsrisiken: Ein weiteres Risiko bringt die Währung mit sich. Denn die meisten Rohstoffe werden in US-Dollar gehandelt. Hier spielen zum einen das Auf und Ab des Dollarkurses an sich eine Rolle sowie auch der sich verändernde Wechselkurs zum Euro.
  • Keine Dividende oder Zinsen: Zudem schütten Rohstoffe keine Erträge in Form von Dividenden aus – auch Zinsen gibt es keine.
  • Emittentenrisiko: Erwerben Anleger Rohstoffe über Zertifikate – und damit über Schuldverschreibungen der Inhaber – besteht das Risiko, dass der Emittent, also die ausgebende Bank pleitegeht. In diesem Fall kann ein Totalverlust drohen.
  • Portfoliodiversifikation: Anleger sollten – wenn überhaupt – nur einen Teil ihres Geldes in Rohstoffe anlegen. Der Anteil am Gesamtportfolio sollte in der Regel nicht mehr als zehn Prozent betragen. Das Portfolio als solches sollte zudem ausreichend groß, ausgewogen und langfristig ausgerichtet sein.
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