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Depot-Vergleich: Das sind die besten Broker für Einsteiger

Depot-Vergleich  

Das sind die besten Broker für Einsteiger

27.05.2021, 20:55 Uhr
Animation erklärt: So einfach funktioniert der Handel an der Börse

Den Handel an der Börse stellen sich viele Menschen kompliziert vor, Märkte wirken unberechenbar, Aktien sind ihnen suspekt. Dabei ist Aktienhandel gar nicht schwierig, wie unser Video zeigt. (Quelle: t-online)

Aktien, Handel, Märkte: Diese Animation erklärt schnell und einfach, wie Börsenhandel funktioniert. (Quelle: t-online)


Wenn Sie Ihr Geld in Aktien, Fonds oder ETFs anlegen wollen, benötigen Sie dafür ein Wertpapierdepot. Besonders günstig gibt es das bei Online-Brokern. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Der Weg an die Börse führt über ein Depot. Denn dort bewahren Sie Ihre Wertpapiere auf und können zum Beispiel Aktien oder ETFs kaufen und verkaufen.

Doch welches Depot ist das richtige? Was muss es können? Und bei welchem Anbieter finden Sie es? Wir erklären Ihnen, was Sie als Einsteiger beachten sollten – und welchen Schritt Sie noch vor der Entscheidung für ein Depot gehen sollten.

Welches Depot ist das Beste für mich?

Welches Depot das Richtige für Sie ist, hängt davon ab, was genau Sie damit anfangen wollen. Als Einsteiger werden Sie sich den Start vermutlich so einfach wie möglich machen und in leicht verständliche, aber trotzdem ertragreiche Produkte investieren wollen.

Für Ihr Depot heißt das: Sie benötigen eins, das zuverlässig, günstig und einfach zu bedienen ist – und mit dem Sie Wertpapiere handeln können, die für Anfänger geeignet sind. Die gute Nachricht ist: Letzteres können Sie mit jedem gängigen Depot tun.

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Denn Einsteiger investieren besonders bequem und ertragreich mit sogenannten ETFs. Und die gehören – genauso wie wichtige Einzelaktien – zum Standardrepertoire der Depotanbieter.

Allerdings gibt es nicht bei jedem Broker das gleiche Angebot an ETFs und nicht jeder ETF ist bei jedem Anbieter auch sparplanfähig. Zudem unterscheiden sich mitunter die Gebühren für Sparpläne. Mit einem Sparplan investieren Sie regelmäßig – zum Beispiel jeden Monat – eine bestimmte Summe. Lesen Sie hier, wie Sie mit einem ETF-Sparplan fürs Alter vorsorgen. Alternativ können Sie auch erst mal nur einen Einmal-Betrag anlegen.

Tipp: Bevor Sie sich für ein Depot bei einem Broker entscheiden, sollten Sie wissen, wie und in welche Wertpapiere Sie investieren möchten. Schließlich sollte der Fonds oder die Aktie, die Sie sich ausgeguckt haben, auch dort verfügbar sein – und das am besten noch zu günstigen Konditionen. Wie Sie ein Depot eröffnen, lesen Sie hier.

Aber welche Anbieter sind denn nun zuverlässig, günstig und einfach zu bedienen? Und wie finde ich heraus, ob es meine Wunschaktie oder meinen Wunsch-ETF dort gibt? Das erklären wir Ihnen in den folgenden Abschnitten.

Welcher Broker ist zuverlässig?

Was die Zuverlässigkeit angeht, brauchen Sie sich bei keinem der gängigen Anbieter Sorgen zu machen. Selbst eine Pleite könnte Ihrem investierten Geld nichts anhaben, da es als Sondervermögen gilt.

Das bedeutet, dass Ihr Broker die Fondsanteile auf Ihrem Depot nicht selbst besitzt, sondern nur für Sie verwahrt. Sie sind damit vor dem Zugriff eventueller Gläubiger geschützt. Sollte es zur Insolvenz kommen, können Sie Ihre Wertpapiere auf ein anderes Depot übertragen.

Für das Geld auf dem Verrechnungskonto gilt zudem die gesetzliche Einlagensicherung. Das sind in der Regel 100.000 Euro pro Person und Bankverbindung. So ist Ihr Geld im Fall einer Bankpleite geschützt.

Welcher Broker ist günstig?

Grundsätzlich gilt: Online-Depots bei Direktbanken und Online-Brokern schneiden in der Regel deutlich günstiger ab als Depots bei Filialbanken. Denn die Sparkasse oder Volksbank um die Ecke berechnet Ihnen oft eine jährliche Gebühr dafür, dass sie Ihr Depot verwaltet, während Direktbanken und Online-Broker in der Regel darauf verzichten.

Auch bei den sogenannten Transaktionskosten, also den Kosten, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren anfallen, gibt es deutliche Unterschiede. Das sollten Sie bei der Auswahl eines Depots beachten, denn über die Jahre können selbst kleine Gebührenunterschiede Ihre Rendite stark beeinflussen.

Die Kosten hängen zudem davon ab, wie viel Service und Angebot Sie brauchen. Da Sie als Einsteiger aber wahrscheinlich nur hin und wieder Wertpapiere kaufen und diese lange im Depot liegen lassen, ist zum Beispiel der Zugang zu möglichst vielen Handelsplätzen und Echtzeit-Kursen weniger wichtig für Sie.

Sie können dann einen Broker wählen, der zwar bestimmte Leistungen nicht anbietet, dafür aber günstiger ist. Welche Kosten bei welchem Anbieter genau auf Sie zukommen, lesen Sie weiter unten.

Welches Depot ist einfach zu bedienen?

Hier hängt es davon ab, was Sie unter einer einfachen Bedienung verstehen. Grundsätzlich ist ein Online-Depot ähnlich leicht zu bedienen wie klassisches Online-Banking.

Möchten Sie Ihr Depot über eine App auf dem Smartphone steuern, könnten sogenannte Neobroker die richtige Wahl für Sie sein. Legen Sie hingegen Wert darauf, vom PC darauf zugreifen zu können, sind Sie bei Direkt- oder Filialbanken besser aufgehoben. 

Verstehen Sie unter einfacher Bedienung gar, dass Sie das Depot auch komplett offline führen können, führt kein Weg an den Filialbanken vorbei. Dort haben Sie die Möglichkeit, Ihr Depot schriftlich oder im persönlichen Kontakt mit einem Bankmitarbeiter zu nutzen – allerdings zu höheren Kosten.

Welche Broker sind für Einsteiger zu empfehlen?

Für Einsteiger empfehlen sich Anbieter aus Deutschland, bei denen die Depotführung nichts kostet und bei denen sich automatische Sparpläne auf ETFs einrichten lassen. Außerdem sollte es möglich sein, Aktien zu handeln.

Darüber hinaus muss jeder für sich abwägen, was ihm wichtiger ist: besonders günstige Gebühren oder bestimmte Angebote, die dann etwas mehr kosten. Auch die Frage, welche Art von Service man wünscht oder wie das Depot zu bedienen sein soll, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab.

Wem vor allem niedrige Ordergebühren wichtig sind, sollte sich Scalable Capital, Trade Republic und Smartbroker genauer anschauen. Egal ob Einzelkauf oder Sparpläne – hier gibt es besonders günstige Konditionen.

Scalable Capital

  • Im Depotmodell "Free Broker" ist der erste Sparplan kostenlos.
  • Auch weitere Sparpläne sind kostenlos, wenn Sie einen der 600 gebührenfreien ETFs wählen. Andernfalls kosten weitere Sparpläne je 0,99 Euro.
  • Die monatliche Mindestsparrate liegt bei 25 Euro.
  • Zum gebührenfreien Angebot zählen ETFs der großen Anbieter iShares, Xtrackers und Invesco.
  • Auch Einzelkäufe kosten 0,99 Euro je Order, wenn sie über den Handelsplatz Gettex erfolgen. Ebenfalls möglich ist der Handel über das deutlich größere System von Xetra (3,99 Euro).
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der Baader Bank.
  • Sie können das Depot per App oder am PC führen.

Trade Republic

  • Im Angebot sind rund 1.500 kostenlose ETF-Sparpläne.
  • Die monatliche Mindestsparrate liegt bei 10 Euro.
  • Einzelkäufe und -verkäufe kosten 1 Euro, es gibt keinen Mindestbetrag.
  • Der Handel ist ausschließlich über eine Smartphone-App möglich.
  • Die Orders laufen ausschließlich über den Handelsplatz Lang & Schwarz.
  • Das Depot liegt bei Trade Republic, das Verrechnungskonto bei der Solaris Bank, die Verwahrung der ETF-Anteile läuft über die HSBC.

Smartbroker

  • Knapp 300 Sparpläne sind kostenlos – allerdings befristet.
  • Anschließend kostet jede Ausführung 0,80 Euro, wenn die Sparraten 400 Euro nicht übersteigen. Bei höheren Beträgen werden 0,2 Prozent Gebühren fällig.
  • Die monatliche Mindestsparrate liegt bei 25 Euro.
  • Einzelkäufe kosten nichts, wenn sie über Gettex oder Lang & Schwarz erfolgen und Sie mehr als 500 Euro anlegen. Bei niedrigeren Summen kostet die Order 4 Euro.
  • Smartbroker berechnet 0,5 Prozent pro Jahr auf das Geld, das Sie auf dem Verrechnungskonto liegen haben – aber erst, wenn der Betrag dort mehr als 15 Prozent des Gesamtdepotwerts ausmacht.
  • Das Konto und die Wertpapierverwahrung liegen bei der DAB BNP Paribas.

Wer es günstig, aber etwas vielseitiger haben möchte, sollte einen Blick auf Angebote von Direktbanken werfen. Diese kosten im direkten Vergleich mit den Neobrokern zwar etwas mehr, bieten dafür aber zum Beispiel die Möglichkeit, zusätzlich zum Depot ein normales Girokonto oder ein Kinderdepot zu führen.

Ein besonders gutes Angebot gibt es bei folgenden Banken:

ING

  • Seit April 2021 sind alle ETF-Sparpläne gebührenfrei. 
  • Die monatliche Mindestsparrate liegt bei 1 Euro.
  • Einzelkäufe kosten 4,90 Euro, plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, höchstens 69,90 Euro.
  • Das Depot ist mit einem Girokonto kombinierbar, das ab einem Geldeingang von 700 Euro im Monat kostenlos ist.
  • Es ist möglich ein Kinderdepot und ein Gemeinschaftsdepot zu führen.

Comdirect

  • Die Ausführung von Sparplänen kostet 1,5 Prozent der Sparrate, es gibt aber regelmäßig Aktions-ETFs, bei denen der Sparplan kostenlos ist.
  • Die monatliche Mindestsparrate liegt bei 25 Euro.
  • Einzelkäufe kosten 4,90 Euro, plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, mindestens 9,90 Euro, höchstens 59,90 Euro.
  • Das Depot ist mit einem Girokonto kombinierbar, das ab einem Geldeingang von 700 Euro im Monat kostenlos ist.
  • Es ist möglich ein Kinderdepot und ein Gemeinschaftsdepot zu führen.
  • Die Depotführung ist nur drei Jahre lang kostenlos. Damit auch danach keine Gebühren anfallen, müssen Sie einen Sparplan einrichten oder zwei Einzelkäufe pro Quartal tätigen. Andernfalls kostet es 1,95 Euro im Monat.

Consorsbank

  • Die Ausführung von Sparplänen kostet 1,5 Prozent der Sparrate, es gibt aber regelmäßig Aktions-ETFs, bei denen der Sparplan kostenlos ist.
  • Die monatliche Mindestsparrate liegt bei 25 Euro.
  • Einzelkäufe kosten 4,95 Euro, plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, mindestens 9,95 Euro, höchstens 69 Euro.
  • Das Depot ist mit einem Girokonto kombinierbar, das ab einem Geldeingang von 700 Euro im Monat kostenlos ist.
  • Es ist möglich ein Kinderdepot und ein Gemeinschaftsdepot zu führen.

DKB

  • Die Ausführung von Sparplänen kostet 1,50 Euro – unabhängig von der Höhe der Sparrate.
  • Es gibt aber auch Aktionsangebote mit vergünstigten Sparplänen.
  • Die monatliche Mindestsparrate liegt bei 50 Euro.
  • Einzelkäufe kosten bei Beträgen bis 10.000 Euro 10 Euro, bei höheren Summen 25 Euro.
  • Das Depot ist mit einem Girokonto kombinierbar.
  • Es ist möglich ein Kinderdepot und ein Gemeinschaftsdepot zu führen.

Woher weiß ich, welche ETFs ein Broker anbietet?

Ob ein Broker den von Ihnen favorisierten ETF anbietet, können Sie mithilfe von ETF-Suchmaschinen herausfinden – beispielsweise auf justetf.com. Dort geben Sie oben in das Suchfeld die sogenannte ISIN ein, die internationale Wertpapierkennnummer, mit der sich jeder ETF eindeutig identifizieren lässt.

Justetf.com zeigt Ihnen dann alle Informationen zu diesem ETF an, unter anderem eben auch, ob er sparplanfähig ist, bei welchen Anbietern und zu welchen Konditionen.

Welcher ETF ist der Richtige?

Für Einsteiger eignet sich ein ETF auf den internationalen Aktienindex MSCI World. Darin befinden sich Anteile von rund 1.600 Unternehmen weltweit. Mit einer solch breiten Streuung senken Sie Ihr Risiko. Denn wenn eine Region oder Branche mal schwächelt, gleicht eine andere den Verlust wieder aus.

Bleiben Sie zudem über einen langen Zeitraum investiert, am besten mindestens 15 Jahre, reduziert sich das Risiko weiter, weil Sie Krisen einfach aussitzen können.

Verwendete Quellen:

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