Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeWirtschaft & FinanzenGeld & VorsorgeRente & Altersvorsorge

Rente: Wieviel Geld sollte mit 40, 50, 55 oder 60 gespart sein?


So viel Geld müssten Sie jetzt auf dem Konto haben

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 23.12.2022Lesedauer: 6 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
Qualitativ geprüfter Inhalt

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Rentensystem in Deutschland: Wie es derzeit noch funktioniert und warum es ein akutes Problem gibt. (Quelle: t-online)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild für einen TextTürkei bestellt deutschen Botschafter einSymbolbild für einen TextMann stirbt an letztem ArbeitstagSymbolbild für einen TextSchlagerstar wird 85: "Gibt mir Kraft"
Symbolbild für einen TextMann zückt Messer in RegionalzugSymbolbild für einen TextVorwurf: Kinder an Tiertötungen beteiligtSymbolbild für einen TextSchwanger: Model zieht Konsequenzen
2. Liga: Tabellenführer dreht auf
Symbolbild für einen TextUrteil: Diese Schottergärten müssen wegSymbolbild für einen TextHeidi Klum spricht über Baby Nummer fünfSymbolbild für einen TextNeuer Bugatti stellt Auktionsrekord aufSymbolbild für einen TextIran: Schockierende Bilder von HäftlingSymbolbild für einen Watson TeaserFC Bayern: Geheime Ansprache enthülltSymbolbild für einen Text5 Getränke für ein starkes Immunsystem
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Die Rente ohne Geldsorgen verbringen – so wünschen es sich wohl die meisten. Wir zeigen, wie viel Geld Sie im Ruhestand benötigen und wie Sie es bekommen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie viel Geld müsste ich mit 30 Jahren auf dem Konto haben?
  • Wie viel Geld müsste ich mit 40 Jahren auf dem Konto haben?
  • Wie viel Geld müsste ich mit 50 Jahren auf dem Konto haben?
  • Wie viel Geld müsste ich mit 60 Jahren auf dem Konto haben?
  • Was kann ich tun, wenn ich zu wenig Geld gespart habe?

Ein gutes Buch in der einen, Cocktail mit Schirmchen in der anderen Hand und sich nicht mehr sorgen müssen – zumindest nicht um seine Finanzen: So oder ähnlich erträumen sich vermutlich viele Deutsche ihren Ruhestand.


Spar-Tipps: Fünf Methoden für mehr Geld

Geld
Tipp 2: Verträge checken. Strom, Gas oder Smartphone können Monat für Monat viel Geld verschlingen. Es kann sich daher lohnen, mehrere Angebote zu vergleichen. Am Ende muss gar nicht immer ein Wechsel stehen: Oft gibt Ihnen der Anbieter die Option, den Tarif zu wechseln und so Geld zu sparen.
+3

Doch die gesetzliche Rente allein wird den Traum nicht erfüllen. Sie sollten zusätzlich selber Geld sparen, wo immer möglich – und noch einen Schritt weiter gehen und das Ersparte investieren. Welche teuren Fehler Sie bei der Altersvorsorge nicht machen sollten, lesen Sie hier.

Denn bleiben Sie beim unverzinsten Sparen, wird es schwer, wie eine Auswertung der Geldanlage-Plattform Weltsparen zeigt. Wie viel Geld Sie dann nämlich bereits jetzt auf dem Konto haben müssten, um später die Rentenlücke schließen zu können, sehen Sie in den nächsten Abschnitten.

Zur Methode:
Die Berechnungen basieren auf einem Berufseinstieg von 25 Jahren, einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren von Männern und Frauen. Im Schnitt beträgt die Zeit in Rente damit etwa 14 bis 15 Jahre mit steigender Tendenz. Steuern und Inflation wurden berücksichtigt. Um besser vergleichen zu können, wurde bei der Berechnung des Nettogehalts zudem angenommen, dass die Personen unverheiratet sind, keine Kinder haben, in Steuerklasse 1 veranlagt sind, in einem alten Bundesland wohnen, gesetzlich pflichtversichert sind und Kirchensteuer zahlen.

Wie viel Geld müsste ich mit 30 Jahren auf dem Konto haben?

Wenn Sie im Alter Ihren jetzigen Lebensstandard halten wollen, müssten Sie theoretisch bereits heute rund 47.000 Euro auf der hohen Kante haben. Die Summe ergibt sich wie folgt:

30-Jährige verdienen 2022 brutto im Schnitt 44.606 Euro, netto pro Monat damit 2.344 Euro. Das ergibt für unverheiratete Personen ohne Kinder einen gesetzlichen Rentenanspruch von brutto etwa 1.649 Euro pro Monat. Im Schnitt werden damit monatlich also knapp 700 Euro fehlen, um im Alter den jetzigen Lebensstandard zu halten (2.344 Euro - 1.649 Euro = 695 Euro).

Insgesamt macht das bei 15 Jahren Rente hochgerechnet 164.000 Euro unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation, also der Tatsache, dass Ihr Geld mit den Jahren an Wert verliert.

Angenommen, Sie kommen der Empfehlung von Experten nach, jeden Monat 10 Prozent Ihres Nettogehalts zu sparen, dann könnten Sie bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren noch rund 117.000 Euro zusammenbekommen, wenn Sie dafür keine Zinsen erhalten – 47.000 Euro zu wenig (164.000 Euro - 117.000 Euro = 47.000 Euro). Was Sie tun können, um mehr aus Ihrem Geld zu machen, statt es nur unverzinst zu sparen, lesen Sie im letzten Abschnitt.

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

* bei 14 Jahren Rente

** monatlich zehn Prozent des Nettogehalts bis 67 Jahre

Wie viel Geld müsste ich mit 40 Jahren auf dem Konto haben?

Hier müssten Sie theoretisch schon deutlich mehr angespart haben: 93.000 Euro nämlich. So kommt es zu dieser großen Zahl:

40-Jährige verdienen in Deutschland im Schnitt 52.221 Euro brutto im Jahr, also etwa 2.657 Euro netto im Monat nach dem Wegfall des Soli. Sie können damit mit einer monatlichen Rente von 1.930 Euro rechnen. Zum jetzigen Nettogehalt klafft also jeden Monat eine Lücke von etwa 727 Euro (2.657 Euro - 1.930 Euro = 727 Euro).

Insgesamt fehlen über einen Zeitraum von 15 Jahren Rentenbezug sogar 181.000 Euro – wenn man Inflation und Steuern mit einrechnet.

Sparen Sie ab sofort monatlich 10 Prozent Ihres Nettogehalts, schaffen Sie es allerdings nur auf eine Ersparnis von 88.000 Euro, wenn Sie darauf keine Zinsen erhalten. Noch mehr müssen Sie bereits jetzt besitzen, um die Lücke zu schließen (181.000 Euro - 88.000 Euro = 93.000 Euro). Was Sie tun können, um mehr aus Ihrem Geld zu machen, statt es nur unverzinst zu sparen, lesen Sie im letzten Abschnitt.

Meistgelesen
Frau sichtet Unterlagen (Symbolbild): Eigentlich verschickt die Deutsche Rentenversicherung den Rentenbescheid. Jetzt kommt aber ein anderes Schreiben.
Darum bekommen Sie bald Post von der Rentenversicherung
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Wie viel Geld müsste ich mit 50 Jahren auf dem Konto haben?

Einen ordentlichen Batzen: 135.000 Euro. Die wären nötig, um Ihren jetzigen Lebensstandard auch im Ruhestand halten zu können. Wie man auf diese Zahl kommt? So:

50-Jährige verfügen in Deutschland über ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 53.720 Euro im Jahr. Monatlich gehen auf ihrem Konto also etwa 2.717 Euro netto ein.

Als gesetzliche Rente stehen ihnen später aber nur rund 1.980 Euro zu – 737 Euro weniger jeden Monat (2.717 Euro - 1.980 Euro = 737 Euro). Über 15 Jahre im Ruhestand entspräche diese Lücke nach Berücksichtigung von Steuern und Inflation insgesamt 190.000 Euro.

Legen Sie nun monatlich 10 Prozent des Nettogehalts zur Seite, könnten Sie bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren noch 55.000 Euro ansparen, wenn Sie dafür keine Zinsen bekommen – also besagte 135.000 Euro zu wenig, um die Rentenlücke auszugleichen. Was Sie tun können, um mehr aus Ihrem Geld zu machen, statt es nur unverzinst zu sparen, lesen Sie im letzten Abschnitt.

Wie viel Geld müsste ich mit 60 Jahren auf dem Konto haben?

Wenn Sie mit Ihrem Geld nichts anderes tun, als es auf dem Konto oder Sparbuch liegen zu lassen, bräuchten Sie idealerweise bereits jetzt die riesige Summe von 160.000 Euro. Nur so wäre es Ihnen allein durch Sparen möglich, sich im Ruhestand genauso viel leisten zu können wie aktuell. Die Summe berechnet sich folgendermaßen:

Eine heute 60-jährige Person kommt im Jahr auf ein Gehalt von durchschnittlich 53.549 Euro brutto, monatlich damit auf 2.710 Euro netto. Bleibt der Verdienst bis zum Renteneintritt so, dürfen Sie mit einer Rente von 1.980 Euro rechnen. Das sind 730 Euro weniger, als Sie derzeit pro Monat verdienen (2.710 Euro - 1.980 Euro = 730 Euro).

Beziehen Sie nun 15 Jahre lang Rente, wächst die Lücke auf insgesamt 183.000 Euro an – dass Ihr Geld durch die Inflation immer weniger wert wird und Sie noch Steuern zahlen müssen, ist hierbei bereits berücksichtigt.

Sparen Sie bis zum Renteneintritt jeden Monat 10 Prozent Ihres Nettogehalts, haben Sie am Ende 23.000 Euro angespart, wenn Sie dafür keine Zinsen bekommen – also 160.000 Euro zu wenig, um so weiter leben zu können wie bisher (183.000 Euro - 23.000 Euro = 160.000 Euro). Was Sie tun können, um mehr aus Ihrem Geld zu machen, statt es nur unverzinst zu sparen, lesen Sie im nächsten Abschnitt.

Was kann ich tun, wenn ich zu wenig Geld gespart habe?

Die Berechnungen gehen davon aus, dass Sie Ihr Geld einfach nur auf einem zinslosen Girokonto oder Sparbuch parken. So kann es nicht für Sie arbeiten und verliert bloß beständig durch die Inflation an Wert. Gehen Sie so vor, werden Sie sich im Alter einschränken müssen – sofern Sie eben nicht die oben errechneten, teils sehr hohen Beträge gespart haben.

Loading...
Loading...
Loading...

Besser wäre es, Sie legten das Ersparte regelmäßig an. Gut geeignet dafür sind sogenannte Indexfonds, kurz ETFs ("Exchange Traded Funds"). ETFs sind spezielle Aktienfonds, also ganze Körbe aus vielen verschiedenen Aktien, die einen Aktienindex wie zum Beispiel den Dax oder den MSCI World nachbilden.

ETFs haben damit anders als aktive Investmentfonds nicht das Ziel, sich besser zu entwickeln als der Gesamtmarkt, sondern sich stattdessen genauso zu entwickeln wie der Index, den sie abbilden.

Renditerechner: Rendite einfach berechnen
Berechnung
Endkapital13.159
Zinsen3.159

Der große Vorteil von ETFs: Sie sind deutlich günstiger als aktive Fonds, die von einem Manager verwaltet werden, wodurch Sie am Ende mit einem höheren Ertrag, auch Rendite genannt, rechnen können. Hier gilt allerdings: Je früher Sie anfangen, desto besser.

Denn je länger Sie in ETFs investiert sind, desto stärker schlägt nicht nur der Zinseszinseffekt zu Buche, sondern desto eher können Sie kurzfristige Krisen aussitzen – und damit kurzfristige Verluste auf lange Sicht wieder wettmachen.

Andererseits gilt aber auch: besser überhaupt investieren als gar nicht. Sie können einen ETF-Sparplan schließlich auch über das Renteneintrittsalter hinaus weiter führen und müssen damit nicht "fertig" sein, bis Sie 67 Jahre alt sind. Wenn Sie erst im Alter von 60 Jahren starten, sollten Sie das sogar, denn ETFs sind eine langfristige Anlage und sollten mindestens 15 Jahre gehalten werden.

Wir haben für verschiedene Altersstufen ausgerechnet, wie sich Ihr Erspartes vermehrt, wenn Sie es bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent in einen ETF-Sparplan anlegen.

Sie sehen: Früh anfangen lohnt sich. Denn wenn Sie mit 30 Jahren starten, schaffen Sie es nicht nur, die Rentenlücke von 164.000 Euro zu schließen, Sie bekommen sogar noch 152.000 Euro zusätzlich heraus (316.000 Euro - 164.000 Euro = 152.000 Euro).

Bei den Berechnungen handelt es sich stets um Durchschnittswerte. Ihre individuelle Lage wird vermutlich etwas anders sein. Wenn Sie wissen möchten, wie viel Geld Sie monatlich investieren müssen, um eine bestimmte Summe zu erreichen, hilft Ihnen unser Sparplanrechner.

Klicken Sie sich durch!

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Untersuchung von weltsparen.de
  • Deutsche Rentenversicherung
  • Stepstone
  • Statistisches Bundesamt
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff
BankDeutschlandInflationZins
Ehe










t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website