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Rente: Wann gibt es nur 1000 Euro im Monat? | Finanzen


Knapp unter Durchschnitt
Wann es nur 1.000 Euro Rente gibt


Aktualisiert am 12.01.2024Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Seniorin hält Euroscheine (Symbolbild): Frauen im Westen erhalten im Schnitt deutlich weniger als 1.000 Euro Rente.Vergrößern des Bildes
Seniorin hält Euroscheine (Symbolbild): Frauen im Westen erhalten im Schnitt deutlich weniger als 1.000 Euro Rente im Monat. (Quelle: imageBROKER/Jan Tepass)

Wer in Deutschland 1.000 Euro Rente pro Monat bezieht, liegt damit ziemlich genau im Durchschnitt. t-online zeigt, mit welchem Gehalt Sie auf diese Rente kommen.

Die Bezüge von Deutschlands Rentnern sind im Schnitt nicht gerade üppig. Laut dem Rentenversicherungsbericht 2023 kam der männliche Durchschnittsrentner Ende 2022 im Westen auf 1.382 Euro brutto im Monat, die Durchschnittsrentnerin lediglich auf 797 Euro. Im Osten erreichten Männer im Schnitt 1.356 Euro, Frauen 1.135 Euro.

Eine Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung aus dem Jahr 2022 ergab zudem, dass jeder siebte Rentner sogar weniger als 1.000 Euro monatlich bekam – und das trotz der hohen Zahl von 45 Beitragsjahren. Das betraf knapp 600.000 Rentner in Deutschland.

Doch wie kommt man auf diese Beträge? Wie viel muss man verdienen, um am Ende bei einer Rente von 1.000 Euro brutto im Monat herauszukommen?

So berechnet sich die monatliche Bruttorente

Um das zu beantworten, müssen Sie zunächst wissen, wie sich die monatliche Bruttorente berechnet:

Rentenformel

Monatliche Bruttorente = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert x Rentenartfaktor

Der Rentenwert ist seit 2023 im Westen und Osten gleich und beträgt 37,60 Euro. Die Bundesregierung legt diesen Wert mit Zustimmung des Bundesrats immer zum 1. Juli eines Jahres fest. Der Zugangsfaktor und der Rentenartfaktor haben beide den Wert 1, wenn Sie nicht vorzeitig in Rente gehen und es sich bei der Rente um die normale Altersrente handelt. Was passiert, wenn Sie vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen, lesen Sie hier.

Wann bekomme ich 1.000 Euro Rente im Monat?

Eine Bruttorente von genau 1.000 Euro im Monat erhalten Sie, wenn Sie beim derzeitigen Rentenwert 26,5957 Rentenpunkte gesammelt haben.

Setzen wir 45 Versicherungsjahre voraus, müssten Sie also 0,591 Rentenpunkte pro Jahr erzielen. In Bruttogehalt übersetzt bedeutet das, Sie müssten etwas mehr als die Hälfte des jährlichen Durchschnittsentgelts verdienen. Konkret:

  • monatlich 2.234 Euro im Westen
  • monatlich 2.203 Euro im Osten

Denn die Rentenpunkte pro Jahr berechnen sich nach folgender Formel:

Jahresbruttoeinkommen / Durchschnittsentgelt = Rentenpunkte pro Jahr

Das Durchschnittsentgelt bildet ab, wie viel der Durchschnitt aller Sozialversicherten im Jahr verdient. Es wird jedes Jahr neu berechnet. Für 2024 gibt es bisher nur einen vorläufigen Wert. Er liegt bei 45.358 Euro im Westen und 44.732 Euro im Osten.

Achtung: Von der Bruttorente gehen noch Beiträge zur Sozialversicherung ab. Auch Steuern müssen Sie grundsätzlich zahlen. Allerdings nur, wenn Sie mit Ihren Einkünften über dem Grundfreibetrag liegen. Dieser bildet das Existenzminimum ab. 2024 liegt der Freibetrag bei 11.604 Euro. Lesen Sie hier, was bei einer Rente von 1.000 Euro übrig bleibt.

So bessern Sie Ihre Rente auf

Mit einer Rente von 1.000 Euro dürften die meisten Mühe haben, sorgenfrei durch den Ruhestand zu kommen. Wer es sich leisten kann, sollte deshalb bereits während des Erwerbslebens aktiv werden und so früh wie möglich privat fürs Alter vorsorgen. Am besten funktioniert das, wenn Sie dem Aktienmarkt eine Chance geben. Das geht bereits ab kleinen monatlichen Beträgen.

Können Sie das Geld noch mindestens 15 Jahre für sich arbeiten lassen, empfiehlt sich ein weltweit streuender Aktien-ETF. Das sind Investmentfonds, die einen Index wie zum Beispiel den MSCI World eins zu eins nachbilden (mehr dazu lesen Sie hier).

Sie investieren damit auf einen Schlag in Hunderte Unternehmen auf der ganzen Welt. Das ist deutlich risikoärmer, als sein Geld in einzelne Aktien zu stecken. Und dank des langen Anlagezeitraums können Sie Krisen einfach aussitzen. Lesen Sie hier, wie Sie ganz konkret jeden Monat Geld in einen ETF stecken.

Verwendete Quellen
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