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So gut funktioniert Intervallfasten wirklich

dpa, Anja Garms

Aktualisiert am 17.08.2021Lesedauer: 3 Min.
Salatteller: Zu bestimmten Zeiten sollen Anhänger des Intervallfastens nichts oder nur sehr wenig essen.
Salatteller: Zu bestimmten Zeiten sollen Anhänger des Intervallfastens nichts oder nur sehr wenig essen. (Quelle: Kai Pilger/Pexels)
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Intervallfasten ist der Trend auf dem Di√§tmarkt. Aber ist die Methode besser als andere Di√§ten? Das haben Forscher nun eingehend gepr√ľft ‚Äď mit klaren Resultaten.

Intervallfasten hilft beim Abnehmen und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Besser als andere kalorienreduzierte Abnehmmethoden ist der Di√§ttrend in dieser Hinsicht allerdings nicht, berichtet ein internationales Forscherteam um Ruth Sch√ľbel vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg im "American Journal of Clinical Nutrition". Das bedeute auch: Wer Gewicht verlieren und seine Gesundheit verbessern wolle, k√∂nne einfach die f√ľr sich geeignete Methode w√§hlen und loslegen.

Wie funktioniert Intervallfasten?

Beim Intervallfasten gibt es so gut wie keine Vorschriften, was das Essen anbelangt ‚Äď au√üer: Es m√ľssen zwischendurch Pausen eingelegt werden. Dabei ist es zum Beispiel m√∂glich, nur an acht Stunden des Tages zu essen und die verbleibenden 16 zu fasten (8:16 Methode). Alternativ kann man an f√ľnf Tagen der Woche normal essen und an zwei Tagen weitgehend hungern, das hei√üt, nicht mehr als etwa 500 Kalorien zu sich nehmen (5:2-Methode).

Einige wissenschaftliche Studien hatten angedeutet, dass sich infolge des Intervallfastens bestimmte Stoffwechselwerte deutlicher verbessern als bei einer herk√∂mmlichen Di√§t, bei der √ľber l√§ngere Zeit jeden Tag weniger Kalorien aufgenommen werden. Diese Annahme pr√ľften die Wissenschaftler nun. Sie nahmen 150 √ľbergewichtige und fettleibige Menschen zwischen 35 und 65 Jahren in ihre Studie auf und teilten sie nach dem Zufallsprinzip in eine von drei Gruppen ein.

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Vergleich der Intervalldiät mit reduzierter Kalorienaufnahme

Die Teilnehmer der ersten Gruppe machten Intervallfasten nach der 5:2-Methoden und reduzierten ihre w√∂chentlich aufgenommene Energie so um 20 Prozent. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe hielten normal Di√§t, indem sie t√§glich 20 Prozent weniger Energie aufnahmen. Die √ľbrigen Studienteilnehmer a√üen weiter wie immer. Alle bekamen zu Beginn der Untersuchung ausf√ľhrliche Informationen zu gesunder Ern√§hrung und gegebenenfalls zur Durchf√ľhrung ihrer Di√§t. Au√üerdem bestimmten die Forscher zahlreiche Messwerte, wie Gewicht, Fettverteilung, Blutdruck und zahlreiche Stoffwechselwerte.

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Während der ersten drei Monate wurden die Teilnehmer alle zwei Wochen telefonisch nach ihren Erfahrungen befragt und ermuntert durchzuhalten. Im Anschluss an die eigentliche Testphase kamen die Teilnehmer zur neuerlichen Untersuchung ins Studienzentrum. Sie wurden erneut ermutigt weiterzumachen, bekamen dann allerdings keine weiteren Anrufe mehr. Insgesamt beobachteten die Wissenschaftler die Teilnehmer 50 Wochen lang und erhoben Gewicht und Gesundheitszustand.

Keine gravierenden Unterschiede zwischen Diäten

Die Auswertung der Daten belegte, dass es zwischen den beiden Di√§tvarianten keine erheblichen Unterschiede in Bezug auf Gewichtsverlust gibt und sich auch der Stoffwechsel sehr √§hnlich ver√§ndert hatte: "Bei den Probanden beider Gruppen verringerte sich mit dem K√∂rpergewicht das viszerale Fett, also das ungesunde Bauchfett, ebenso die Fettablagerungen in der Leber", erl√§utert Sch√ľbel. Auch in der Aktivit√§t von bestimmten Genen, die mit den nachteiligen gesundheitlichen Folgen von √úbergewicht im Zusammenhang stehen, fanden die Wissenschaftler keinen Unterschied.

Einzig im Hinblick auf die Glucose-Werte gab es deutliche Unterschiede zwischen den beiden Diätmethoden: Nach zwölf Wochen hatten die Teilnehmer, die täglich weniger gegessen hatten, einen wesentlich geringeren Blutzuckerspiegel.

Art der Diät hat weniger Einfluss auf Erfolg

Beim Abnehmen komme es vermutlich nicht so sehr auf die Art der Di√§t an, sondern in erster Linie darauf, sich f√ľr eine Art zu entscheiden und diese dann durchzuhalten, folgern die Wissenschaftler. Es scheine so zu sein, "dass es einigen Menschen leichter f√§llt, an zwei Tagen sehr diszipliniert zu sein, statt jeden Tag Kalorien zu z√§hlen und sich einzuschr√§nken", sagt Studienleiter Tilman K√ľhn. Um das Gewicht langfristig zu halten, bed√ľrfe es allerdings einer langfristigen Ern√§hrungsumstellung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung (DGE).

Die Fachgesellschaft sieht den Trend zum Intervallfasten eher kritisch. "Die meisten Konzepte des Intervallfastens beinhalten keine oder nur sehr vage Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl. Daher findet alleine durch das intermittierende Fasten in der Regel keine Ern√§hrungsumstellung hin zu einer ern√§hrungsphysiologisch g√ľnstigen Lebensmittelauswahl statt", hei√üt es dort. Und Fasten sei zum Abnehmen ungeeignet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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