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Omega-3-Fettsäuren: Nicht so gesund wie gedacht?


Wie gesund sind Omega-3-Fettsäuren?

cme/vdb

Aktualisiert am 30.01.2014Lesedauer: 2 Min.
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Die Einnahme von Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren ist nicht immer sinnvoll.
Die Einnahme von Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren ist nicht immer sinnvoll. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Omega-3-Fettsäuren galten bislang als besonders gesund - sie sollen Herz und Hirn fit halten. Die Fettsäuren sind vor allem in fettem Fisch wie Lachs und Makrele sowie in einigen Pflanzenölen wie Lein-, Raps- und Walnussöl enthalten, werden aber auch anderen Lebensmitteln wie Eiern oder Brot zugesetzt. Wir erklären, ob die Einnahme von Omega-3-Kapseln sinnvoll ist und wie viel Fisch Sie essen sollten.

Omega-3-Fettsäuren sind gut fürs Herz

"Eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das ist durch zahlreiche Studien belegt", sagt Birgit Niemann vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Insbesondere Menschen, die wenig Fisch essen, könnten der Expertin zufolge von zusätzlichen Omega-3-Fettsäure-Gaben profitieren. Forscher vermuten zudem, dass sich die Fette positiv auf das Gehirn auswirken. Sie zeigten in einer Studie, dass Kinder, die mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, besser lernen und seltener Verhaltensstörungen zeigen als die Kinder der Vergleichsgruppe. Auch zur Vorbeugung von Alzheimer sollen Omega-3-Fettsäuren beitragen, wie eine US-Studie belegt.

Ähnlich wie bei Vitaminen kann die positive Wirkung der Omega-3-Fettsäuren bei hoher Dosierung allerdings ins Negative kippen - insbesondere wenn statt natürlicher Lebensmittel Nahrungsergänzungsmittel wie Fischölkapseln oder angereicherte Lebensmittel gewählt werden.

Hoher Cholesterinspiegel durch zu viel Omega-3-Fett

In einer Stellungnahme zu Omega-3-Fettsäuren warnt das Bundesinstitut zur Risikobewertung (BfR) vor den Risiken einer Überdosierung. So können die vermeintlich gesunden Fette im Übermaß den Cholesterinspiegel erhöhen, zu einer erhöhten Blutungsneigung führen und bei älteren Menschen die Immunabwehr schwächen. Doch wie viel Omega-3-Fett ist noch gesund? "Empfehlenswert sind 250 bis 500 Milligramm langkettige Omega-3-Fettsäuren pro Tag, das entspricht zwei bis drei Portionen Kaltwasserfisch pro Woche", sagt Birgit Niemann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Woche mindestens eine Seefischmahlzeit. Zum Vergleich: 100 Gramm Lachs enthalten durchschnittlich drei Gramm langkettige Omega-3-Fettsäuren, bei der gleichen Menge Thunfisch können es bis zu vier Gramm sein. Bei einer höheren Aufnahme seien keine positiven Effekte mehr beobachtet worden.

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Überdosierung durch Fischölkapseln?

Kritisch wird es aber erst, wenn man eine Menge von mehr als fünf Gramm langkettiger Omega-3-Fettsäuren am Tag verzehrt. Das geht aus der aktuellen Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit hervor. Mit natürlichen Lebensmitteln ist eine solche Überdosierung kaum zu erreichen. Anders bei angereicherten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln: Sie sollte man vorsichtig dosieren und vor allem nicht zu viel davon schlucken. Insbesondere die steigende Zahl an angereicherten Lebensmitteln wird vom BfR kritisiert. Hier sei die Rechtslage sehr kompliziert, da es für unterschiedliche Produkte unterschiedliche Gesetze gebe.

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Die bislang auf dem Markt erhältlichen, mit Omega-3-Fettsäuren angereicherten Lebensmittel sind laut Niemann allerdings überwiegend unbedenklich. Der Zusatz der Fettsäuren bewege sich im Bereich von 75 bis 200 Milligramm pro 100 Gramm. Dennoch macht es Sinn, den Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren besser durch Fisch und Pflanzenöle zu decken als durch angereicherte Lebensmittel oder Fischölkapseln. Wer dennoch zu Nahrungsergänzungsmitteln greift, sollte einen Blick aufs Etikett zu werfen. Die Menge von 1500 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag sollte auf Dauer nicht überschritten werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Lynn Zimmermann
BrotBundesinstitut für RisikobewertungLebensmittel

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