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Sind Smoothies gesünder als Obst?


Wie gesund sind Smoothies wirklich?

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11.07.2016Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ob aus Obst oder mit Gemüse: Smoothies sollten Sie nur in Maßen genießen.
Ob aus Obst oder mit Gemüse: Smoothies sollten Sie nur in Maßen genießen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Lässt sich diese Empfehlung nicht viel leichter umsetzen, wenn das Obst einfach püriert und dann zwischendurch getrunken wird? Warum die DGE davon abrät und was es bei gekauften Smoothies zu beachten gilt.

Was unterscheidet Smoothies von Saft?

Im Gegensatz zu Fruchtsäften wird in einem Smoothie bis auf die Schale und die Kerne die ganze Frucht verarbeitet. Ein Fruchtsaft besteht lediglich aus dem gepressten Saft einer Frucht. Dadurch haben Smoothies den Vorteil, dass wertvolle Ballast- und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe erhalten bleiben. Es kommt jedoch maßgeblich auf die Art den Zubereitung an.

Smoothies aus dem Supermarkt nur bedingt empfehlenswert


Smoothies: Gesunde Vitaminlieferanten zum Trinken

Smoothies sind vitaminreiche Obst- oder Gemüsedrinks, die Sie einfach selbst zubereiten können. Egal ob fruchtig-exotisch, herzhaft-saftig oder mild-beerig – mixen Sie Ihre eigene Rezeptur ganz nach Ihrem Geschmack. Und das Beste: Mit dem leckeren Getränk decken Sie einen großen Teil Ihres täglichen Vitamin- und Nährstoffbedarfs. Einige Anregungen zum vielseitigen Frische-Kick finden Sie in dieser Fotoshow.
Zwei einfache Smoothies sind die Bananenmilch oder der Erdbeershake. Im Sommer lassen sich die Getränke hervorragend mit Buttermilch oder mit einem Klecks Joghurt zubereiten. So erhalten sie einen frischen, leicht säuerlichen Geschmack. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Milch gut gekühlt ist. Alternativ können Sie auch Eiswürfel hinzufügen.
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Da es keine einheitliche Definition darüber gibt, woraus ein Smoothie besteht, gibt es sehr viele unterschiedliche Produkte auf dem Markt. Bei der industriellen Herstellung werden die pürierten Früchte meist noch mit Saft gemischt, um eine sämige Konsistenz zu erhalten. Wie viel Saft ein Smoothie enthalten darf, ist dabei nicht geregelt. Laut DGE stellen einige Anbieter ihre Smoothies hauptsächlich aus Saftkonzentraten her. Die wichtigen Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe sind dadurch kaum noch enthalten.

Britische Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass fertige Smoothies aus dem Supermarkt echte Zuckerbomben sind. 100 Milliliter Smoothie enthielten demnach durchschnittlich 13 Gramm Zucker. Im Vergleich dazu enthält Cola 10,6 Gramm Zucker auf die gleiche Menge.

Smoothies zum Abnehmen? Besser nicht sagen Experten

Ein weiterer Nachteil von Smoothies liegt in ihrer flüssigen Konsistenz. Smoothies werden meistens zwischendurch wie ein Getränk konsumiert, obwohl es sich in Bezug auf Nährwerte und Kalorien eigentlich um eine kleine Mahlzeit handelt, wie die "Apotheken Umschau" erklärt. Der Sättigungseffekt ist dabei jedoch gering. Festes Obst muss erst zerkaut werden, wodurch das Essen länger dauert und wir besser satt werden.

Auch das Volumen der Nahrung hat einen großen Einfluss auf das Sättigungsgefühl. Bei einem Smoothie werden die Kalorien sozusagen in komprimierter Form zugeführt. Frisches Obst hat demgegenüber ein größeres Volumen und füllt den Magen besser aus, so Antje Gahl von der DGE gegenüber der "Apotheken Umschau". Wer abnehmen will, sollte deshalb besser auf Smoothies als Zwischenmahlzeit verzichten.

Smoothies nur in Maßen und am besten selbstgemacht

Generell gilt: Je unverarbeiteter Obst und Gemüse sind, desto besser. So bleiben die wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe erhalten. Nur wenn gerade kein frisches Obst zur Verfügung steht, sind Smoothies eine Alternative. Achten Sie bei gekauften Smoothies darauf, dass sie mindestens zur Hälfte aus der ganzen Frucht bestehen und kein Zucker oder andere Zusatzstoffe enthalten sind.

Besser ist es ohnehin, wenn Sie Ihre Smoothies selbst mixen. Dazu reicht zum Ausprobieren auch schon ein einfacher Stabmixer. Wählen Sie einfach Ihre Lieblingsfrüchte aus und verfeinern Sie den Smoothie nach Belieben mit frischen Kräutern oder Gewürzen wie Zimt.

Wie gesund sind grüne Smoothies?

Neben Smoothies auf Fruchtbasis erlebt auch die grüne Varianten mit Kräutern und Blattgemüse einen echten Hype. Insbesondere der grüne Farbstoff Chlorophyll soll dabei wahre Wunder bewirken. "Chlorophyll wirkt antioxidativ und schützt unsere Zellen vor schädlichen Sauerstoffradikalen", sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Nagel aus München gegenüber der "Apotheken Umschau". Auch tumorhemmende Effekte wurden laut Experten festgestellt. "Trotzdem ist es kein Wundermittel, sondern einer von vielen wertvollen bioaktiven Pflanzenstoffen in Obst und Gemüse." wie die Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm betont.

Das grüne Blattgemüse liefert zudem viele Ballast- und Bitterstoffe, welche den Stoffwechsel anregen und die Verdauung fördern. Bei einer empfindlichen Verdauung sollten Sie jedoch vorsichtig sein und zunächst nur wenige grüne Blätter in den Mixer geben. Das hängt damit zusammen, dass die Verdauung eigentlich schon beim Kauen anfängt. Durch das Trinken fehlen somit wichtige Verdauungsenzyme, wenn die Smoothies im Darm ankommen.

Auch der bittere Geschmack ist für viele am Anfang gewöhnungsbedürftig. Deshalb werden grüne Smoothies meist noch mit Gewürzen und süßem Obst zubereitet. Der Obstanteil sollte aber immer möglichst gering gehalten werden um Zucker und Kalorien einzusparen. Wie auch für die Variante mit Früchten gilt also: Smoothies sind eine gute Alternative, wenn es schnell gehen soll. Obst und Gemüse in fester Form sind hinsichtlich der Nährstoffe, des Sättigungseffekts und der Kalorienbilanz jedoch die bessere Wahl.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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