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Nach Verzehr von schärfster Chili-Schote: Mann landet im Krankenhaus

Schoten-Schock  

Biss in Chili löst extremen Kopfschmerz aus

10.04.2018, 10:55 Uhr | dpa

Biss in Chili löst extremen Kopfschmerz aus (Quelle: Getty)

Amerika: Ein 34-Jähriger ist nach dem Biss in die schärfste Chili der Welt in der Notaufnahme gelandet. (Quelle: Sat.1)

Biss in Chili löst extremen Kopfschmerz aus

Ein 34-jähriger Amerikaner ist nach dem Biss in die schärfste Chili der Welt in der Notaufnahme gelandet.

Amerika: Ein 34-Jähriger ist nach dem Biss in die schärfste Chili der Welt in der Notaufnahme gelandet. (Quelle: Sat.1)


In Amerika ist ein Mann nach einem Biss in die schärfste Chili-Schote der Welt in die Notaufnahme gebracht worden. Er erlitt seltene, extrem starke Kopfschmerzen.

Der Biss in die schärfste Chili-Schote der Welt hat einem jungen Mann heftigste Kopfschmerzen eingebracht. Der 34-Jährige, der in New York an einem Chili-Wettbewerb teilgenommen und die "Carolina Reaper" probiert hatte, kam mit sogenanntem Donnerschlagkopfschmerz in die Notaufnahme.

Nach einer Computertomografie diagnostizierten Ärzte die Extrem-Kopfschmerzen als Folge des sogenannten Reversiblen cerebralen Vasokonstriktionssyndroms (RCVS). Dabei verengen sich bestimmte Arterienbereiche im Gehirn.

RCVS wurde erstmals nach Chili-Genuss festgestellt

Es ist das erste Mal, dass RCVS nach dem Genuss von Chili dokumentiert wurde, berichtet das Team um Satish Kumar Boddhula vom Bassett Medical Center in Cooperstown (US-Staat New York) im "British Medical Journal Case Reports". Bisher war lediglich bekannt, dass Cayenne-Pfeffer in seltenen Fällen die Herzarterien verengen oder zu einem Herzinfarkt führen kann.

Die Donnerschlagkopfschmerzen, die einen in Sekundenbruchteilen wie ein Hammerschlag heimsuchen können, verschwanden ebenso wie die heftigen Nackenschmerzen im Lauf der nächsten Tage und Wochen von selbst. Ein weiteres Hirn-CT fünf Wochen später war wieder normal, berichten die Ärzte.

Auch Drogen können RCVS auslösen

Von dem seltenen RCVS seien Frauen häufiger betroffen als Männer, sagt der Kopfschmerzexperte Charly Gaul, Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Auch nach Drogengenuss trete es manchmal auf. "Typische Auslöser sind Kokain oder Amphetamine."

Eine Gefahr im Genuss von Chili-Schoten sieht der Experte aber nicht. Chili und der darin enthaltene Wirkstoff Capsaicin werde auch zur Behandlung neuropathischer Schmerzen eingesetzt, etwa bei einer Gürtelrose.


Verwendete Quellen:
  • dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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