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Scharbockskraut: Verwendung, Heilwirkung und Herkunft


Kräuterlexikon
Scharbockskraut: Vitamin C-Quelle des Mittelalters

hm (CF)

06.10.2016Lesedauer: 2 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Scharbockskraut galt im Mittelalter als Vitamin C-Quelle.Vergrößern des Bildes
Scharbockskraut galt im Mittelalter als Vitamin C-Quelle. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Scharbockskraut wurde schon im Mittelalter als Vitamin C-Quelle genutzt und die Heilpflanze kann noch mehr: es ist gut für die Haut. Dennoch gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. Mehr im Kräuterlexikon.

Pflanze

Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) zählt zu den Hahnenfußgewächsen und ist auch als Feigwurz bekannt. Es kennzeichnet sich durch dunkelgrüne herzförmige Blätter und gelbe sternförmige Blüten. Die Pflanze sollte nicht mit giftigem Haselwurz verwechselt werden: im Gegensatz zum komplett behaarten Haselwurz ist Scharbockskraut absolut frei von Haaren.

Zu finden ist das Kraut vor allem an lichten Waldbereichen, in Parks oder in Gärten. Es wächst recht flach mit nur fünf bis 15 Zentimetern. Die Pflanze breitet sich meist großflächig aus und bietet bestäubenden Insekten die ideale Futterquelle, zumal sie nach der Winterzeit oft eine der ersten wachsenden Grünpflanzen ist. Scharbockskraut blüht im März bis April und sollte unbedingt vor der Vollblüte geerntet und als Heilpflanze genutzt werden.

Verwendete Pflanzenteile

Die herzförmigen Blätter der Pflanze werden überwiegend frisch verwendet, aber auch getrocknet zum Beispiel als Tee. Seltener kommen Wurzelteile zum Einsatz.

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe

Ranunculin

Saponine

Vitamin C

Protoanemoin (Gift)

Wirkung

Haupteinsatzgebiet von Scharbockskraut ist seit langem Vitaminmangel, weil die ungekochten Blätter einen hohen Anteil Vitamin C aufweisen. Dabei schmecken die Blätter würzig-herb und etwas scharf. Es hilft auch gegen die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit. Dazu empfiehlt sich ein Smoothie, dem frische Blätter der Pflanze beigefügt werden.

Das Kraut wirkt als Tee zudem blutreinigend und fördert schöne Haut von innen. Dieser kann ebenso äußerlich bei Hautproblemen oder als Sitzbad bei Hämorrhoiden angewendet werden. Dem scharfen Wurzelknollenextrakt von Scharbockskraut wird auch eine heilende Wirkung bei Feigwarzen nachgesagt.

Nebenwirkungen

Da Scharbockskraut wie alle Hahnenfußgewächse den Giftstoff Protoanemoin enthält, darf es nicht überdosiert werden: Ein Erwachsener kann eine Handvoll Blätter ohne Bedenken zu sich nehmen und getrocknete Pflanzenteile weisen ohnehin kaum noch Giftstoffe auf (aber eben auch keine positiven Inhaltsstoffe mehr).

Wichtig ist, dass während der Blütezeit dieser Giftanteil erheblich ansteigt. Ab dem Zeitpunkt wird von der Einnahme abgeraten, da sonst Reizungen der Nieren und des Magen-Darm-Trakts die Folge sein können. Vor der Blütezeit ist der Protoanemoinanteil schwach und bringt keine Probleme mit sich.

Interessantes

Scharbock ist die volkstümliche Bezeichnung für Skorbut, eine Vitamin C-Mangel-Krankheit. Das Scharbockskraut kam schon früher als Vitamin C-Spender in Bezug auf diese Erkrankung zum Einsatz. Daher stammt der Name dieser Pflanze.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
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