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Popeln kann ernste Folgen haben: So schädlich ist das Nasebohren

Es kann ernste Folgen haben  

So schädlich ist das Bohren in der Nase

04.12.2018, 11:04 Uhr | Tobias Schormann, dpa-tmn

Popeln kann ernste Folgen haben: So schädlich ist das Nasebohren. Mann bohrt in der Nase: Eine gesunde Nase steckt nicht ständig voller Popel. (Quelle: Getty Images/txking)

Mann bohrt in der Nase: Eine gesunde Nase steckt nicht ständig voller Popel. (Quelle: txking/Getty Images)

Manche Frage traut man kaum zu stellen – nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt. Dazu gehört auch diese: Ist ständiges Bohren mit den Fingern in der Nase schädlich?

Wenn jemand häufig in der Nase bohrt, ist das nicht nur unschön anzusehen – es kann auch ernste Folgen haben, warnt Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Wer es übertreibt, riskiert zum einen Nasenbluten. Das ist bei Kindern oft zu beobachten, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten. Denn in der Nase treffen stellenweise mehrere Gefäße sehr nah an der Oberfläche zusammen.

Chronische Entzündungen drohen

Die Nasenscheidewand sei zudem ein "empfindliches Gebilde", wie Deeg erläutert. Schlimmstenfalls kann in ihr ein Loch entstehen, das sich etwa durch ein pfeifendes Atemgeräusch bemerkbar macht. Beim Nasebohren entstehen außerdem jedes Mal kleine Verletzungen der Schleimhäute. Durch sie dringen leicht Keime ein, die an den Fingern kleben. Chronische Entzündungen in der Nase können die Folge sein.

Eine gesunde Nase steckt nicht ständig voller Popel

Mitunter ergibt sich laut Deeg dann ein Teufelskreis. Betroffene haben den Drang zu popeln, weil Krusten und Borken in der Nase stören. Das führt wiederum zu Entzündungen und Blutungen sowie neuem Schorf auf den Schleimhäuten – und das Ganze beginnt von vorne. Eine gesunde Nase steckt dagegen nicht ständig voller Popel.

Während der Heizperiode ist das Bohren in der Nase besonders ungünstig, da die trockene Luft den Schleimhäuten ohnehin nicht gut bekommt, erläutert Deeg.

Bemerkbar macht sich das Problem oft dadurch, dass Betroffene leichte Blutspuren im Taschentuch haben, wenn sie sich schnäuzen. "Wenn es richtig blutet, sollte das ein Alarmsignal sein", sagt Deeg. Im ersten Schritt gilt es dann, Entzündungen etwa mit Salben zu behandeln. Längerfristig hilft eine kontinuierliche Pflege – etwa mit Hilfe einer regelmäßigen Nasenspülung.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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