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Welche Symptome auf Mumps hinweisen

mp , Verena Dost

Aktualisiert am 14.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Ärztin tastet die Region der Ohren bei einer Patientin ab.
Typische Symptome von Mumps sind Fieber und eine Entzündung der Ohrspeicheldrüsen. (Quelle: Zinkevych/getty-images-bilder)
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Nicht nur Kinder, auch Jugendliche und Erwachsene können sich mit Mumps anstecken. Welche Symptome auftreten und welche Ansteckungswege typisch sind.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ansteckung: So wird Mumps übertragen
  • Mumps: Wie lang ist die Inkubationszeit?
  • Symptome bei Mumps
  • Komplikationen bei Mumps

Etwa vier von zehn aller Mumps-Infizierten in Deutschland haben keine oder nur sehr schwache Beschwerden, sodass die Krankheit häufig gar nicht erkannt wird. Vor allem bei Kindern unter fünf Jahren ähnelt der Krankheitsverlauf oft dem eines grippalen Infekts. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind die Symptome häufig stärker ausgeprägt auf als bei Kindern.

Ansteckung: So wird Mumps übertragen

Das Mumpsvirus wird direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Meist geschieht dies über eine Tröpfchen-Infektion durch Husten, Niesen oder beim Sprechen. Es bilden sich dabei kleine Speicheltröpfchen, die sich über die Luft verbreiten und von einem Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Auch bei direktem Speichelkontakt wie beim Küssen wird das Virus übertragen.

Mumps: Wie lang ist die Inkubationszeit?

Bis sich nach der Infektion erste Symptome zeigen, vergeht etwas Zeit: Der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) liegt meist zwischen 16 und 18 Tagen, manchmal auch zwischen 12 und 25 Tagen.

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Besonders ansteckend ist Mumps zwei Tage vor bis vier Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome. Häufig ist aber der Ansteckungszeitraum noch größer.

Gut zu wissen: Jeder kann sich mit Mumps anstecken – auch Geimpfte, wobei der Verlauf dann in der Regel milder ist. Nach einer Mumps-Infektion ist ein Mensch meist lebenslang Schutz vor einer erneuten Ansteckung geschützt.

Symptome bei Mumps

Die ersten Symptome von Mumps sind meist unspezifisch. Dazu zählen etwa:

  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fieber

Ein bis zwei Tage nach Einsetzen der ersten Symptome schwellen bei einigen Patientinnen und Patienten die Ohrspeicheldrüsen an – entweder ein- oder beidseitig. Die Schwellung macht sich im Kiefer- und Wangenbereich bemerkbar. Es kommt teilweise zu Ohrenschmerzen und Schmerzen beim Kauen. Die Schwellung bildet sich meist nach einer Woche wieder zurück, während das Fieber oft schon nach wenigen Tagen abklingt.

Manchmal sind zudem die Speicheldrüsen sowie die benachbarten Lymphknoten geschwollen.

Ausschlag bei Mumps?
Viele Kinderkrankheiten gehen mit einem Ausschlag einer. Dazu zählen etwa Masern oder Röteln. Im Gegensatz dazu tritt bei Mumps in der Regel kein Ausschlag auf.

Komplikationen bei Mumps

Bei Jugendlichen und Erwachsenen, die sich mit Mumps anstecken, kommt es häufiger zu Komplikationen als bei Kindern. Dazu gehört zum Beispiel eine Hirnhautentzündung, die sich oft durch Nackensteifigkeit, starke Kopfschmerzen und Erbrechen äußert. Seltener kann eine Gehirnentzündung auftreten.

Eine weitere mögliche Komplikation ist eine Hodenentzündung: Sie tritt bei einem Drittel der männlichen Jugendlichen mit Mumps auf. Zu erkennen ist sie an einer schmerzhaften Schwellung eines Hodens oder beider Hoden, die in seltenen Fällen zur Unfruchtbarkeit führt. Bei Frauen kommen Entzündungen der Brustdrüsen oder der Eierstöcke vor.

Im Zusammenhang mit einer Mumps-Infektion können zudem eine Innenohrentzündung oder eine Entzündung des Gehörnervs auftreten. Nur selten kommt es hiernach zu Langzeitschäden wie Taubheit. Bei einigen wenigen Infizierten (meist Jugendlichen) entwickelt sich infolge einer Mumps-Infektion eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), die zu starken Bauchschmerzen führen kann.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
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