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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was geschwollene Lymphknoten nach der Impfung bedeuten

Von Wiebke Posmyk

03.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Frau tastet ihre rechte Achselhöhle ab.
Nach einer Impfung können einzelne Lymphknoten vorübergehend anschwellen. (Quelle: Vajirawich Wongpuvarak/getty-images-bilder)
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Wer kurz nach einer Impfung bemerkt, dass einzelne Lymphknoten anschwellen, ist möglicherweise beunruhigt. Sorgen sind jedoch in der Regel unbegründet.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wann Lymphknoten anschwellen
  • Warum schwellen Lymphknoten nach einer Impfung an?
  • Vor Brustkrebsuntersuchung auf Corona-Impfung hinweisen

Ob gegen Masern, Gürtelrose oder Covid-19: Nach einer (Booster-)Impfung können vorübergehend verschiedene Beschwerden auftreten. Dazu zählen dazu zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen.

Auch geschwollene Lymphknoten, etwa in der Achselhöhle, gehören zu möglichen Begleiterscheinungen vieler Impfungen. Doch warum ist das so?

Wann Lymphknoten anschwellen

Die rund 600 Lymphknoten sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Sie sind sozusagen kleine Filterstationen. Ihre Abwehrzellen filtern Krankheitserreger und andere schädliche Stoffe aus der Gewebeflüssigkeit – der Lymphe – heraus und regen die Bildung von Antikörpern (Abwehrstoffen) im Blut an.

Die Lymphknoten gehören zum sogenannten Lymphsystem, welches ähnlich wie die Blutgefäße den ganzen Körper durchzieht. Aufgabe des Lymphsystems ist es, überschüssige Gewebeflüssigkeit abzutransportieren und Schadstoffe aus ihr herauszufiltern.

Bemerkbar machen sich die Lymphknoten erst, wenn sie anschwellen: Sie sind dann leicht mit den Fingern zu ertasten. Die Schwellung bedeutet, dass die Lymphknoten gerade besonders aktiv sind – etwa, weil die Person gerade einen Virusinfekt hat, der bekämpft werden muss.

Warum schwellen Lymphknoten nach einer Impfung an?

Impfstoffe enthalten stark abgeschwächte oder abgetötete beziehungsweise inaktive Erreger(-Bestandteile). Sie lösen die jeweilige Erkrankung zwar nicht aus, das Immunsystem reagiert jedoch trotzdem darauf. Es bildet Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen. Kommt die Person zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit dem Erreger in Kontakt, ist das Immunsystem in der Lage, diesen zu erkennen und sofort abzuwehren. Der Körper ist dann gegen den Erreger immun geworden.

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Wenn einzelne Lymphknoten nach der Impfung anschwellen, ist dies also ein Hinweis darauf, dass die körpereigene Abwehr auf den Impfstoff reagiert.

Ist ein Lymphknoten nach einer Impfung vergrößert, ist meist der Körperbereich betroffen, der sich nahe der Einstichstelle befindet. Bei einer Injektion in den Oberarm ist etwa häufig ein Lymphknoten unter der Achsel geschwollen. Dies kann zum Beispiel wenige Tage nach der Corona-Impfung passieren. Auch Schwellungen am Hals oder an den Armen zählen zu normalen Impfreaktionen nach einer Corona-Impfung. Nicht nur nach der ersten Impfung, auch nach der Booster-Impfung können diese Reaktionen auftreten.

In aller Regel klingt eine Lymphknotenschwellung nach einer Impfung innerhalb weniger Tage ab. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich, sicherheitshalber ärztlichen Rat einzuholen.

Vor Brustkrebsuntersuchung auf Corona-Impfung hinweisen

Bei Brustkrebs sind – wie auch nach einer Corona-Impfung – häufig Lymphknoten unter der Achsel geschwollen. Bei der Diagnose und Nachsorge von Brust ist daher die Untersuchung dieser Lymphknoten von Bedeutung. Frauen, die sich im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung oder -nachsorge untersuchen lassen möchten und kurze Zeit vorher eine Corona-Impfung erhalten haben, sollten dies der Ärztin oder dem Arzt mitteilen. So lässt sich besser beurteilen, ob ein vergrößerter Lymphknoten abgeklärt werden muss oder nicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
Von Wiebke Posmyk
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