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Corona-Reinfektionen: So schnell können Sie sich wieder anstecken


So schnell können Sie sich wieder mit Corona anstecken

Von Christiane Braunsdorf

Aktualisiert am 21.11.2022Lesedauer: 4 Min.
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Schon wieder krank? Mit dem Coronavirus sind Reinfektionen nicht ausgeschlossen.
Schon wieder krank: Reinfektionen mit dem Coronavirus sind nicht ausgeschlossen. (Quelle: IMAGO/Daniel Ingold)
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Schon wieder positiv? Viele Menschen haben bereits zwei oder sogar noch mehr Corona-Infektionen hinter sich. Wie schnell kann das gehen?

Aktuell ist in Deutschland weiterhin die Omikron-Variante BA.5 dominant, sie bestimmt das Infektionsgeschehen. Doch neue Sublinien sind auf dem Vormarsch. Bei der Variante BQ1.1. meldet das Robert Koch-Institut eine Vervierfachung des Anteils am Infektionsgeschehen in Deutschland in vier Wochen. Die Mutante scheint erneut ansteckender zu sein. Kann man sich also schnell wieder reinfizieren?

Vorab: Über die neuen Untervarianten ist dazu noch wenig bekannt. Beobachtet werden derzeit unter anderem auch die Mutanten BF.7 und XBB. Allen gemeinsam ist: Sie weisen Mutationen am Spike-Protein auf, durch das das Virus in die menschlichen Zellen eindringt.

Somit kann der Erreger den durch Impfung und/oder Infektion aufgebauten Immunschutz besser unterlaufen und wird damit erneut ansteckender. Allerdings ist über die neuen Varianten noch wenig bekannt. Britische Gesundheitsbehörden melden, dass BQ.1.1 etwa 29 Prozent ansteckender ist als die Omikron-Vorvariante.

Impfung plus Infektion schützt besser

Die WHO wies in einer Studie nach, dass eine sogenannte hybride Immunität – also die Kombination aus drei Impfungen plus einer durchgemachten Infektion – offenbar besser vor einer erneuten Ansteckung mit dem Coronavirus schützt als die Impfungen allein.

Corona-Impfungen: Die Hausärzte beobachten weniger Interesse.
Corona-Impfungen: Eine hybride Immunität, entstanden durch Impfungen und eine durchgemachte Infektion, schützt besser vor erneuter Ansteckung. (Quelle: Annette Riedl/dpa/dpa-bilder)

So berichtet das RKI in seinem aktuellen Monatsbericht, dass bei Hybridimmunität nach einem Monat eine Schutzwirkung von 74 Prozent gegenüber einer Infektion mit der Omikron-Variante besteht.

Diese sinkt jedoch im Laufe der Zeit ab. Nach sechs Monaten beträgt sie noch etwa 60 Prozent, nach zwölf Monaten nur noch 41 Prozent. Allerdings – so betonen die Wissenschaftler: Der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bleibt bis zu zwölf Monate stabil bei über 95 Prozent.

Ungeimpfte können sich bereits deutlich schneller erneut infizieren

Etwas schlechter sieht es bei den Menschen aus, die "nur" durch Impfung geschützt sind. Im Sommer veröffentlichte Studien gehen davon aus, die mRNA-Impfstoffe zu 41 bis 76 Prozent vor einer Infektion mit der Omikron-Variante schützen – je nach Alter und Konstitution des Immunsystems.

Sechs Monate nach der letzten Impfung lag diese Effektivität noch bei 13 Prozent. Wurde eine Auffrischungsimpfung absolviert, waren die Werte höher und lagen nach bis zu drei Monaten noch bei 44 bis 65 Prozent. Die Effektivität gegen schwere Verläufe bliebt jedoch bis zu drei Monate stabil zwischen 78 und 94 Prozent.

Die Gruppe der Ungeimpften wurde von dänischen Forschern untersucht. Sie fanden heraus: Sie können sich bereits nach 20 bis 60 Tagen erneut infizieren. Allerdings ist dies selten, aber eben möglich. Untersucht wurden damals die Omikron-Varianten BA.1 und BA.2.

Schutz nimmt nach einiger Zeit ab

Deutlich wird: Der Schutz vor einer Reinfektion nimmt mit der Zeit ab. Wie schnell damit eine erneute Ansteckung droht, ist unklar. Dies hängt auch davon ab, mit welcher Variante man zuletzt infiziert war, wie lange der Zeitpunkt der letzten Impfung und/oder der Infektion zurückliegt. Zudem gibt es Hinweise, dass eher milde verlaufende Krankheitsfälle eine geringere Immunantwort produzieren, somit eine erneute Ansteckung begünstigen.

Teströhrchen mit der Aufschrift "Omikron" (Symbolbild): Mit der Omikron-Welle wurden neue Quarantäne-Regeln eingeführt.
Teströhrchen mit der Aufschrift "Omikron" (Symbolbild): Omikron zieht eine schwächere Immunantwort des Körpers nach sich. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

So erklärte der Virologe Martin Stürmer gegenüber dem ZDF: "Grundsätzlich wird das Immunsystem durch eine Infektion mit der Omikron-Variante nicht im gleichen Maß stimuliert wie durch eine Infektion mit der Delta-Variante – weil diese milden Verläufe das Immunsystem nicht so herausfordern."

Reinfektion schon nach 28 Tagen?

Daten aus den Australien deuteten im Sommer daraufhin, dass eine Reinfektion sehr schnell erfolgen kann. Anfang Juli meldete die australische Gesundheitsbehörde AHPPC, dass Omikron-Reinfektionen bereits "28 Tage nach Genesung von einer früheren Covid-19-Infektion auftreten" können. Das Land erlebte damals eine schwere BA.4-/BA.5-Welle.

Welche Auswirkungen die Ausbreitung der BA.5-Untervarianten BF.7 und BQ.1.1., die derzeit in Deutschland auf dem Vormarsch sind, auf die Möglichkeit der erneuten Ansteckung haben, ist noch unklar. Experten rechnen jedoch damit, dass die Infektionszahlen erneut steigen werden und damit auch die Zahl der Reinfektionen.

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Hinweise auf schwere Krankheitsverläufe nach erneuter Ansteckung

Dass eine erneute Infektion milder als die vorherigen verläuft, lässt sich nach neuesten Daten nicht bestätigen. Forscher des VA St. Louis Health Care Systems in Missouri untersuchten dazu die Krankenakten von fast 41.000 US-Veteranen, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 6. April 2022 zweimal oder sogar noch häufiger mit dem Coronavirus infiziert waren. Sie verglichen deren Akten mit den Daten von über 443.000 Patienten mit nur einer Infektion und 5,3 Millionen Menschen, die sich (noch) nicht mit Corona angesteckt hatten.

Das Ergebnis: Reinfizierte Personen hatten ein mehr als doppelt so hohes Sterberisiko wie Patienten, die lediglich eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hatten. Ihr Risiko für einen Krankenhausaufenthalt war sogar dreimal höher.

Corona-Behandlung auf einer Intensivstation in Dresden (Archivbild): Auch nach einer erneuten Ansteckung kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen.
Corona-Behandlung auf einer Intensivstation in Dresden (Archivbild): Auch nach einer erneuten Ansteckung kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen. (Quelle: ronaldbonss.com via www.imago-images.de)

Das erhöhte Risiko für Komplikationen umfasste Organe wie Lunge, Herz, Nieren, aber auch Probleme mit Blut, Knochen und Muskeln konnten auftreten. Psychische Probleme, neurologische Störungen oder die Entwicklung einer Diabetes-Erkrankung gehörten ebenso zu den Risiken.

Berücksichtigt wurden die Corona-Varianten bzw. Subtypen Delta, Omikron und BA.5. Und es zeigte sich: Die Ergebnisse sind unabhängig vom Impfstatus. Der Nachrichtenagentur Reuters erklärte einer der Studienleiter, der Epidemiologe Dr. Ziyad Al-Aly:

"Selbst wenn jemand eine vorherige Infektion hatte und geimpft wurde – was bedeutet, dass er eine doppelte Immunität gegen eine vorherige Infektion plus Impfstoffe hatte – ist er bei einer erneuten Infektion immer noch anfällig für nachteilige Folgen."

Wie kann man sich schützen?

Wie gesehen schützt die vierte Impfung besser – wenn auch nur vorübergehend. Vor allem besonders gefährdete Gruppen sollten sie sich abholen. Dazu zählen: Menschen ab 60 Jahren , Risikogruppen mit Vorerkrankungen, Immungeschwächte und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • RKI Wochenbericht (17. November 2022)
  • Studie: "Protective effectiveness of prior SARS-CoV-2 infection and hybrid immunity against Omicron infection and severe disease: a systematic review and meta-regression" (englisch, 24. Oktober 2022)
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