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Corona-Krise: Diese 3 Schritte helfen, Lebensfreude zu bewahren


Corona: Drei Schritte helfen, Lebensfreude zu bewahren

Eine Kolumne von Ulrike Scheuermann

Aktualisiert am 26.04.2020Lesedauer: 4 Min.
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Das Coronavirus Covid-19 hat unser gesamtes Leben verändert, nicht nur einen Teilbereich. Und keiner weiß, wie lange das noch geht. Was hilft, im Moment nicht in Lethargie, Anklagen oder Verzweiflung zu verfallen?

Plötzlich und nicht selbst entschieden sind wir durch das Coronavirus gezwungen, Gewohnheiten zu ändern. Wir müssen uns zum Beispiel mit Krankheit oder Tod beschäftigen oder damit klar kommen, dass der Job wegbricht.

Unrealistische Vorstellungen führen zu Hadern

Hadern zeigt sich auf verschiedene Weise: Manche wüten – gegen die Politiker, die Virologen, das Virus. Beim Hadern geht es immer um denselben psychologischen Mechanismus: Man hängt an einer nicht vorhandenen Version, Wunschvorstellung des Lebens in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Dazu Beispiele:

  • Vergangenheit: Ein Versicherungsvertreter hat einen Großteil seines Vermögens in Aktien investiert. Fast jede Nacht fährt er aus Albträumen hoch: "Hätte ich doch früher verkauft, als die ersten Corona-Nachrichten kamen!"
  • Gegenwart: Eine Studentin denkt, wie schön es wäre, mit ihren Freunden draußen zu sitzen, zu lachen und zu flirten. Dann fällt ihr ein, dass das zurzeit nicht erlaubt ist. Sie wird übellaunig und zieht sich die nächste Netflix-Serie rein.
  • Zukunft: Eine Familie hat für drei Wochen Sommerurlaub in Spanien gespart. Die Eltern streiten jetzt immer öfter, weil der Urlaub auch nötig für ihre Ehe war.

Die Differenz zwischen Wunsch und Realität ist das eigentliche Problem

Bei diesen Beispielen reagieren die Personen mit schwierigen Gefühlen darauf, dass die Realität anders ist als ihre Vorstellung im Kopf. Die Differenz zwischen Wunschvorstellung und Realität löst Hadern in Form von schlechter Laune und Streit aus. Aber solche schwierigen Gefühle sind gerade im Moment kontraproduktiv. Aus einem wichtigen Grund: Hadern kostet zu viel Kraft.

Wer mit der Realität hadert, verbraucht zu viel Energie für etwas, das man nicht ändern kann. Wüten, verbittern, trübsinnig, traurig oder verzweifelt sein: All das kostet viel Kraft. Zu viel. Denn wir beschäftigen uns dann mit Dingen, die nicht zu ändern sind, also ist es vertane Kraft. Auch ein "Hätte ich doch…" bringt nichts. Wir können uns solche Kraftverluste zurzeit nicht leisten, da wir alle Ressourcen brauchen, um mit der neuen Situation fertig zu werden.

Die Realität radikal akzeptieren

Es ist wichtig, seine Kraft für die Realität zu nutzen, mit ihr klarzukommen und das Beste draus zu machen – anstatt einer nicht vorhandenen Realität hinterherzuhängen. Das geht, wenn man sich innerlich umstellt. Grundsätzlich, auch unabhängig von der Pandemie, gehören Enttäuschungen zu unserem Leben dazu. Es ist normal, dass wir enttäuscht werden, dass etwas anders ist, als wir es erwarten. Das hat auch jeder schon erlebt.

Diese 3 Schritte helfen, Lebensfreude zu bewahren oder wieder zu finden

  1. Sich Ent-Täuschen: Wenn wir uns die Täuschung bewusst machen, es würde jemals alles nach Wunsch verlaufen im Leben, ist das der erste Schritt zur Ent-Täuschung. Der "Gedankenstopp" kann dabei helfen: Jedes Mal, wenn Sie an etwas hängen, was nicht geht, sagen Sie sich innerlich oder laut: "Stopp!". Das unterbricht negative Gedankenschleifen und ihre Folgen.
  2. Gefühle anerkennen und abflauen lassen: Frustriert, ärgerlich oder traurig. Diese Gefühle sind normal und sie dürfen sein. Für eine Weile. Sie werden schwächer, wenn man ihnen innerlich sagen kann "Es ist okay, dass ihr da seid". Mit jemandem reden, Tagebuch schreiben oder Abreagieren beim Sport helfen dabei, die Gefühle abflauen zu lassen.
  3. Das Gute finden: Wer in der Realität bleibt oder wieder ankommt, kann das Gute darin finden und ausbauen. Egal, wie schwierig etwas gerade ist: Es gibt immer etwas Gutes darin. Werden Sie kreativer, wenn Sie sich langweilen? Gibt es neue Aspekte in Ihren Beziehungen? Erleben Sie die Natur im Moment intensiver?

Ideen für Gutes im Schwierigen

Zurzeit fehlen uns bisher gewohnte Reize von draußen. Das Fitnessstudio, ins Kino oder essen gehen, oder in den Club, vielleicht auch der Urlaub im Ausland. Aber diese Reizarmut führt auch dazu, dass man zum Beispiel die Schönheit der Natur viel bewusster erlebt. Dinge, die wir sonst nicht tun, werden wichtig, wie Joggen oder Spazieren gehen oder Kochen.

Gemeinsame Aktivitäten helfen: Eine Freundin von mir plant mit ihren Nachbarn die Neugestaltung des Hinterhofes, was sie schon ewig machen wollten. Andere organisieren ein Hofkino für die nächsten Wochen. Ein Kollege stellt Schutzmasken her, mit einem Foto des eigenen Gesichts, was lustig aussieht, und spendet das Geld für ein Kinderhospiz.

Eine Chance für die Beziehungen: Ich verbringe gerade sehr viele Nachmittage mit meinem 16-jährigen Sohn, weil der keine Lust mehr auf Filmegucken hat und seine Freunde nicht wie sonst treffen kann. Er kocht gerade gerne und aufwändig, jetzt ist er der Chef und ich schnippele nach seinen Anweisungen.

Übrigens: Ich habe gehört, der Umsatz bei Kondomen und Sexspielzeugen sei in die Höhe geschossen. Auch dafür ist – zumindest für zusammenlebende Paare – mit einem Mal mehr Zeit.

Ulrike Scheuermann ist Diplom-Psychologin und Bestsellerautorin. Seit 25 Jahren hilft sie Menschen dabei, gut für sich zu sorgen. Ihre Self-Care-Programme finden in ihrer Akademie in Berlin statt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Ulrike Scheuermann
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