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FFP2- und Alltagsmaske: Ist meine Maske eine medizinische Maske?

Mund-Nasen-Bedeckungen  

Ist meine Maske eine medizinische Maske?

21.02.2021, 10:06 Uhr | dpa, t-online

FFP2- und Alltagsmaske: Ist meine Maske eine medizinische Maske?. FFP2-Maske: Sie gilt als medizinische Maske. (Quelle: imago images/Sven Simon)

FFP2-Maske: Sie gilt als medizinische Maske. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Seit Monaten gehört die Maske zum Alltag. Nun sind aber OP-Maske oder FFP2-Maske verpflichtend. Welche Mund-Nasen-Bedeckung gilt überhaupt als medizinische Maske? Wir klären die wichtigsten Infos im Überblick.

Seit dem letzten Frühjahr heißt es: Erst die Maske auf, dann rein ins Geschäft. Viele Menschen tragen waschbare Alltagsmasken aus Stoff, oft aus Baumwolle. Medizinische Masken oder FFP2-Masken sind im Nahverkehr und Handel aber inzwischen verpflichtend.

Vor diesem Hintergrund fragen sich viele, ob ihre Mund-Nasen-Bedeckung eine sogenannte medizinische Maske ist. Laut der Verbraucherzentrale Hamburg zählen zu medizinischen Masken die OP-Masken, aber beispielsweise auch Atemschutzmasken des Typs KN95 oder FFP2.

Was gibt es für Masken und wie schützen sie?

Den größten Unterschied gibt es bei der Schutzwirkung. Generell filtern Mund-Nase-Masken einen Teil der Partikel und Viren in der Luft heraus. Dadurch sinkt deren Konzentration und damit das Infektionsrisiko.

Alltagsmaske

Ausgeatmete Viruspartikel sind durch die anhaftende Feuchtigkeit meist relativ groß, auch Alltagsmasken können sie daher recht effizient zurückhalten.

Wie gut die oft selbst genähten Alltagsmasken aus Stoff Tröpfchen aufhalten, hängt unter anderem von der Maschenweite des verwendeten Stoffes und der Passform ab. Es ist wichtig, sie regelmäßig bei mindestens 60 Grad zu waschen.

Hinweis: Alltagsmasken dienen daher vor allem dem Schutz anderer Menschen. Sie sind keine medizinischen Masken.

OP-Maske

Der medizinische Mund-Nasen-Schutz, auch OP-Maske genannt, besteht in der Regel aus drei Lagen Kunststoff-Vlies. Die Masken müssen bestimmte Anforderungen erfüllen und sind grundsätzlich zum einmaligen Tragen gedacht. Wie die Alltagsmaske kann aber auch die OP-Maske recht effizient ausgeatmete Viruspartikel zurückhalten. OP-Masken dienen aber vor allem dem Schutz anderer Menschen.

Wichtig: Einwegmasken, die auf der Verpackung als "non medical" deklariert werden, gelten nicht als medizinische Masken. Sie unterliegen keinen speziellen gesetzlichen Anforderungen und Prüfkriterien.

FFP2-Maske

Wie die OP-Masken sind Feinstaubmasken der Kategorien FFP1 bis FFP3 Einwegprodukte, ausgelegt als Arbeitsschutz für eine Acht-Stunden-Schicht. "Für den privaten Bereich im Alltag kann die Maske allerdings auch öfter benutzt werden, etwa für den Einkauf oder die Fahrt zur Arbeit mit dem öffentlichen Nahverkehr", hieß es vom TÜV-Verband.

FFP2-Masken können ausgeatmete Viruspartikel weitaus besser aufhalten. Alltags- und OP-Masken dienen daher vor allem dem Schutz anderer Menschen, FFP2-Masken bieten zusätzlich viel Selbstschutz.

Die dichteren, ebenfalls aus Vlies gefertigten Feinstaubmasken der Klassen FFP2, N95 oder KN95 besitzen in der Regel zusätzlich elektrostatisches Material, an dem kleine Partikel gebunden werden. Die elektrostatische Wirkung verliert sich bei längerer Nutzung.

Experten zufolge sind FFP2-Masken für den Selbst- und Fremdschutz nur dann wirklich gut wirksam, wenn sie korrekt getragen werden. Dafür muss die Maske sehr dicht am Gesicht anliegen.

"Durch eine Stoffmaske atme ich immer zumindest zum Teil hindurch, aber wenn bei einer FFP2-Maske irgendwo am Gesicht eine kleine Lücke bleibt, geht fast alle Luft dort hindurch – und mit ihr das Virus", erklärt der Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Johannes Knobloch.

Für Männer gilt zudem: kein Bart, sonst sitzt die Maske nicht und es gibt keine Schutzwirkung.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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