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Corona-Impftermin Baden-Württemberg: Online-Anmeldung & Hotline

Infos und Anmeldung  

Impftermin Baden-Württemberg: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

01.03.2021, 14:22 Uhr | lb, t-online

Corona-Impftermin Baden-Württemberg: Online-Anmeldung & Hotline . BNT162b2: So heißt der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Neben diesem Vakzin ist außerdem der Impfstoff von Moderna in Deutschland zugelassen. (Quelle: imago images/Laci Perenyi)

BNT162b2: So heißt der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Neben diesem Vakzin ist außerdem der Impfstoff von Moderna in Deutschland zugelassen. (Quelle: Laci Perenyi/imago images)

In Baden-Württemberg können sich Menschen in neun Zentralen Impfzentren (ZIZ) und rund 50 Kreisimpfzentren (KIZ) impfen lassen. Wie und wann Sie einen Impftermin erhalten, erfahren Sie hier.

Wie in allen Bundesländern erhalten auch in Baden-Württemberg zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe erfolgt und wie die Impfung abläuft. 

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Jeder Mensch hat eine Impfberechtigung. Wer wann geimpft wird, ist in Baden-Württemberg wie in allen Bundesländern nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert.

Die Reihenfolge beim Impftermin richtet sich nach einer Priorisierung von Personengruppen, die ein hohes Erkrankungsrisiko haben oder einen Kontakt zu Risikopatienten haben. Eine Auflistung der Priorisierung der Personengruppen finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Impfstrategie sieht vor, dass sich in der ersten Phase nur Personen, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehören, anmelden können. Hierzu gehören:

  • Menschen, die über 80 sind.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind oder selbst behandelt werden.
  • Personen, die bei ambulanten Pflegediensten arbeiten und regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus Sars-CoV-2 tätig sind, Hierzu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, ambulante Palliativstationen oder Impfzentren.
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht (beispielsweise Krebs- oder Transplantationspatienten).

Lehrer und Erzieher sollen in Baden-Württemberg in die zweithöchste Priorisierungsgruppe aufrücken. Ab Montag, 22. Februar 2021, können sie sich um einen Impftermin bemühen. Menschen aus dieser Gruppe im Alter von 18 bis 64 Jahren sollen voraussichtlich ab Anfang oder Mitte März geimpft werden, gab der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bekannt. Die breitere Verfügbarkeit an Impfstoff – nach der Zulassung des Astrazeneca-Vakzins – mache eine frühere Impfung dieser Personengruppe möglich.

Die Liste der impfberechtigten Personen wird größer. Ab Anfang März können sich alle Menschen aus der zweiten Priorisierungsgruppe für einen Impftermin registrieren. Dabei handelt es sich unter anderem um Lehrer, Erzieher, Personal in Arztpraxen, Menschen mit bestimmten Erkrankungen, Schwangere sowie bis zu zwei Kontaktpersonen von Schwangeren. Eine genaue Beschreibung der impfberechtigten Personen aus der zweiten Priorisierungsgruppe finden Sie hier

Wie werde ich benachrichtigt?

Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs erhalten keine personalisierte Einladung für den Impftermin. Informationen über die Möglichkeit und Terminierung einer Schutzimpfung erhält man über das Landesportal Baden-Württemberg.de. Darüber hinaus teilen Hausärzte mit, wer zu welcher priorisierten Gruppe gehört. 

Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) kündigte zusätzlich an, dass sechs Millionen Haushalte einen Informationsbrief erhalten. Darin werde erklärt, wie man über die telefonische Hotline Termine vereinbart und mit dem Sprachcomputer kommuniziert.

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Vergabe der Impftermine hat die Regierung eine zentrale Hotline eingerichtet. Diese gilt auch für Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg. Seit dem 12. Januar ist eine Anmeldung zur Corona-Impfung unter der bundesweiten Hotline 116 117 möglich.

Aufgrund der starken Auslastung der Telefonleitungen verändert das Bundesland seine Strategie. Ab Montag, 8. Februar 2021, um 10 Uhr gibt es über die Telefonhotline eine Warteliste. Die neue Warteliste bei der Hotline vereinfacht die Terminvergabe, so Gesundheitsminister Lucha. Anrufer, die nicht sofort einen Termin erhalten, werden registriert. Sie werden im Anschluss entweder zurückgerufen oder bekommen eine E-Mail, sobald neue Termine verfügbar sind. Außerdem sollen Anmeldungen für mehrere Personen gleichzeitig möglich sein. 

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Anmeldung zum Impftermin besteht auch die Möglichkeit, sich online einen Impftermin für die erste und zweite Corona-Impfung im jeweils zuständigen Impfzentrum zu reservieren. Die Anmeldung erfolgt auf folgender Internetseite: impfterminservice.de/impftermine. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Online-Selbstbuchung sind eine gültige E-Mail-Adresse sowie eine deutsche Handynummer, über die Sie eine SMS erhalten können. 

In einem ersten Schritt müssen Sie das für Sie zuständige Impfzentrum auswählen. Ab dem 22. Januar 2021 haben neben den Zentralen Impfzentren (ZIZ) rund 50 Kreisimpfzentren (KIZ) ihren Betrieb aufgenommen. Nach der Auswahl werden Sie auf die Seite des zuständigen Impfzentrums geleitet, wo der Anspruch auf die Corona-Impfung geprüft wird.

Nach erfolgreicher Schnellprüfung geben Sie sowohl Ihre E-Mail-Adresse als auch Ihre Handynummer ein und drücken auf "Vermittlungscode anfordern". Auf der Folgeseite muss nun eine PIN übermittelt werden, die per SMS verschickt wurde. Klicken Sie nun auf "Verifizieren". In Ihrem E-Mail-Postfach finden Sie nun zwei Vermittlungscodes, mit denen Sie zwei Impftermine online buchen können. In einer Terminübersicht kann der passende Zeitpunkt ausgewählt werden, der nochmals per E-Mail bestätigt werden sollte. Drucken Sie sich die Terminbestätigung aus oder notieren Sie auf jeden Fall die zwei Vermittlungscodes für Erst- und Zweitimpfung. Schauen Sie gegebenenfalls auch in Ihrem Spamordner nach. Eine detaillierte Anleitung zur Online-Buchung erhalten Sie hier

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannten Telefonnummern oder Internetseiten vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung durch mobile Impfteams. Auch das Personal kann dort geimpft werden. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung.

Aufgrund der aktuellen begrenzten Verfügbarkeit des Corona-Impfstoffs können Seniorinnen und Senioren oder pflegebedürftige Personen, die zu Hause leben, noch nicht von mobilen Impfteams aufgesucht werden. Die Ansteckung in den eigenen vier Wänden soll jedoch deutlich geringer sein als in Pflegeeinrichtungen, wo engere Kontakte stattfinden. 

Liste der Impfzentren in Baden-Württemberg

Aus logistischen Gründen ist das Impfangebot ausschließlich in dem Landkreis oder der Stadt vorgesehen, in der Sie wohnhaft sind. Melden Sie sich im falschen Impfzentrum an, hat dieses das Recht, Sie vor Ort abzuweisen, wenn es nicht für Ihren Wohnort vorgesehen ist. In Baden-Württemberg gibt es derzeit neun Zentrale Impfzentren (ZIZ): Freiburg, Ortenaukreis, Ulm, Karlsruhe, Stuttgart, Heidelberg, Tübingen, Landkreis Schwäbisch Hall und Mannheim.

Für diese Regierungsbezirke sind folgende Kreisimpfzentren verantwortlich.

  • Karlsruhe: Baden-Baden, Rastatt, Neckar-Odenwald-Kreis, Rhein-Neckar-Kreis, Calw, Enzkreis, Landkreis Karlsruhe, Freudenstadt, Pforzheim, Heidelberg, Stadtkreis Karlsruhe
  • Stuttgart: Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Heidenheim, Ostalbkreis, Main-Tauber-Kreis, Stadt Heilbronn, Landkreis Heilbronn, Göppingen, Hohenlohekreis, Rems-Murr-Kreis, Schwäbisch Hall, Stuttgart
  • Tübingen: Alb-Donau-Kreis, Reutlingen, Ravensburg, Tübingen, Zollernalbkreis, Sigmaringen, Bodenseekreis, Biberach, Ulm
  • Freiburg: Waldshut, Konstanz, Ortenaukreis, Rottweil, Emmendingen, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen, Freiburg

Die Impfzentren sollen von Montag bis Sonntag zwischen 7 und 21 Uhr geöffnet haben. Alle gelieferten Impfdosen werden nach Bevölkerungsanteil in allen Bundesländern verteilt. In Baden-Württemberg werden die Ampullen anschließend gleichmäßig an die Impfzentren versendet. Der Betrieb der Kreisimpfzentren ist aktuell bis Juni 2021 geplant. 

Fahrtkosten: Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Die Fahrt zum Impfzentrum muss in der Regel privat organisiert werden. Die Kosten, die beispielsweise durch eine Taxifahrt entstehen, werden vom Land nicht übernommen. Für nicht-mobile Senioren der ersten Impfgruppe hat das Gesundheitsministerium mit den Krankenkassen eine Lösung gefunden. Jeder, der Fahrten zum Hausarzt bezahlt bekommt, kann nun auch für den Weg zum Impfzentrum die Möglichkeit einer Krankenfahrt nutzen, teilten das Ministerium und die Kassen mit. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sprach nach der Einigung von einer unbürokratischen Lösung für den Transport.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den baden-württembergischen Impfzentren gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Impfpass
  • Elektronische Gesundheitskarte der Krankenkasse (Krankenversichertenkarte)
  • Ausweisdokument (zum Beispiel Personalausweis)
  • bei Online-Buchung: Terminbestätigung bzw. Vermittlungscodes
  • Arbeitsbescheinigung für Mitarbeitende von Pflege- und anderen Einrichtungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis
  • Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person 

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Die Impfung wird durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.

Welche Impfstoffe sind aktuell in Deutschland zugelassen?

In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen und werden verimpft. Ende letzten Jahres wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Am 7. Januar folgte der Impfstoff von Moderna. Die genannten Impfstoffe sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Sie enthalten keine Elemente des Virus, sondern nur Informationen aus dessen DNA. Auf dieser Basis entwickeln die körpereigenen Zellen die gewünschte Immunität.


Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

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In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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