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Corona Impftermin Rheinland-Pfalz: Anmeldung, Hotline & wichtige Infos

Infos, Anmeldung und Durchführung  

Impftermin Rheinland-Pfalz: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

05.03.2021, 09:11 Uhr | t-online, mu

Corona Impftermin Rheinland-Pfalz: Anmeldung, Hotline & wichtige Infos. Ampullen mit dem COVID-19 Impfstoff: In Rheinland-Pfalz gibt es 31 Impfzentren für die Corona-Schutzimpfung. (Quelle: Getty Images/peterschreiber.media)

Ampullen mit dem COVID-19 Impfstoff: In Rheinland-Pfalz gibt es 31 Impfzentren für die Corona-Schutzimpfung. (Quelle: peterschreiber.media/Getty Images)

Die Impfzentren in Rheinland-Pfalz haben am 7. Januar ihre Arbeit aufgenommen. Wie in allen Bundesländern erhalten zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. 

Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe bei der Corona-Impfung gehört, wie die Terminvergabe in Rheinland-Pfalz erfolgt und wie die Impfung abläuft.

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Wer wann gegen COVID-19 geimpft wird, ist in Rheinland-Pfalz wie in allen Bundesländern nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert.

Die Reihenfolge beim Impftermin richtet sich nach einer Priorisierung von Personengruppen, die ein hohes Erkrankungsrisiko haben oder einen Kontakt zu Risikopatienten haben. Eine Auflistung der Priorisierung der Personengruppen finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.
 

 
In der ersten Phase wurden nur Personen der höchsten Priorisierungsgruppe geimpft. Hierzu gehören:

  • Menschen, die über 80 sind.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind oder selbst behandelt werden.
  • Personen, die bei ambulanten Pflegediensten arbeiten und regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, Hierzu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, ambulante Palliativstationen oder Impfzentren.
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht (beispielsweise Krebs- oder Transplantationspatienten).


Seit dem 27. Februar können sich auch Personen aus der Gruppe mit hoher Priorität für die Corona-Schutzimpfung anmelden. Hierzu gehören:

  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben.
  • Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht: Personen mit Trisomie 21, Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung, Personen nach Organtransplantation sowie chronisch kranke Personen mit einer speziellen Form des Diabetes, chronischem Leber- oder Nierenleiden. Die Betroffenen müssen die Krankheit mit einem ärztlichen Attest nachweisen.
  • eine enge Kontaktperson von über 80-Jährigen oder pflegebedürftigen Personen, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird. Die Kontaktpersonen müssen dazu ein Formular ausfüllen. 
  • eine enge Kontaktperson von schwangeren Personen, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird. Die Kontaktpersonen müssen dazu ein Formular ausfüllen. Gegebenenfalls muss dies durch Dokumente wie beispielsweise einer Kopie des Mutterpasses oder einer ärztlichen Bescheinigung ergänzt werden.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren.
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind.
  • Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutzgesetzes untergebracht oder tätig sind.
  • Erzieherinnen und Erzieher, Kindertagesmütter und -väter sowie weitere Beschäftigte in der Kindertagespflege und den Kindertagesstätten.​
  • Förderschullehrerinnen und Förderschullehrer
  • Grundschullehrerinnen und -lehrer sowie weitere Beschäftigte an den Grundschulen.
     

Wie werde ich benachrichtigt?

Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz erhalten keine personalisierte Einladung für den Impftermin, sondern müssen sich selbst über eine kostenlose Hotline oder online für einen Impftermin anmelden. Dabei werden direkt die beiden Termine für die Erst- und die Zweitimpfung vergeben. 

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Terminvergabe zur Corona-Impfung hat die Landesregierung eine zentrale Hotline eingerichtet. Seit dem 4. Januar ist eine Anmeldung unter der regionalen Hotline 0800 57 58 100 montags bis freitags von 7 bis 23 Uhr möglich, an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr. Diese Telefonnummer ist kostenlos und auch für hörbehinderte Menschen barrierefrei mit Schriftdolmetschung oder Gebärdensprachdolmetschung über den Tess-Relay-Service zu erreichen. Die Terminvergabe wird auf postalischem Weg bestätigt. Der Brief enthält weitere Unterlagen, unter anderem ein Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung. 

Die Landesregierung weist darauf hin, dass für Rheinland-Pfalz keine Impftermine unter der bundesweiten Hotline 116 117 ausgemacht werden können.

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Anmeldung zum Impftermin besteht auch die Möglichkeit, sich online einen Impftermin für die erste und zweite Corona-Impfung im jeweils zuständigen Impfzentrum zu reservieren. Die Anmeldung erfolgt auf folgender Internetseite: www.impftermin.rlp.de. Bei der Online-Terminvergabe bekommen Sie Ihre Terminbestätigung per E-Mail zugesandt.

Doppeltermin für zwei Personen/Paare

Zwei Personen oder Paare können in Rheinland-Pfalz einen Doppeltermin zur Corona-Impfung beantragen, wenn beide Personen für die Impfung zugelassen sind, also den entsprechenden priorisierten Gruppen angehören. Auf dem Registrierungsformular wählen Sie dazu die Option "Ich möchte einen Doppeltermin für zwei Personen beantragen" aus.

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannten Telefonnummern oder Internetseiten vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung. Geimpft wird dort entweder durch ein mobiles Impfteam oder in Eigenorganisation der Einrichtungen. Diese können in Zusammenarbeit mit einer Hausärztin und einem Hausarzt sowie einer Apothekerin und einem Apotheker vor Ort Impfungen in Eigenorganisation durchführen. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung.

Impfungen zu Hause

Senioren, die zu Hause leben, aber gesundheitlich nicht in der Lage sind, ein Impfzentrum aufzusuchen, werden in Rheinland-Pfalz ab dem 1. März in ihren Wohnungen geimpft. Den Anfang machen vier Hausarzt-Praxen (in Bitburg, Mayen, Wendelsheim und Münchweiler) als Pilotpraxen.

Im Laufe des März sollen dann landesweit alle über 80-Jährige geimpft werden, die zu Hause bettlägerig sind. Das betrifft laut Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) zwischen 20.000 und 25.000 Menschen über 80 Jahre. Sie alle bekommen den Impfstoff von BionTech/Pfizer.

Impftermin absagen

Ihren Impftermin können Sie unter der Rufnummer 0800 57 58 100 absagen oder per Mail an absage(at)impfdokumentation-rlp.de. Es können dabei nur Terminpaare abgesagt werden, da der 1. und der 2. Impftermin gemeinsam für Sie reserviert werden. Bereits vergebene Termine können aus organisatorischen Gründen nicht verschoben werden. Sie müssen in diesem Fall beide Termine stornieren und neu vereinbaren.

Geben Sie bei Ihrer Absage Ihre Vorgangsnummer (die Sie bei der Online-Registrierung erhalten haben) oder Ihre Impfnummer an. Die Impfnummer finden Sie auf dem Terminbestätigungsschreiben oben rechts unter dem QR-Code.

Liste der Impfzentren in Rheinland-Pfalz

Aus logistischen Gründen erfolgt die Corona-Impfung in Rheinland-Pfalz nach dem Wohnortprinzip. Jeder Postleitzahlenbereich ist einem Impfzentrum zugeordnet, eine freie Auswahl ist derzeit nicht möglich.

Die 31 rheinland-pfälzischen Impfzentren befinden sich an diesen Standorten (Landkreis – Ortsgemeinde): 

  • Altenkirchen – Wissen 
  • Ahrweiler – Grafschaft-Gelsdorf
  • Alzey-Worms – Alzey
  • Bad Dürckheim
  • Bad Kreuznach – Bad Sobernheim
  • Bernkastel-Wittlich – Wittlich
  • Birkenfeld – Idar-Oberstein (Nahbollenbach)
  • Bitburg-Prüm – Bitburg
  • Cochem-Zell – Landkern
  • Donnersbergkreis – Kirchheimbolanden
  • Frankenthal
  • Germersheim, Südliche Weinstraße, Landau in der Pfalz – Wörth am Rhein Industriegebiet am Oberwald
  • Kaiserslautern Stadt und Kreis – Kaiserslautern Werksgelände Opel
  • Koblenz – Koblenz-Oberwerth
  • Kusel
  • Ludwigshafen am Rhein
  • Mainz – Mainz-Gonsenheim
  • Mainz-Bingen – Ingelheim
  • Mayen-Koblenz – Polch
  • Neustadt an der Weinstraße
  • Neuwied – Oberhonnefeld
  • Pirmasens und Südwestpfalz – Pirmasens
  • Rhein-Hunsrück-Kreis – Simmern
  • Rhein-Lahn-Kreis – Lahnstein
  • Rhein-Pfalz-Kreis – Schifferstadt
  • Speyer
  • Trier und Trier-Saarburg – Trier
  • Vulkaneifel – Hillesheim
  • Westerwaldkreis – Hachenburg
  • Worms
  • Zweibrücken

Die Wege in den Impfzentren sind ebenerdig oder mit Aufzügen erreichbar. Spezifische Nachfragen zur Barrierefreiheit in dem für Sie zuständigen Impfzentrum können Sie an die Kreis- oder Stadtverwaltung richten. Zum Impftermin können Sie eine Begleitperson mitbringen.

Mit Fahrdienst oder Taxi ins Impfzentrum 

Menschen über 80, die weder mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch dem eigenen Auto ein Impfzentrum aufsuchen können und niemanden haben, der helfen könnte, können lokale Fahrdienste in Anspruch nehmen. Etwa 80 "Bürgerbusse" wurden in rheinland-pfälzischen Orts- und Verbandsgemeinden eingerichtet, um ganze Landkreise flächendeckend mit einem kommunalen Fahrdienst zu versorgen. Eine Übersicht über die "Bürgerbusse Rheinland-Pfalz" finden Sie unter: www.buergerbus-rlp.de.

In vielen Gemeinden gibt es zudem ehrenamtliche Fahrdienste. Eine Liste mit allen bisher bekannten Anlaufstellen finden Sie hier: www.zusammenland.rlp.de.

Auch eine Anfahrt mit dem Taxi ist möglich. Die rheinland-pfälzischen Krankenkasse folgen der Empfehlung des GKV Spitzenverbandes und übernehmen die Fahrtkosten zum nächstgelegenen Impfzentrum für gesetzlich Versicherte sofern folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Schwerbehindertenausweis mit MZ, aG, H oder Bl
  • Pflegegrad 3 und Mobilitätseinschränkung bzw. MG G
  • Pflegegrad 4 oder 5

Für die Erstattung ist eine Verordnung einer Krankenbeförderung von der Hausärztin oder dem Hausarzt notwendig.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den Impfzentren von Rheinland-Pfalz gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltsberechtigung
  • Arbeitsbescheinigung für alle, die im Gesundheits- und Pflegedienst arbeiten
  • nach Möglichkeit einen Impfpass (falls Sie keinen besitzen, erhalten Sie eine Impfbescheinigung in Papierform)
  • Krankenversicherungskarte
  • Terminbestätigung
  • Aufklärungsbogen (nur zum 1. Impftermin
  • Nebenwirkungskarte (nur zum 2. Impftermin)
  • Medikationsplan, sofern Sie mehrere Medikamente einnehmen

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Die Impfung wird durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.
 

 
Weitere Informationen zu Anmeldung und Terminvergabe für die Corona-Impfung in Rheinland-Pfalz erhalten Sie über das Landesportal Rheinland-Pfalz

► Impftermine Baden-Württemberg
► Impftermine in Bayern
► Impftermine in Berlin
► Impftermine in Brandenburg
► Impftermine in Bremen
► Impftermine in Hamburg
► Impftermine in Hessen
► Impftermine Mecklenb.-Vorpomm.
► Impftermine in Niedersachsen
► Impftermine Nordrhein-Westfalen
► Impftermine in Rheinland-Pfalz
► Impftermine in Saarland
► Impftermine in Sachsen
► Impftermine in Sachsen-Anhalt
► Impftermine in Schleswig-Holstein
► Impftermine in Thüringen

 
Welche Impfstoffe sind derzeit zugelassen?

In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen und werden verimpft. Ende letzten Jahres wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Am 7. Januar folgte der Impfstoff von Moderna. Die genannten Impfstoffe sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Sie enthalten keine Elemente des Virus, sondern nur Informationen aus dessen DNA. Auf dieser Basis entwickeln die körpereigenen Zellen die gewünschte Immunität.

Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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