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Maskenpflicht: Warum bekommen viele Gutscheine für FFP-2-Masken?

Coupons im Briefkasten  

Weshalb viele Deutsche jetzt Maskengutscheine bekommen

01.02.2021, 12:21 Uhr | dpa

Das sind die Tücken der medizinischen Masken

Seit Montag gilt in Deutschland eine verschärfte Maskenpflicht. Erlaubt sind nur noch FFP2-Masken und OP-Masken, Stoffmasken sind nicht mehr erlaubt. Doch auch die medizinischen Masken haben ihre Tücken. Eine Apothekerin klärt auf. (Quelle: t-online)

Mund-Nase-Schutz im Video: Das sind die Vor- und Nachteile der Masken, die getragen werden müssen. (Quelle: t-online)


Die Maskenpflicht wurde verschärft und gleichzeitig sollen mehr Menschen vergünstigt FFP-2-Masken erhalten. Vor allem Senioren und chronisch Kranke sollen profitieren. Doch manchmal bekommen auch junge Leute oder Eltern für ihre Kinder die Coupons und können sich das nicht erklären. Alles korrekt, sagen die Krankenkassen.

Zum Schutz vor dem Coronavirus soll mehr als jeder dritte Bürger in Deutschland vom Bund finanzierte FFP-2-Masken bekommen. Die Bundesregierung hat dies als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko beschlossen, dazu zählen über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Nachdem nun der Versand der Coupons begonnen hat, wundern sich manche Empfänger darüber, dass auch sie solche Gutscheine in ihrem Briefkasten mit einem Standard-Begleitschreiben finden.

Auch Markus Söder hat Masken-Gutscheine erhalten

Denn auf den ersten Blick ist häufig nicht erkennbar, aus welchem Grund jemand auf der Empfängerliste seiner Krankenkasse gelandet ist, und auch kleine Kinder erhalten die Gutscheine. "Ich bin weder Risikopatient noch besonders alt. Was ist hier los? Warum bekomme ich einen Berechtigungsschein für FFP2-Masken?", schreibt etwa ein junger Mann auf Twitter zu dem Foto seiner Gutscheine.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat zu seiner großen Verwunderung Gutscheine für vom Bund finanzierte FFP-2-Masken erhalten. "Da war ich schon etwas überrascht", sagte der CSU-Chef. Warum er sie erhalten habe, könne er nicht sagen. Der 54-Jährige betonte aber, dass er die Gutscheine nicht einlösen, sondern zurückgeben werde.

34 Millionen Menschen sollen Gutscheine bekommen 

Zum Hintergrund: Insgesamt bekommen rund 34 Millionen Bürger über das Bundesprogramm Gutscheine für zwölf FFP-2-Masken, die in der Apotheke eingelöst werden können. Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Nachfrage auf die Vorgaben für den Versand: Es gebe klare Indikationen, darunter bestimmte Vorerkrankungen, sagte ein Sprecher. Auch ein 30-Jähriger mit chronischer Lungenerkrankung könne Masken bekommen.

"Über mögliche Irrläufer oder Adressaten, bei denen der Anspruch nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar ist, sind uns nur die Presseberichte über Einzelfälle und entsprechende Social Media-Beiträge bekannt", berichtete ein Sprecher des Verbandes der Privaten Krankenversicherung. Aufklärung könne dann nur eine Nachfrage bei dem einzelnen Versicherungsunternehmen bringen.

Diagnose muss Kriterienkatalog entsprechen 

Die Gutscheine würden an alle Versicherten versandt, für die in den Abrechnungsdaten eine Diagnose aus dem vom Gesundheitsministerium vorgegebenen Kriterienkatalog verzeichnet sei. Dazu gehöre etwa auch Asthma. "Es ist zum Beispiel durchaus möglich, dass Ärzte einen "Verdacht auf Asthma" untersucht hatten und diese Befunde nun in den Datenbanken als Kriterien zum Versand der FFP-2-Masken gewirkt haben", sagte der Sprecher.

Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen verwies wegen Fragen des Versandes an die einzelnen Kassen der Empfänger. Eine Sprecherin der AOK Bayern in München sagte: Es könne vorkommen, dass den Versicherten vielleicht gar nicht bewusst sei, dass ein Arzt früher einmal eine Diagnose gestellt habe, die den Kriterien des Bundesgesundheitsministeriums entspreche. Dies könnte dann auch Kinder betreffen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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