Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Erkältungskrankheiten >

Corona – Neue Hinweise: Feuchtigkeit in Masken erzielt wohl positiven Effekt

Neue Hinweise  

Feuchtigkeit in Masken erzielt offenbar positiven Corona-Effekt

20.02.2021, 12:21 Uhr
Corona – Neue Hinweise: Feuchtigkeit in Masken erzielt wohl positiven Effekt. FFP2-Maske: Sie bietet Fremd- und Eigenschutz vor Viren. (Quelle: imago images/Sven Simon)

FFP2-Maske: Sie bietet Fremd- und Eigenschutz vor Viren. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist eine wichtige Corona-Maßnahme, um Ansteckungen zu reduzieren. Eine Studie zeigt nun, dass Masken noch einen weiteren Vorteil bieten.

In vielen Ländern gilt eine Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen und die Infektionszahlen zu senken. Am 19. Januar wurden die in Deutschland geltenden Regeln für die Maskenpflicht verschärft. Erlaubt sind seitdem nur noch medizinische Masken, darunter OP- und FFP2- Masken. Wie gut schützen sie vor SARS-CoV-2?

  • OP-Masken schützen vor allem andere Menschen in der nahen Umgebung vor Tröpfchen, die der Maskenträger etwa beim Sprechen oder Husten aus Mund und Nase abgibt, weniger vor Aerosolen. Für den Träger bieten sie nur einen gewissen Eigenschutz.
  • FFP2-Masken hingegen haben eine deutlich weitreichendere Wirkung. Wenn sie dicht am Gesicht anliegen, können sie sowohl den Träger als auch Mitmenschen vor Tröpfchen und Aerosolen schützen.

Neue Studie: Maske tragen schützt nicht nur vor Corona

US-amerikanische Wissenschaftler des National Institutes of Health sind nun zur Überzeugung gelangt, dass das Tragen einer Maske auch nützt, wenn man sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Denn im Falle einer Infektion könnten Masken dazu beitragen, Corona-Symptome abzuschwächen und somit den gesamten Krankheitsverlauf abzumildern.

Der Grund: Die in der Maske erzeugte Feuchtigkeit kann früheren Studien zufolge die Immunreaktion in den Atemwegen verbessern.

"Wir haben festgestellt, dass Atemschutzmasken die Luftfeuchtigkeit in der eingeatmeten Luft stark erhöhen und schlagen vor, dass die daraus resultierende Hydratation der Atemwege dafür verantwortlich sein könnte, dass es einen Zusammenhang zwischen dem abgeschwächten Krankheitsverlauf und dem Tragen einer Maske gibt", sagte Studienleiter Adriaan Bax in einer Pressemitteilung.

Es habe sich gezeigt, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit auch die Schwere einer Grippe mildern kann. Dies könne über einen ähnlichen Mechanismus auch für den Krankheitsverlauf von Covid-19 gelten, so Bax. Die Ergebnisse wurden im englischsprachigen Fachblatt "Biophysical Journal" veröffentlicht.


In der aktuellen Studie ließen die Forscher Probanden in eine versiegelte Box einatmen und bestimmten danach die Luftfeuchtigkeit. Vier gängige Maskentypen wurden dabei getestet.

Das Ergebnis: Wenn die Testperson keine Maske trug, füllte sich die Box schnell mit Wasserdampf, wodurch die Luftfeuchtigkeit schnell anstieg. Wenn die Person eine dichtsitzende Maske trug, verringerte sich die Luftfeuchtigkeit in der Box deutlich, da der größte Teil des in der Maske verbleibenden Wasserdampfs kondensierte und erneut eingeatmet wurde. Dies konnte bei allen Maskenarten beobachtet werden.

Wie lassen sich die positiven Effekte erklären?

Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann den Forschern zufolge der Lunge auf verschiedene Weise helfen. Demnach kann sie die Ausbreitung von Viren eindämmen, indem sie die sogenannte Mukoziliäre Clearance (MCC) – auch mukoziliäre Reinigung genannt – fördert. Damit ist ein Abwehrmechanismus des Immunsystems gemeint, der Schleim – und potenziell schädliche Partikel im Schleim – aus der Lunge entfernt.

Zudem helfe eine hohe Luftfeuchtigkeit dabei, das Immunsystem zu stärken. Dieses werde angeregt, spezielle virusbekämpfende Proteine, sogenannte Interferone, zu bilden. Bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit seien diese Effekte nicht nachweisbar. Laut den Forschern könnte dies ein Grund sein, warum Menschen bei kaltem Wetter eher an Atemwegsinfektionen erkranken.

Kurzum: Die aufgestaute Feuchtigkeit unter der Maske könnte ein Vorteil für die Lunge sein. Die Studienautoren schlagen deshalb vor, den therapeutischen Effekt des Maskentragens bei Covid-19-Patienten weiter zu untersuchen.

Wichtig: Masken sollten nicht komplett durchfeuchtet sein

Wenn die getragene Maske aber komplett durchfeuchtet ist, sollte sie unbedingt ausgewechselt werden. Denn bei nassen Masken lässt die Schutzwirkung gegen Tröpfchen und Aerosole nach. 

OP-Masken sind Einmalartikel, können bei sehr kurzer Tragedauer aber auch mehrfach genutzt werden. Danach sollten sie im Restmüll entsorgt werden. FFP2-Masken können bei richtiger Handhabung wiederverwendet werden.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal